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Pressemitteilung BoxID: 128693 (Linde AG)
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Gemeinsame Presseinformation von RWE Power, BASF und Linde: RWE Power, BASF und Linde entwickeln neue Verfahren zur CO2-Abtrennung in Kohlekraftwerken

Kooperation vereinbart, kommerzieller Einsatz ab 2020 / 90% des CO2 sollen aus Verbrennungsabgasen entfernt werden

(PresseBox) (Wiesbaden, ) RWE Power hat heute mit der BASF und der Linde Group die Entwicklung neuer Verfahren zur CO2-Abtrennung aus Verbrennungsabgasen von Kohlekraftwerken vereinbart. Die Zusammenarbeit sieht den Bau und den Betrieb einer Pilotanlage am Braunkohlekraftwerk Niederaußem der RWE Power AG vor, in der neu entwickelte Technologien und Lösungsmittel der BASF zur CO2-Abtrennung erprobt werden, die so genannte CO2-Wäsche. Linde ist für das Engineering und den Bau der Pilotanlage zuständig.

"Wir stellen uns den Herausforderungen der Klimavorsorge und wollen hierbei alle Optionen zur CO2-Verringerung und -Vermeidung aktiv vorantreiben. Wir sind zuversichtlich, mit unseren Kooperations-partnern die CO2-Abtrennung in absehbarer Zeit zur Marktreife führen und zukünftig neue und bestehende moderne Kohlekraftwerke damit ausrüsten zu können", erklärt Dr. Johannes Lambertz, Vorstand bei RWE Power für das Ressort fossil gefeuerte Kraftwerke.

"Die BASF forscht weltweit an Produkten zur Ressourcen- und Energieeinsparung. In die Kooperation mit RWE Power und Linde bringen wir unsere umfassende Expertise in Bezug auf die Abtrenntechnologie von CO2 ein. Wir forschen nach dem geeigneten Lösemittel, mit dem sich der Prozess zur Abtrennung von CO2 effizient gestalten lässt", so Dr. Stefan Marcinowski, Sprecher der Forschung und Mitglied des Vorstands der BASF Aktiengesellschaft.

"Von dieser viel versprechenden Kooperation dreier verantwortungsbewusster Großunternehmen kann ein wichtiger Impuls für den Klimaschutz ausgehen", sagt Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG. "Es ist das Ziel der Linde Group, wo immer möglich zur Emissions¬reduktion beizutragen. Unsere Aktivitäten reichen von den ständigen Effizienzverbesserungen unserer Anlagen zum Nutzen unserer Kunden über CO2-Abscheidungstechnologien und sinnvolle Recyclingkonzepte bis hin zur Produktion umweltfreundlicher Alternativkraftstoffe."

In der geplanten Pilotanlage sollen ausgewählte neu entwickelte Lösemittel im Langzeittest erprobt werden, um prozess- und anlagentechnische Erkenntnisse zur Optimierung der CO2-Abtrenntechnik zu erhalten. Ziel ist es, die CO2-Abtrennung in Braunkohlekraftwerken bis 2020 kommerziell zum Einsatz bringen zu können. Auf Grundlage dieser Technik könnten dann mehr als 90 Prozent des CO2 aus den Verbrennungsabgasen eines Kraftwerks entfernt und anschließend einer Speicherung im Untergrund zugeführt werden. Nach erfolgreichen Pilotversuchen soll 2010 über eine nachfolgende Demonstrationsanlage entschieden werden. Mit ihrem Betrieb soll der Weg in die Kommerzialisierung dieses Verfahrens abgesichert werden. Für das gesamte Entwicklungsprojekt mit Errichtung und Betrieb der Pilot- und der Demonstrationsanlage hat RWE Power ein Budget von rund 80 Millionen Euro eingeplant.

"Die Experten sind sich darin einig, dass Kohle noch auf Jahrzehnte hinaus weltweit eine der tragenden Säulen der Energieversorgung sein wird. Deshalb haben wir unsere CO2-Vermeidungsstrategie langfristig ausgerichtet: Heute bauen wir die effizientesten Kohlekraftwerke der Welt, für morgen entwickeln wir die nächste Kraftwerksgeneration mit Wirkungsgraden von über 50 Prozent. Alle modernen Kohlekraftwerke legen wir schon jetzt so aus, dass sie übermorgen mit einer CO2-Abtrennung, wie wir sie mit BASF und Linde im Rahmen unserer Kooperation entwickeln, nachgerüstet werden können. Ziel muss es sein, ab 2020 neben hochmodernen Anlagen auch nahezu CO2-freie Kohlekraftwerke samt Speicherung zu errichten", erläutert Lambertz.

Unabhängig von der so genannten CO2-Wäsche entwickelt RWE Power auch das erste CO2-freie Kraftwerk mit CO2-Transport und -Speicherung auf Basis des Integrated-Gasification-Combined-Cycle (IGCC)-Verfahrens. Die Inbetriebnahme dieser großtechnischen 450 MW-Anlage soll 2014 erfolgen. Ein Standort hierfür steht noch nicht fest. Um den Klimaschutz weiter voran zu treiben, setzt RWE Power darüber hinaus auf den Ausbau regenerativer Energien in ganz Europa. Der Fokus liegt dabei auf der Stromerzeugung aus Wasser, Wind und Biomasse.

RWE und die BASF beteiligen sich seit Anfang 2004 an dem von der Europäischen Union (EU) geförderten Forschungsprojekt CASTOR, das die Entfernung und Speicherung von CO2 aus Verbrennungsabgasen gezielt untersucht. Neben RWE und der BASF bringen sich renommierte europäische Universitäten, Forschungsinstitute sowie Behörden und Industrieunternehmen in das Projekt ein. Namhafte Kraftwerksbetreiber sind ebenso beteiligt wie Öl- und Gas-Unternehmen und Anlagenhersteller.

RWE Power ist der größte deutsche Stromerzeuger und verantwortet die kontinentaleuropäische Stromerzeugung des Konzerns in Deutschland und Zentralosteuropa. RWE Power stützt sich in der Erzeugung auf einen breiten Mix von Energieträgern: Braunkohle aus den Tagebauen im Rheinland und Kernenergie in der Grundlast, Steinkohle, Gas und regenerative Energien wie Wasser, Wind und Biomasse in der Mittel- und Spitzenlast. Bei RWE Power und den Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sind über 17.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Ihr Portfolio umfasst Chemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel und Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas. Ihren Kunden aus nahezu allen Branchen hilft die BASF als zuverlässiger Partner mit hochwertigen Produkten und intelligenten Systemlösungen erfolgreicher zu sein. Die BASF entwickelt neue Technologien und nutzt sie, um sich zukünftigen Herausforderungen zu stellen und zusätzliche Marktchancen zu erschließen. Sie verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung und leistet so einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. Die BASF beschäftigt rund 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 52,6 Milliarden €. Die BASF ist derzeit börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA), New York (BF) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.de.

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Linde AG

The Linde Group ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineeringunternehmen, das mit mehr als 50.000 Mitarbeitern inweltweit über 70 Ländern vertreten ist. Nach der Akquisition der The BOC Group plc erzielt das Unternehmen im Bereich Gase und Engineering einen Jahresumsatz von rund 12 Mrd. Euro. Die Strategie der The Linde Group ist auf ertragsorientiertes Wachstum ausgerichtet. Dabei steht vor allem der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen im Blickpunkt. Linde ist das größte Industriegase- und Engineeringunternehmen in China und erzielt dort jährlich zweistellige Zuwachsraten. Linde ist zurzeit mit 20 eigenen Tochtergesellschaften, 28 Joint Ventures und über 100 Anlagenstandorten in den wichtigen Industriezentren des Landes vertreten und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter in China.

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