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Pressemitteilung BoxID: 127449 (Linde AG)
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Linde Gas nimmt neue Anlage in GENDORF in Betrieb

15 Millionen Euro für Anlage zur Stickstoff-Verflüssigung - Erfolgreiche Kooperation zwischen Linde und InfraServ Gendorf

(PresseBox) (Wiesbaden, ) Die Linde AG hat im Industriepark Werk GENDORF eine neue Stickstoff-Verflüssigungsanlage eröffnet. Bei der offiziellen Einweihungsfeier im Industriepark sprachen Olaf Reckenhofer, Geschäftsführer der Linde Gas Produktionsgesellschaft, und InfraServ-Geschäftsführer Dr. Bernhard Langhammer von einer guten Basis für weitere Kooperationen.

Am Standort GENDORF wird Atemluft ab sofort nicht mehr nur in ihre Einzelteile zerlegt. Die Endprodukte werden nun auch vollständig verwertet. Den Sauerstoff verwende die Standort-Firma Clariant für die Produktion, erläuterte Dr. Langhammer. Der Stickstoff, der immerhin 79 Prozent der Atemluft ausmacht, sei bislang zum größten Teil wieder zurück in die Luft geblasen worden. Das wird sich ab sofort ändern: Um den Stickstoff lagern und zu ihren Kunden transportieren zu können, wird ihn die Firma Linde nun in der neuen Anlage bei einer Temperatur von -196 Grad Celsius verflüssigen.

Rund 15 Millionen Euro ließ sich die Linde Gas Produktionsgesellschaft den Bau der Anlage kosten, weitere 1,5 Millionen Euro investierte der Gendorfer Standortbetreiber InfraServ (ISG) in die Infrastruktur wie Stromversorgung und Rohrleitungen. Ein Projekt, von dem nicht nur die beiden Firmen profitieren: Es stärke die Leistungsfähigkeit des Bayerischen Chemiedreiecks, die Verarbeitung des bislang ungenutzten Stickstoffs schone die Umwelt, hob Reckenhofer hervor.

Dr. Langhammer sprach sogar von einem Geburtstagsgeschenk an die vor zehn Jahren gegründete ISG. "Das Projekt ist ein Beispiel partnerschaftlichen Zusammenwirkens", betonte er. Rund eine Million Euro seien an die ISG für Dienstleistungsaufträge wieder zurück geflossen, als vollwertiger Standortteilnehmer werde die Linde AG ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen auch weiterhin nutzen.

GENDORF Attraktiver Ansiedlungsstandort

"Die Ansiedlung von Linde Gas entspricht dem Ziel unseres Standortmarketings, geeignete Partner und investitionswillige Unternehmen, die zu unserem Industriepark-Verbund passen, anzusiedeln", unterstreicht Dr. Langhammer. Mit seiner zentralen Lage im Bayerischen Chemiedreieck und dem besonders für chemie- und pharmanahe Industrien zugeschnittenen Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen hat sich der Industriepark Werk GENDORF auch für einen führenden internationalen Technologiekonzern wie Linde Gas als attraktiver Ansiedlungsstandort erwiesen - das freut uns besonders."

Stickstoffversorgung für den süddeutschen Raum Der Gendorfer Verflüssiger erhöhe die europaweite Kapazität von Linde-Produktionsanlagen, betont Olaf Reckenhofer. "Mit ihm wird es möglich, den weiter wachsenden Stickstoffbedarf von Gewerbekunden in ganz Süddeutschland, die bisher von Linz oder Augburg aus versorgt wurden, zu decken."

Die neue Anlage soll in 24 Stunden am Tag ununterbrochen laufen und pro Stunde 13 000 Normkubikmeter gasförmigen Stickstoff in 12 100 Kubikmeter Flüssig-Stickstoff umwandeln. Damit liegt die Produktion bei 390 Tonnen am Tag. In einem Tank mit einer Kapazität von 3 000 Kubikmeter wird er gelagert. 18 Lastwägen füllen täglich ihre Tanks an drei neuen Abfüllstationen und transportieren den flüssigen Stickstoff zu den Kunden.

Vielfältiger Einsatz, z. B. für Tiefkühlpizza Eingesetzt wird der Stickstoff in fast allen Branchen, Reckenhofer nannte einige Beispiele: Die Lebensmittelindustrie nutze ihn zum Frosten, bestens bekannt sei hierbei die Tiefkühlpizza. Bei der Herstellung von Hightech-Produkten wie Mikro-Batterien spiele Stickstoff als Kühlgas eine wichtige Rolle, als Deckgas könne er chemische Prozesse unterdrücken oder verlangsamen. Neuerdings komme Stickstoff auch bei Schweißverfahren in der verarbeitenden Industrie zum Einsatz.

Burgkirchens Bürgermeister Josef Rapp freute sich über ein "rundum gelungenes Vorhaben", nannte aber auch einen Wermutstropfen: "Leider entstehen keine neuen Arbeitsplätze", stellte er fest. Die neue Anlage in GENDORF wird von den rund 35 Linde-Mitarbeitern am Linde-Standort Burghausen ferngesteuert. Doch Rapp äußerte Hoffnung, dass sich auch die Arbeitsplatzsituation in GENDORF vielleicht mit weiteren Linde-Projekten zum Positiven ändern könnte. Die Aussagen der beiden Geschäftsführer in Bezug auf weitere Kooperationsprojekte in der Zukunft klangen zumindest optimistisch: "Wir haben noch mehr Ideen", sagte Reckenhofer. Von stattfindenden "Gesprächen" zwischen Linde und ISG sprach Dr. Langhammer.

Der Geschäftsbereich Linde Gas der The Linde Group ist in Deutschland führender Anbieter bei technischen und medizinischen Gasen sowie damit verbundenen Dienstleistungen. The Linde Group ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineeringunternehmen, das mit mehr als 49.000 Mitarbeitern in weltweit über 70 Ländern vertreten ist. Nach der Akquisition der The BOC Group plc erzielt das Unternehmen im Bereich Gase und Engineering einen Jahresumsatz von rund 12 Mrd. Euro. Die Strategie der The Linde Group ist auf ertragsorientiertes Wachstum ausgerichtet. Dabei steht vor allem der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen im Blickpunkt.
www.linde-gas.de


InfraServ Gendorf mit Sitz in Burgkirchen/Landkreis Altötting betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Werk GENDORF. InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Ansiedlungsflächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum, das durch Logistik-Services sowie Aus- und Weiterbildungsleistungen abgerundet wird.
InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Ca. 240 Auszubildende werden im Auftrag von Standortunternehmen und externen Firmen ausgebildet, davon 99 direkt bei InfraServ Gendorf. Im Jahr 2006 erzielte InfraServ Gendorf einen Umsatz von rund 224 Millionen Euro.
www.infraserv.gendorf.de

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im "Bayerischen Chemiedreieck" gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.
Rund 4.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Im Jahr 2006 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Das Gelände ist 190 Hektar groß; 30 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2006 über 50 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 2000 beträgt mehr als 500 Millionen Euro.
http://www.gendorf.de

Linde AG

The Linde Group ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineeringunternehmen, das mit mehr als 50.000 Mitarbeitern inweltweit über 70 Ländern vertreten ist. Nach der Akquisition der The BOC Group plc erzielt das Unternehmen im Bereich Gase und Engineering einen Jahresumsatz von rund 12 Mrd. Euro. Die Strategie der The Linde Group ist auf ertragsorientiertes Wachstum ausgerichtet. Dabei steht vor allem der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen im Blickpunkt. Linde ist das größte Industriegase- und Engineeringunternehmen in China und erzielt dort jährlich zweistellige Zuwachsraten. Linde ist zurzeit mit 20 eigenen Tochtergesellschaften, 28 Joint Ventures und über 100 Anlagenstandorten in den wichtigen Industriezentren des Landes vertreten und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter in China.

Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter http://www.linde.com