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Pressemitteilung BoxID: 230723 (LFK - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg)
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Chatten ist nicht ohne Risiko

Langheinrich: Medienerziehung beginnt im Kinderzimmer

(PresseBox) (Stuttgart , ) Vor dem Hintergrund des Prozesses gegen den sogenannten "Chatroom-Mörder" hat der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich zu einem bewussteren Umgang mit den eigenen Daten im Internet aufgerufen.

Laut der aktuellen Jim-Studie chattet fast die Hälfte der Internetnutzer zumindest selten, 29 Prozent sogar mehrmals pro Woche oder häufiger im Netz. 49 Prozent der jugendlichen Chatroom-Nutzer geben an, dass sie von Fremden nach persönlichen Informationen wie Adresse, Telefonnummer oder Namen befragt wurden. Auch wenn die Anzahl der persönlichen Kontakte in Form von Telefonaten (27%) oder realen Treffen (20%) im Vergleich zu 2007 rückläufig ist, berichten immerhin 13 Prozent der Jugendlichen, die einen neuen "Freund" aus dem Internet getroffen ha-ben, von einer eher unangenehmen Begegnung.

Beim Chatten sind einige Grundregeln zu beachten: Ein gesundes Misstrauen dem Chatpartner gegenüber ist sicher nicht verkehrt. Der eigene "Spitzname" sollte un-verfänglich sein und nicht so viel über den Surfer verraten. In guten Chats gibt es immer Moderatoren. Eine unangenehme Kommunikation sofort abbrechen und den Moderator benachrichtigen. Vorsicht ist geboten, wenn persönliche Daten oder Fotos angefordert werden. Auch ein persönliches Treffen birgt immer große Gefahren. Generell gilt, dass sich Eltern dafür interessieren sollten, in welchem Chat ihre Kinder unterwegs sind und mit wem sie kommunizieren. Medienerziehung finde bereits im Kinderzimmer statt, so Thomas Langheinrich. "Nur wenn Erwachsene wissen, wo die Untiefen im Web lauern, können sie sie gemeinsam mit den Kindern umsurfen."

Tipps und Ratschläge zum richtigen Umgang mit Chats liefern Homepages wie www.jugendschutz.net und www.chatten-ohne-risiko.de."

Zur JIM Studie:

Die JIM-Studie, die vor 10 Jahren von der LFK, der Rheinland-Pfälzischen Landes-medienanstalt (LMK) und dem Südwestrundfunk (SWR) ins Leben gerufen wurde, liefert jährlich aktuelle Daten zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Studien in Deutschland. Die Jim-Studie ist abrufbar beim Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest unter www.mpfs.de.