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Pressemitteilung BoxID: 695343 (LEONI AG)
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Leoni steigert Umsatz im ersten Halbjahr 2014 auf über 2 Mrd. Euro

Konzernergebnis wächst trotz Belastung durch hohe Vorleistungen um gut ein Viertel

(PresseBox) (Nürnberg, ) Die Leoni AG konnte ihren Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten 2014 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 2.039,6 Mio. Euro steigern (Vorjahr: 1.970,0 Mio. Euro) und damit erstmals zur Jahresmitte die 2 Mrd. Euro- Marke überschreiten. Im zweiten Quartal erhöhte sich das Geschäftsvolumen des führenden europäischen Anbieters von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien gegenüber der Vorjahresperiode um rund 1 Prozent auf 1.019,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1.011,0 Mio. Euro). Die Basis für den guten Geschäftsverlauf bildete der unverändert große, weltweite Bedarf für Kabel und Bordnetz- Systeme des Automobilsektors. Positive Impulse erhielt Leoni außerdem von der Konjunkturerholung in Europa, die zu einer Nachfragebelebung in vielen industriellen Abnehmerbranchen führte.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm im gesamten ersten Halbjahr 2014 um etwa 26 Prozent auf 97,9 Mio. Euro zu (Vorjahr: 77,8 Mio. Euro). Hiervon entfielen 47,3 Mio. Euro auf das zweite Quartal (Vorjahr: 39,3 Mio. Euro). Dabei wurden im Berichtszeitraum umfangreiche Vorleistungen für Neuprojekte mit der Automobilindustrie verkraftet. Die Vorjahreswerte enthielten dagegen hohe Restrukturierungsaufwendungen für Maßnahmen, die sich 2014 positiv auf die Ertragslage auswirkten. Der Konzernüberschuss nach Steuern legte im ersten Halbjahr um gut 33 Prozent auf 61,4 Mio. Euro zu (Vorjahr: 46,1 Mio. Euro).

Belegschaft vergrößert und Investitionen erhöht

Die Vorbereitung von Projektanläufen und die anhaltend starke Nachfrage führten bei Leoni auch zu Neueinstellungen und deutlich gestiegenen Investitionen: Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im ersten Halbjahr 2014 konzernweit um 3.980 auf 65.571 Personen. Der Stellenaufbau fand vor allem in Amerika, Asien, Nordafrika und Osteuropa statt, aber auch in Deutschland wuchs die Belegschaft auf 4.274 Beschäftigte (31. Dezember 2013: 4.222). Die Investitionen kletterten in den ersten sechs Monaten 2014 um rund 43 Prozent auf 89,2 Mio. Euro (Vorjahr: 62,5 Mio. Euro) und betrafen hauptsächlich den Auf- und Ausbau der Produktionskapazitäten in China, Deutschland, Mexiko und verschiedenen osteuropäischen Ländern.

Wiring Systems: Erwartungsgemäße Belastung durch Projektstarts

Der Umsatz mit Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen des Unternehmensbereichs Wiring Systems nahm im ersten Halbjahr 2014 um rund 2 Prozent auf 1.195,4 Mio. Euro zu (Vorjahr: 1.175,4 Mio. Euro). Hierzu trug das zweite Quartal 597,8 Mio. Euro bei (Vorjahr: 607,6 Mio. Euro). Besonders gut entwickelte sich der Umsatz mit der internationalen Nutzfahrzeug- und der Zulieferindustrie. Aufgrund verschärfter Abgasvorschriften in der EU und in den USA fragten Lkw-Hersteller verstärkt komplexe Motorkabelsätze nach. Gewachsen ist auch das Geschäftsvolumen mit der exportstarken deutschen Automobilindustrie. Dagegen kam es durch Modellwechsel bei verschiedenen anderen europäischen Pkw-Produzenten temporär zu planmäßigen Umsatzrückgängen.

Die Vielzahl an Neu- und Folgeaufträgen aus der Fahrzeugindustrie führte in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Produktionsvorbereitungen und
-anläufen, die das Ergebnis des Unternehmensbereichs erwartungsgemäß belasteten: Im zweiten Quartal 2014 belief sich das Segment-EBIT auf 26,3 Mio. Euro nach 34,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2013. Wegen der starken Entwicklung in den ersten Monaten des laufenden Jahres blieb das Halbjahres-EBIT mit 58,0 Mio. Euro nahezu stabil (Vorjahr: 58,9 Mio. Euro).

Auf Basis des unverändert gut gefüllten Auftragsbuchs stehen auch im zweiten Halbjahr weitere Projektstarts an, insbesondere in Asien und Amerika.

Wire & Cable Solutions: Deutliche Ergebnisverbesserung im 2. Quartal

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2014 um 4,5 Prozent auf 421,6 Mio. Euro (Vorjahr: 403,4 Mio. Euro) und im gesamten ersten Halbjahr um gut 6 Prozent auf 844,2 Mio. Euro (Vorjahr: 794,6 Mio. Euro) steigern. Dabei profitierte Leoni sowohl von der weltweit anhaltend hohen Nachfrage nach Automobilstandard- und
-spezialleitungen als auch vom wachsenden Geschäft mit der medizintechnischen Industrie und der chinesischen Solarbranche. Erste Beiträge lieferte außerdem der neue Standort in Indien. Dagegen kam es bei Großprojekten mit der petrochemischen Industrie zu Verzögerungen.

Das Ergebnis des Unternehmensbereichs verbesserte sich deutlich. Neben den Umsatzzuwächsen machten sich hier positive Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen des Vorjahres bemerkbar, deren Umsetzung die 2013er Vergleichswerte stark belastet hatte: Im zweiten Quartal 2014 stieg das Segment-EBIT auf 21,1 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro) und im Halbjahresvergleich von 18,8 Mio. Euro auf 39,9 Mio. Euro.

Aufgrund umfangreicher Neuaufträge, vor allem aus der Automobilindustrie, werden die Kapazitäten im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions auch im zweiten Halbjahr weiter ausgebaut, vor allem in China und Mexiko.

Jahresprognose bestätigt

Nach der erwartungsgemäßen Entwicklung in den ersten sechs Monaten hält der Vorstand weiter an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest: Unter der Annahme, dass aktuelle geopolitische Risiken sich nicht stärker auf die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auswirken, wird für 2014 unverändert ein Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. 4,1 Mrd. Euro (2013: 3,9 Mrd. Euro) und ein EBIT von mehr als 200 Mio. Euro (2013: 163,1 Mio. Euro) erwartet.

LEONI AG

Leoni ist ein weltweit tätiger Anbieter von Drähten, optischen Fasern, Kabeln und Kabelsystemen sowie zugehörigen Dienstleistungen für den Automobilbereich und weitere Industrien. Leoni entwickelt und produziert technisch anspruchsvolle Produkte von der einadrigen Fahrzeugleitung bis zum kompletten Bordnetz-System. Darüber hinaus umfasst das Leistungsspektrum Drahtprodukte, standardisierte Leitungen, Spezialkabel und konfektionierte Systeme für unterschiedliche industrielle Märkte. Die im deutschen MDAX börsennotierte Unternehmensgruppe beschäftigt rund 66.000 Mitarbeiter in 33 Ländern und erzielte 2013 einen Konzernumsatz von 3,92 Mrd. Euro.