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Pressemitteilung BoxID: 99260 (Leipziger Messe GmbH)
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rohima - Fachschau für feine feste Fasern

Deutschlands einzige Messe für Faserverbundkunststoffe in Leipzig

(PresseBox) (Leipzig, ) Feinste Mikroglasfasern, mit denen Klebstoffe, Dichtungen, Produkte auf Harzbasis und Kunststoffe verstärkt werden können, sind das Spezialgebiet der H. Osthoff-Petrasch GmbH & Co. KG aus Norderstedt. „Diese Fasern mit Durchmessern ab 0,6 Mikrometer kommen zum Einsatz, wenn es auf hohe Festigkeit ankommt. Außerdem hat sich gezeigt, dass Kunststoffe, die mit den Fasern gefüllt sind, besonders bei tiefen Temperaturen das Material verstärken, wie es etwa bei Bergsteigerausrüstung nötig ist“, erläutert Jan Fischer vom Bereich Anwendungstechnik. „Die Fasern mit der Bezeichnung HOP-MIX stellen wir auf der kommenden rohima vor.“ Die deutschlandweit einzige Fachschau für Rohstoffe, Hilfsstoffe und Maschinen für die Produktion von Faserverbundkunststoffen findet in diesem Jahr erstmals im Verbund mit den Industriemessen Z und INTEC in Leipzig statt.

„Dank der feinen Struktur können auch filigrane Bauteile mit HOP-MIX verstärkt werden, die sonst nicht mit Stapelglasfasern gefüllt werden können“, erläutert Fischer weiter. „Die Mikroglasfaser hat Einfluss auf die Viskosität und kann gegen andere thixotrope Bindemittel, wie zum Beispiel pyrogene Kieselsäure, teilweise ausgetauscht werden. Für die jeweilige Anwendung werden die Fasern mit Hilfe einer speziellen Schneidemühle auf eine definierte Länge geschnitten. Das Material ist frei von Bindemitteln und anderen Zusatzstoffen“, beschreibt der Experte die Vorteile der Entwicklung.

Geringes Gewicht aber hohe Festigkeit - diese Eigenschaften machen Faserverbundkunststoffe interessant als Konstruktions- und Leichtbauwerkstoff für viele Bereiche. Seit Jahren wächst der Markt kontinuierlich. So ermittelte die Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK) in ihrer jüngsten Markterhebung bei glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) für 2005 ein Wachstum von 2,2 Prozent, ein Jahr zuvor waren es 3,0 Prozent. Stark gestiegen ist in den letzten Jahren auch der Einsatz von kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Die mittlerweile bei 7.500 Jahrestonnen liegende Faserkapazität konnte die Versorgungslücke auch 2005 nicht schließen. Für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr wird von den Branchenexperten ein noch größeres Wachstum bei den Faserverbundkunststoffen prognostiziert. Die Leipziger Fachmesse rohima hat diesen Trend frühzeitig aufgegriffen.

Auch als Innovations-Plattform hat sich die Faserverbundkunststoff-Messe inzwischen etabliert. So stellt in diesem Jahr die Gaugler & Lutz oHG aus Aalen das neue System Lantor Soric vor. Diese interlaminare Fließhilfe besteht aus wabenförmigem, druckstabilem Polyestervlies. „Die Waben nehmen bei allen Verarbeitungen wie etwa beim Vakuum-Verfahren, beim RTM, beim Press-Verfahren sowie bei der Prepreg-Verarbeitung kein Harz auf. Einzig die Fließkanäle werden laminiert, woraus sich eine Gewichtseinsparung von bis zu 35 Prozent ergibt“, verrät Jens Genkinger, zuständig für das Marketing bei Gaugler & Lutz. „Das Material ist leicht drapierbar und bietet somit auch beim Formen und Schneiden eine einfache Handhabung.“ Zudem, so Genkinger, besitze Lantor Soric hervorragende mechanische Eigenschaften und könne sogar als Kernmaterial oder print blocker eingesetzt werden.

Gaugler & Lutz ist Spezialist für die Bearbeitung und Konfektionierung von Kernwerkstoffen für den Leicht- und Sandwichbau. Neben Spezialschaumstoffen und Balsahölzern liefert das Unternehmen Verstärkungsfasern für den gesamten Composite-Bereich. Daher, so Genkinger, füge sich Lantor Soric optimal in die Produktpalette ein. Das Bearbeitungsspektrum des Unternehmens reicht von der CNC-gesteuerten Konfektion über die manuelle Konfektion, verschiedene Oberflächenbearbeitungen, die Kit-Herstellung bis hin zum Thermoformen.

Mit Poraver, einem Leichtfüllstoff aus Blähglasgranulat zur Optimierung von Kunststoff-Anwendungen, wird auch die Dennert Poraver GmbH aus Schlüsselfeld eine innovative Entwicklung auf der rohima präsentieren. Dabei handelt es sich um einen umweltfreundlichen Werkstoff, der nach einem patentierten Verfahren aus Recyclingglas hergestellt wird. „Poraver kommt weltweit für unzählige Produkte zum Einsatz, unter anderem dient es als Zuschlagstoff in Massivwandsystemen, Putzen, Mörteln, Fliesenklebern, Strukturtapeten, Fassadenprofilen, Schleifscheiben, ultraleichten Schiffsestrichen oder Modellbauerzeugnissen“, zählt Marketingleiter Philip Brdlik auf. Dennert Poraver sei Weltmarktführer bei Blähglasgranulat und stelle jährlich rund eine Million Kubikmeter Poraver her.

Der Leichtzuschlag zeichnet sich durch Vielseitigkeit und zahlreiche Einsatzmöglichkeiten aus. „Poraver ist leicht, druckstabil, chemisch beständig, frei von Schadstoffen und eignet sich daher für verschiedene Verbundwerkstoffe wie Reaktionsharzmörtel, Polymerbeton, Platten und Mineralschäume“, so Brdlik. Durch das so genannte Fibroline-Verfahren könne das Material auch in verschiedenen textilen Geweben - etwa bei Türfüllungen und Seitenwänden in der Automobilindustrie - eingesetzt werden. Hier sorgt das Blähglasgranulat für Gewichtsreduktion sowie thermische und akustische Isolierung. Darüber hinaus eignet sich Poraver zur Verarbeitung mit allen organischen Bindemitteln wie Epoxidharz, Polyurethane, Acrylate, Polyester- oder Phenolharz.

Mit der Omega-Minerals Germany GmbH ist auf der rohima eine Tochtergesellschaft der H. Osthoff-Petrasch GmbH & Co. KG vertreten. Sie stellt unter dem Namen Omega-SIL einen inerten, hochfesten, temperaturbeständigen, kugelförmigen, grauen Füllstoff auf der Basis von Eisenaluminiumsilikat vor. „Diese keramischen Vollkugeln im Bereich von ein bis 90 Mikrometer bieten die Möglichkeit, sehr große Füllstoffmengen einzusetzen, bei gleichzeitiger Verbesserung der Fließeigenschaften“, erklärt Anwendungstechnik-Fachmann Fischer. „Daraus resultiert ein geringerer Bedarf an Bindemittel, was die Kosten reduziert. Hinzu kämen hohe Druckfestigkeit, optimierte Oberflächeneigenschaften und verbessertes Schrumpfverhalten.

Eine weitere Innovation, die das Unternehmen vorstellt, sind Mikroglashohlkugeln, die als funktioneller Füllstoff zum Einsatz kommen. Sie zeichnen sich durch hohe mechanische Beständigkeit aus. „Die Q-CEL genannten Typen unterscheiden sich in Dichte, Partikelgröße, Oberflächenbeschichtung und Festigkeit und können so gezielt für die speziellen Anwendungen angepasst werden“, so Fischer. Dank der Dichtereduzierung verringere sich auch das Gewicht des Endprodukts. Hinzu kämen ein niedrigerer Bindemittelbedarf und bessere mechanische Eigenschaften des Endproduktes wie Schlagzähigkeit, Temperaturschockbeständigkeit und Dimensions-stabilität.

„Der Einsatz der Mikroglashohlkugeln führt außerdem zu einer Verbesserung der rheologischen und der Verarbeitungseigenschaften. Darüber hinaus besteht eine gute Verträglichkeit sowohl mit den meisten Harzsystemen - einschließlich Duroplasten wie Polyester-, Epoxid-, Phenol- und Polyurethanharzen - als auch mit den meisten Thermoplasten“, verspricht Fischer. Ein weiterer Vorteil sei die gute Dispergierbarkeit, da die oleophile Oberfläche von Q-CEL in organischen Polymeren schneller und leichter benetzt als andere mineralische Füllstoffe.

Die BÜFA Reaktionsharze GmbH & Co. KG aus Rastede wendet sich auf der rohima an die Hersteller von Teilen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). „Wir entwickeln Reaktionsharze für die Produktion von Formteilen für die Branchen Transportindustrie, Umwelttechnik, Energiewirtschaft, Bootsbau, Bauwesen sowie für den Sport- und Freizeitmarkt. Dabei kooperieren wir eng mit den Kunden“, sagt Birte von Essen, Assistentin der Geschäftsführung. Das Unternehmen ist Teil der BÜFA Holding, die neben Reaktionsharzen auf den Chemikalienhandel und die Herstellung von Reinigungsprodukten, Glas und Polyurethan-Systemen spezialisiert ist.

Den premiumcut Einzellagen- und Niedriglagen-Cutter für den Zuschnitt von technischen Textilien aller Art stellt die assyst/bullmer Unternehmensgruppe in Leipzig vor. Mit seiner skalierbaren Ausstattung ist er für hohen Durchsatz aber auch für den Einsatz im Muster- und Prototypenbau sowie für Kleinserien geeignet. Durch die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Werkzeugeinsätze eignet sich der Cutter zum Schneiden eines breiten Spektrums an unterschiedlichen Gewebearten und Flachmaterialien. Ausführungen in Arbeitsbreiten von 160 bis 320 Zentimeter sind in 20-Zentimeter-Abstufungen verfügbar, darüber hinaus werden Sonderlängen angeboten.

Regelmäßig auf der rohima vertreten ist die BYK-Chemie GmbH. Die Tochter des Spezialchemie-Riesen Altana AG ist auf dem Gebiet der Lack- und Kunststoffadditive einer der weltweit führenden Anbieter. Seit 1962 stellt BYK-Chemie in Wesel Additive her, die bei der Herstellung von Lacken, Druckfarben und Kunststoffen verwendet werden, um die Eigenschaften der Endprodukte zu verbessern. Rund 85 % des Umsatzes entfallen auf das Ausland. Große Auslandsmärkte sind die europäischen Nachbarländer, die USA und der fernöstliche Raum.

Auch die Wolfangel GmbH aus dem baden-württembergischen ist erneut auf der rohima vertreten. „Im Fokus steht dabei das Maschinen-Programm rund um die Fertigung glasfaser-, carbon- oder kevlarverstärkter Kunststoffe. Ein qualifiziertes Team von Ingenieuren am Stand informiert über RTM, Oberflächen- und Prozessoptimierung für alle Composite-Bereiche“, so Heike Wolfangel-Molliné. Bei der industriellen Verarbeitung von Verbundwerkstoffen verfügt das Unternehmen über mehr als 40 Jahre Erfahrung.

Mit der P-D Glasseiden GmbH aus Oschatz ist auch eine Tochter der Preiss-Daimler-Gruppe auf der Leipziger Fachschau präsent. „Wir haben einen Komplex speziell für das Injektionsverfahren entwickelt“, verrät Monika Sprenger, verantwortlich für das Marketing des Unternehmens. „Derzeit investieren wir in die Fertigung, so dass Mitte des Jahres mit der Produktion des neuen Erzeugnisses Coroplex begonnen werden kann.“ Außerdem stellen die Oschatzer eine Brandschutzmatte auf der rohima vor, die zur Verarbeitung mit hochgefüllten Harzen geeignet ist. In verschiedenen Tests zur Erreichung der Brandschutzwerte wurden die Brandklassen S4, SR2 und ST2 erreicht.

Der Ruf der rohima als Innovations- und Technologieplattform wird auch durch die Anwesenheit renommierter Forschungseinrichtungen wie der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH unterstrichen. „Wir wollen vorrangig auf unsere Tätigkeit als Entwicklungs- und Prüfdienstleister hinweisen“, erklärt Dr. Henrik Höninger, Leiter der Abteilung Kunststoffe.
So ist die IMA Dresden als Transferstelle vorrangig für sächsische Unternehmen bei Faserverbundkunststoff-Anwendungen im Schienenfahrzeugbau, im Bauwesen und in der Windenergie tätig.

Als Mitglied im Netzwerk AMZK (Netzwerk Automobilzulieferer Kunststofftechnik Sachsen) ist die Einrichtung anerkannte Prüfstelle für die Qualifizierung von Kunststoffbauteilen in der Automobil- und Automobilzuliefer-Industrie. So verfügt IMA über eine spezielle Druckprüfvorrichtung für Faserverbundkunststoff-Bauteile. Zudem werden Betriebsfestigkeitsprüfungen und Prüfungen an Kraftfahrzeug-Komponenten durchgeführt.

„Die Kunststoffverbunde sind prädestinierte Konstruktions- und Leichtbau-Werkstoffe, beispielsweise für die Luftfahrt. Trotz intensiver Forschung spielen sie im industriellen Einsatz allerdings noch nicht die Rolle, die vor Jahren für diese Materialien vorausgesagt wurde. Eine Messe wie die rohima eignet sich deshalb gut dazu, das Potenzial der Faserverbundkunststoffe hervorzuheben“, so Höninger.

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