Leoni steigert Erlöse bis Ende September 2012 um 5 Prozent

Für das Gesamtjahr Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet

(PresseBox) ( Nürnberg, )
Leoni, der führende Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, steigerte den Konzernumsatz im dritten Quartal 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um knapp 5 Prozent auf 954,7 Mio. Euro (Vorjahr: 913,1 Mio. Euro). Von Januar bis September 2012 erhöhte sich das Geschäftsvolumen ebenfalls um rund 5 Prozent oder 124,0 Mio. Euro auf 2.891,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2.767,4 Mio. Euro). Aus eigener Kraft wuchs Leoni um 87,3 Mio. Euro, vor allem durch die bis zum Stichtag starke Nachfrage der Automobilindustrie in den USA und Asien. Der Anfang 2012 komplett übernommene südkoreanische Bordnetz-Hersteller Daekyeung (inzwischen Leoni Wiring Systems Korea) steuerte 86,1 Mio. Euro bei. Dagegen führte der im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Kupferpreis zu einem negativen Effekt von 49,4 Mio. Euro.

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im dritten Quartal 2012 bei 52,7 Mio. Euro (Vorjahr: 54,6 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten insgesamt stieg das EBIT auf 197,2 Mio. Euro (Vorjahr: 183,6 Mio. Euro); darin ist ein positiver Sondereffekt von 28,3 Mio. Euro aus dem im März erfolgten Verkauf der Leoni Studer Hard AG enthalten.

WSD: 12 Prozent Umsatzplus im Bordnetz-Geschäft nach 9 Monaten

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) erhöhte sich der Außenumsatz im dritten Quartal 2012 gemessen am entsprechenden Vorjahreswert um gut 13 Prozent auf 537,5 Mio. Euro (Vorjahr: 474,5 Mio. Euro) und in den ersten neun Monaten 2012 insgesamt um rund 12 Prozent auf 1.663,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.448,0 Mio. Euro). Dabei vergrößerten sich sowohl die Lieferungen an die Automobilhersteller als auch an die Nutzfahrzeugindustrie. Das Segment-EBIT lag im dritten Quartal 2012 mit 25,5 Mio. Euro deutlich unter dem Vergleichswert von 35,1 Mio. Euro und nach neun Monaten bei 102,8 Mio. Euro (Vorjahr: 110,4 Mio. Euro). Bemerkbar machten sich hier vor allem ein negativer Ergebnisbeitrag von Leoni Wiring Systems Korea, der aus höheren Integrations- und Anlaufkosten resultierte, sowie Restrukturierungsaufwendungen, vorwiegend aufgrund der Schließung eines Standortes in Tunesien.

Im dritten Quartal gingen weitere neue Bestellungen für Bordnetz-Systeme und Kabelsätze von verschiedenen Automobilherstellern ein. Damit verfügt der Unternehmensbereich über ein mittelfristiges Auftragsbuch (bis 2017) von rund 11 Mrd. Euro (Vorjahr: gut 10 Mrd. Euro).

WCS: Solides Geschäft mit Draht-/Kabel-Produkten

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) erzielte im dritten Quartal 2012 einen Außenumsatz von 417,3 Mio. Euro nach 438,6 Mio. Euro im sehr starken vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Von Januar bis September des laufenden Jahres lag der Umsatz mit 1.228,2 Mio. Euro um 4 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau von 1.279,3 Mio. Euro. In den Sommermonaten entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Automobilleitungen und Kabelsätzen für Medizintechnik und Hausgeräte weiterhin gut, während die Nachfrage in den Bereichen Automatisierungstechnik, Solarindustrie und Infrastruktur sowie nach Datenkabeln nachließ. Das Segment-EBIT verbesserte sich im dritten Quartal 2012 deutlich auf 27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro). Nach neun Monaten wurde inklusive des Sonderertrags aus dem Verkauf der Leoni Studer Hard AG ein EBIT von 94,3 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 73,1 Mio. Euro).

Gestiegene Investitionen

Von Januar bis September 2012 investierte Leoni konzernweit 137,8 Mio. Euro (Vorjahr: 92,4 Mio. Euro), davon 111,5 Mio. Euro (Vorjahr: 84,3 Mio. Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Im Unternehmensbereich WSD standen Kapazitätserweiterungen für Neu- und Folgeaufträge aus der internationalen Automobilindustrie an Standorten in Osteuropa, Nordafrika, Brasilien und Russland im Mittelpunkt. Der Unternehmensbereich WCS investierte vor allem in die Fertigung von Automobil-Sonderleitungen in China, Mexiko und der Slowakei sowie in einen neuen Standort in Indien.

Weltweit rund 62.000 Mitarbeiter

Ende September 2012 beschäftigte Leoni weltweit 61.850 Mitarbeiter, das sind 1.105 Personen mehr als zum Jahreswechsel. Gegenüber dem bisherigen Quartalshöchststand per Ende März 2012 verkleinerte sich die Belegschaft dagegen aufgrund von Effizienzsteigerungen an verschiedenen ausländischen Bordnetz-Standorten und der Schließung eines chinesischen Daekyeung-Werks um 1.518 Personen. Zum Stichtag 30. September 2012 waren im Ausland 57.680 Mitarbeiter für Leoni tätig (31. Dezember 2011: 56.728) und im Inland 4.170 (31. Dezember 2011: 4.017).

Im Gesamtjahr Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet

Im weiteren Jahresverlauf rechnet Leoni mit einer merklichen Abschwächung des Geschäfts. Vor allem die Abrufe aus der Automobilindustrie, aber auch die Nachfrage in vielen anderen Abnehmerbranchen gehen seit Anfang Oktober zurück. Dennoch rechnet Leoni für das Gesamtjahr 2012 damit, dass Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden, in dem das Unternehmen Rekordwerte verzeichnet hatte: Aktuell erwartet Leoni einen Konzernumsatz von rund 3,75 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,70 Mrd. Euro); hierzu tragen der Unternehmensbereich WSD 2,18 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,02 Mio. Euro) und die Division WCS 1,57 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,68 Mrd. Euro) bei. Das EBIT wird aus heutiger Sicht inklusive des Einmaleffekts aus dem Verkauf der Leoni Studer Hard AG etwa 235 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 237,1 Mio. Euro).
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