Neuer Besucherrekord beim 4. Technologietag Hybrider Leichtbau

Veranstaltung auf der Stuttgarter Messe ganz im Zeichen von Wissenstransfer, Geschäftsanbahnung und Wachstumsfinanzierung

Stuttgart, (PresseBox) - Der Technologietag Hybrider Leichtbau hat seinem Ruf als teilnehmerstärkste Veranstaltung zum Hybriden Leichtbau wieder alle Ehre gemacht. Rund 300 Teilnehmer kamen am 30. und 31. Mai 2017 auf die Stuttgarter Messe – ein neuer Besucherrekord. Die Konferenz mit begleitender Fachausstellung widmete sich am ersten Veranstaltungstag in Keynotes und Techniksessions den Schwerpunkten Fertigungstechnologien sowie Produktion. Am neuen zweiten Veranstaltungstag stand erfolgreich die Geschäftsanbahnung im Fokus - insbesondere für KMU.

Der Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH, Dr. Wolfgang Seeliger, sagte zur Eröffnung der Konferenz: "Leichtbau wird künftig zusammen mit der Digitalisierung sowie Additiver Fertigung und vernetzten Produktionsverbünden zum 'Knotenpunkt für Megatrends' der Industrieentwicklung." Leichtbau an sich helfe dabei, Produkte für die Kunden zu optimieren, während eine digitalisierte Entwicklungskette dazu beitrage, in der Produktentwicklung das Beste herauszuholen. Im Zusammenspiel von additiver Fertigung und vernetzten Produktionsverbünden lasse sich wiederum die Produktfertigung optimieren, wobei der Leichtbau hier seine Anknüpfung an Industrie 4.0 finde. Seeliger: "All dies bietet ein enormes Marktpotenzial bei gleichzeitiger Ressourceneffizienz – was wir im Programm des 4. Technologietags Hybrider Leichtbau abbilden - auch mit Blick auf internationale Märkte."

Der wachsenden Bedeutung internationaler Märkte trug der Technologietag Hybrider Leichtbau dadurch Rechnung, dass Englisch erstmals neben Deutsch Konferenzsprache war. Internationale Teilnehmer kamen aus Europa und Übersee, darunter USA und Japan. Als Partnerregion trat die chinesische Provinz Liaoning mit ihrem Chinesisch-Deutschen Industriepark für Maschinen- und Anlagenbau in Shenyang auf.

Das Expertengespräch auf der Konferenz thematisierte entsprechend die Zukunft der Produktion im globalen Kontext. Dr. Lihe Chen vom Deutsch-Chinesischen Leichtbauzentrum im chinesischen Shenyang, hob hervor: "Die Verschiebung der Produktion folgt der Kundennachfrage, folglich sollten die Lieferanten internationalisieren und ihren Kunden folgen. Die Entwicklung könnte dabei in Deutschland erfolgen, die Produktion in China." Dort werde noch viel auf Werkstoff-Leichtbau gesetzt, der Konzeptleichtbau stehe noch am Anfang, was für deutsche Firmen viel Potenzial biete, unterstrich der deutsch-chinesische Unternehmer.

Werner Balandat, Leiter Produktionsmanagement bei der ZF Friedrichshafen AG sagte: "Die horizontale Integration wird immer wichtiger, also das Bilden nicht nur von Produktionsverbünden über Unternehmensgrenzen hinweg. Die Unternehmen müssen dazu agiler und flexibler werden, auf einfachen Verabredungen basierende Partnerschaften erlangen dabei große Bedeutung." Die hiesigen Firmen werden nach Einschätzung des Managers künftig mehr von der Wertgestaltung - also Produkt- und Prozessentwicklung - als von der Wertschöpfung leben.

Philipp Ruez, Global Business Development Manager der ElringKlinger AG, betonte, "das Filtern von neuen Möglichkeiten wird immer wichtiger". Es mache keinen Sinn, jedem Mega-Trend hinterherzulaufen. Vielmehr müsse man schauen, "was sind die Trends und was ist für mich relevant". Entsprechend müssen sich Unternehmen spezialisieren und fokussieren um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Bei der ElringKlinger AG stehen daher die Themen Leichtbau und elektrische Antriebssysteme im Fokus.

Dr. Cyrus Bark, Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens C&C Bark Metall-Druckguss und Formenbau GmbH, resümierte in dem Expertengespräch, "permanente Innovation ist und bleibt der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg europäischer Firmen im globalen Kontext". Der Familienunternehmer riet KMU, sich nicht einzuigeln, sondern offen zu sein und sich zu differenzieren. "Man braucht eine Spezialität, bei der man nicht austauschbar ist."

Beispiele für Innovation im Leichtbau präsentierten Unternehmer und Forscher auf und begleitend zur Konferenz. Steffen Hachtel, Hachtel Werkzeugbau GmbH & Co.KG, etwa stellte die Möglichkeiten der optimierten Herstellung von additiv gefertigten Bauteilen mithilfe der industriellen Computertomographie vor. Matthias Graf, Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau, zeigte den Teilnehmern die Potenziale und anwendungstechnischen Grenzen des Nassprozesses in der Serienproduktion im Vergleich zum RTM-Verfahren. Bei der Ausstellung waren Entwicklungen von Startups bis hin zu großen Familienunternehmen zu sehen wie deValu GmbH, Gaugler & Lutz oHG oder Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH.

Eine erfolgreiche Premiere feierte die Leichtbau BW zusammen mit ihren Partnern mit dem zweiten Veranstaltungstag, der mehr als über 130 Besucher anzog. Bei dem Exportforum mit B2B-Machting erhielten kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, in "Speed-Datings" unter vier Augen mit Käufern, Verkäufern und /technischen Entwicklern zu sprechen. Angekündigt hatten sich Unternehmen wie Daimler AG, ANDREAS STIHL AG & Co. KG und Prea Ltd aus Großbritannien. Als Partner dieses Veranstaltungsteils fungierten das enterprise europe network und Handwerk International Baden-Württemberg.

Technologieorientierte und innovative Unternehmen, die sich in der Gründungs- oder Wachstumsphase befinden, bekamen parallel beim Innovations- und Investmentforum eine Viertelstunde Zeit, potenzielle Investoren von ihrer Idee zu überzeugen. In den Pitches präsentierten sich CIKONI composites innovation TTI GmbH, pohltec metalfoam GmbH, Smart Composites, TruPhysics GmbH und Renumics GmbH. Zusätzlich gab es aus erster Hand Informationen über Firmengründungen sowie zur Finanzierung von Weiterentwicklung und Wachstumsfinanzierung. Dieser Part des Technologietags Hybrider Leichtbau war Teil der CyberOne Roadshow.

Organisiert wurde der 4. Technologietag Hybrider Leichtbau im ICS International Congress Center Stuttgart von der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg zusammen mit der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW), dem Carbon Composites Baden-Württemberg (CCBW) und dem Leichtbauzentrum Baden-Württemberg (LBZ). Weitere Partner sind 2017 automotive-bw, Bayern Innovativ, LVI − Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie und der VDMA Baden-Württemberg. Der nächste Technologietag Hybrider Leichtbau findet am 25. und 26. Juni 2018 in Stuttgart statt.

Leichtbau BW GmbH

Die Leichtbau BW ist ein 100-prozentiges Landesunternehmen, das ein Netzwerk von rund 1500 Unternehmen und mehr als 200 Forschungseinrichtungen repräsentiert, das alle Bedarfe im Leichtbau-Bereich abdeckt. Die Leichtbau BW GmbH agiert dabei als eine Networking-Plattform für private Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um weitere Innovationen im Leichtbau voranzubringen. Leichtbau BW fördert und vermarktet Innovationen im Leichtbau und initiiert angemessene Aus- und Weiterbildungsprogramme.

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