Januar bis März 2012: Linde setzt profitablen Wachstumskurs fort

Konzernumsatz um 5,4 Prozent auf 3,505 Mrd. EUR gewachsen

(PresseBox) ( München, )
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- Operatives Konzernergebnis[1] um 6,2 Prozent auf 808 Mio. EUR verbessert
- Operative Konzernmarge auf 23,1 Prozent (Vj. 22,9 Prozent) gestiegen
- Kurz- und mittelfristiger Konzernausblick bestätigt:

- 2012: Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis erwartet
- 2014: Operatives Ergebnis von mindestens 4 Mrd. EUR und ROCE[2] von mindestens 14 Prozent angestrebt

Der Technologiekonzern The Linde Group hat im ersten Quartal 2012 seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und per Ende März bei Konzernumsatz und operativem Konzernergebnis erneut Steigerungsraten erzielt. "Wir sind ganz ordentlich in das neue Geschäftsjahr gestartet und zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen", sagte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Vorstands der Linde AG. "Wenngleich sich die Weltwirtschaft in diesem Jahr nicht so dynamisch entwickeln wird wie 2011, gehen wir unverändert davon aus, den Konzernumsatz zu erhöhen und das operative Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern."

Auch für die kommenden Jahre sieht sich Linde auf Kurs. "Wir stehen für Kontinuität und Verlässlichkeit und bestätigen unsere Mittelfrist-Ziele", erklärte Vorstandschef Reitzle. "Für das Geschäftsjahr 2014 streben wir ein operatives Konzernergebnis von mindestens 4 Mrd. EUR an, und bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) wollen wir zu diesem Zeitpunkt mindestens 14 Prozent erreichen."

Im ersten Quartal 2012 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 3,505 Mrd. EUR (Vj. 3,325 Mrd. EUR) gewachsen. Bereinigt um Währungskurseffekte betrug der Anstieg 3,1 Prozent. Linde konnte das operative Konzernergebnis um 6,2 Prozent auf 808 Mio. EUR (Vj. 761 Mio. EUR) verbessern. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die konsequente Umsetzung des ganzheitlichen Konzepts zur nachhaltigen Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung (HPO = High Performance Organisation) beigetragen. Die operative Konzernmarge hat sich somit um 20 Basispunkte auf 23,1 Prozent (Vj. 22,9 Prozent) erhöht.

Das Ergebnis nach Steuern ist im ersten Quartal 2012 leicht um 1,7 Prozent auf 308 Mio. EUR (Vj. 303 Mio. EUR) gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der hohe Vorjahreswert von positiven Sondereffekten beeinflusst worden war. Der auf die Aktionäre der Linde AG entfallende Anteil belief sich auf 287 Mio. EUR (Vj. 284 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,68 EUR (Vj. 1,67 EUR). Auf angepasster Basis, also bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme, betrug das Ergebnis je Aktie 1,89 EUR (Vj. 1,88 EUR).

Gases Division
Die im Vergleich zum Vorjahr etwas erhöhte gesamtwirtschaftliche Leistung hat im ersten Quartal 2012 auch die Nachfrage im weltweiten Gasegeschäft entsprechend steigen lassen. Linde hat von dieser Entwicklung in allen Produktbereichen profitiert. Das Unternehmen ist global aufgestellt und verfügt insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften über sehr gute Marktpositionen.

Per Ende März 2012 ist der Umsatz der Gases Division im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 2,855 Mrd. EUR (Vj. 2,662 Mrd. EUR) gewachsen. Auf vergleichbarer Basis - bereinigt um Währungskurs- und Erdgaspreiseffekte - betrug der Anstieg 4,1 Prozent. Beim operativen Ergebnis der Gases Division konnte Linde eine Verbesserung um 7,8 Prozent auf 784 Mio. EUR (Vj. 727 Mio. EUR) verbuchen. Bei dieser erneut guten Ertragsentwicklung hat sich auch die kontinuierliche Umsetzung der HPO-Maßnahmen positiv ausgewirkt. Die operative Marge erreichte 27,5 Prozent und lag damit über dem bereits hohen Vorjahreswert von 27,3 Prozent.

Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Segmenten der Gases Division zeigt, dass die konjunkturelle Dynamik regional nach wie vor unterschiedlich ausgeprägt ist. Die höchsten Wachstumsraten waren im Berichtszeitraum erneut in den aufstrebenden Volkswirtschaften zu verzeichnen. Daneben zeigte auch Nordamerika eine robuste Entwicklung, während in Westeuropa die Nachfrage nur vergleichsweise moderat gestiegen ist.

Im Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) hat Linde den Umsatz im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 1,445 Mrd. EUR (Vj. 1,393 Mrd. EUR) erhöht. Auf vergleichbarer Basis betrug der Umsatzanstieg 3,3 Prozent. Das operative Ergebnis hat sich um 4,8 Prozent auf 414 Mio. EUR (Vj. 395 Mio. EUR) verbessert. Dies entspricht einer operativen Marge von 28,7 Prozent (Vj. 28,4 Prozent). Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die stetige Umsetzung der vielfältigen Initiativen zur Produktivitätssteigerung und Prozessstandardisierung im Rahmen von HPO beigetragen.

In Saudi-Arabien hat das Unternehmen im Berichtszeitraum mit der Sadara Petrochemical Company (Sadara) einen bedeutenden Vertrag zur On-site-Gaseversorgung geschlossen. Linde wird Sadara am Standort Jubail, an einem der weltweit größten Chemie-Komplexe, langfristig mit Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Ammoniak versorgen und dafür 380 Mio USD investieren (s.a. Engineering Division).

Im Segment Asien/Pazifik hat Linde den Umsatz per Ende März 2012 um 14,3 Prozent auf 808 Mio. EUR (Vj. 707 Mio. EUR) gesteigert. Auf vergleichbarer Basis lag das Umsatzplus bei 4,8 Prozent. Das Wachstum wurde im ersten Quartal durch die stagnierende Nachfrage im Markt für Elektronikgase beeinträchtigt. Zudem haben Stillstände von Anlagen in Süd- und Ostasien die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum beeinflusst.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 11,2 Prozent auf 218 Mio. EUR (Vj. 196 Mio. EUR). Dies entspricht einer operativen Marge von 27,0 Prozent (Vj. 27,7 Prozent). Beim Vergleich mit dem Vorjahreswert sind hier die Weitergabe von Erdgaspreiserhöhungen sowie Vorleistungen zu berücksichtigen, die für den Geschäftsausbau und die Neueinstellung von Mitarbeitern in dem stark expandierenden asiatischen Markt - insbesondere in China - erforderlich sind. Zur nachhaltigen Sicherung einer hohen Ertragskraft setzt Linde auch im Segment Asien/Pazifik das HPO-Konzept weiterhin konsequent um.

Im Segment Amerika ist der Umsatz in den ersten drei Monaten 2012 um 7,8 Prozent auf 625 Mio. EUR (Vj. 580 Mio. EUR) gewachsen. Auf vergleichbarer Basis betrug das Umsatzplus 5,9 Prozent. Linde konnte das operative Ergebnis in dieser Region überproportional verbessern, es stieg um 11,8 Prozent auf 152 Mio. EUR (Vj. 136 Mio. EUR). Neben einer höheren Auslastung der Anlagen haben die Fortschritte, die Linde bei der Umsetzung von HPO erzielt hat, zu diesem Ergebnisanstieg beigetragen. Die operative Marge übertraf mit 24,3 Prozent den Vorjahreswert (23,4 Prozent) deutlich um 90 Basispunkte.

Alle Produktbereiche haben zu der insgesamt positiven Entwicklung der Gases Division beigetragen. Im Geschäft mit Flüssiggasen hat Linde den stärksten Zuwachs erzielt. Per Ende März 2012 hat sich der Umsatz in diesem Produktbereich auf vergleichbarer Basis um 6,4 Prozent auf 811 Mio. EUR (Vj. 762 Mio. EUR) erhöht. Auch bei Flaschengasen und im On-site-Geschäft, bei der Vor-Ort-Versorgung von Großkunden, konnte das Unternehmen Steigerungsraten verbuchen: Im Produktbereich Flaschengase lag der Umsatz bei 1,022 Mrd. EUR und damit auf vergleichbarer Basis um 3,0 Prozent über dem Vorjahreswert (992 Mio. EUR). Der Umsatz im On-site-Geschäft ist auf vergleichbarer Basis ebenfalls um 3,0 Prozent auf 712 Mio. EUR (Vj. 691 Mio. EUR) gewachsen. Der Produktbereich Healthcare, das Geschäft mit medizinischen Gasen und den dazu gehörigen Service- und Beratungsleistungen, hat seine robuste Geschäftsentwicklung weiter fortgesetzt und den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,0 Prozent auf 310 Mio. EUR (Vj. 298 Mio. EUR) erhöht.

Gases Division - Ausblick
Lindes grundsätzliche Zielsetzung im Gasegeschäft gilt nach wie vor: Das Unternehmen will stärker wachsen als der Markt und die Produktivität weiter verbessern. Im On-site-Geschäft verfügt Linde über eine gut gefüllte Projektpipeline, die im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2012 und besonders in den Folgejahren wesentlich zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen wird. Im Geschäft mit Flüssig- und Flaschengasen erwartet Linde eine Entwicklung, die den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entspricht. Im Produktbereich Healthcare setzt Linde auf eine Fortsetzung des stabilen Wachstums. Hier wird die Akquisition des kontinental-europäischen Homecare-Geschäfts von Air Products für zusätzliche Impulse sorgen.

Vor diesem Hintergrund geht Linde in der Gases Division für das Geschäftsjahr 2012 unverändert davon aus, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zu steigern und das operative Ergebnis zu verbessern.

Engineering Division
Im ersten Quartal 2012 hat die Engineering Division den Umsatz um 1,7 Prozent auf 601 Mio. EUR (Vj. 591 Mio. EUR) erhöht. Durch die erfolgreiche Abwicklung einzelner Projekte konnte Linde das operative Ergebnis überproportional um 17,7 Prozent auf 73 Mio. EUR (Vj. 62 Mio. EUR) verbessern. Die operative Marge erreichte 12,1 Prozent (Vj. 10,5 Prozent) und übertraf damit die mittelfristige Zielmarke von 8 Prozent erneut deutlich.

Der Auftragseingang betrug zum Ende des Berichtszeitraums 759 Mio. EUR und lag damit um 70,9 Prozent über dem Vorjahreswert (444 Mio. EUR). Zu diesem Anstieg trug insbesondere ein Großauftrag in Saudi-Arabien bei, den Lindes Engineering Division im ersten Quartal von der Gases Division des Konzerns erhalten hat. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 380 Mio. USD und umfasst die schlüsselfertige Errichtung einer HyCo- und einer Ammoniak-Anlage sowie eines dazu gehörigen Großtanks. Aus den neuen Anlagen wird Linde die Sadara Petrochemical Company (Sadara) in Jubail langfristig mit Industriegasen beliefern.

Neben diesem bedeutenden Projekt war der Auftragseingang - wie bereits in den vorangegangenen Quartalen - durch eine Reihe kleiner und mittelgroßer Neubestellungen gekennzeichnet. Im Zuge der guten Auftragsentwicklung ist der Auftragsbestand der Engineering Division im ersten Quartal 2012 gewachsen: Per Ende März lag dieser Wert bei 3,695 Mrd. EUR (31. Dezember 2011: 3,600 Mrd. EUR).

Engineering Division - Ausblick
Der hohe Auftragsbestand bildet eine gute Grundlage für eine solide Geschäftsentwicklung der Engineering Division in den kommenden zwei Jahren. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet Linde in seinem Anlagenbaugeschäft unverändert damit, einen Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011 zu erzielen. Bei der operativen Marge erwartet Linde weiterhin, im laufenden Geschäftsjahr 2012 einen Wert von mindestens 10 Prozent zu erreichen. Mittelfristig gilt hier nach wie vor die Zielgröße von 8 Prozent.

Linde ist im Markt für Olefin-Anlagen, Erdgas-Anlagen, Luftzerlegungs-Anlagen sowie Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen global gut aufgestellt und wird insbesondere von Investitionen in die strukturellen Wachstumsbereiche Energie und Umwelt nachhaltig profitieren.

Anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen findet heute - wegen der um 10.00 Uhr beginnenden Hauptversammlung - bereits um 8.00 Uhr deutscher Zeit eine Telefonkonferenz mit Georg Denoke, CFO der Linde AG, in englischer Sprache für Analysten statt. Journalisten haben die Möglichkeit, die Konferenz unter der Rufnummer +49.69.589.99-0509 zu verfolgen. Bitte nennen Sie dazu dem Operator Ihren Namen und den Namen Ihrer Redaktion.

The Linde Group ist ein weltweit führendes Gase- und Engineeringunternehmen, das mit rund 50.500 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern vertreten ist und im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 13,787 Mrd. Euro erzielt hat. Die Strategie der Linde Group ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt - weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.

[1] Operatives Ergebnis: EBITDA inklusive des anteiligen Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures.
[2] ROCE (Return on Capital Employed), gemäß der Definition im Geschäftsbericht 2011, S. 46.

Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter http://www.linde.com
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