Tarifpartner LBS und ver.di einigen sich nach harten Verhandlungen

(PresseBox) ( München, )
Der LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. und die Gewerkschaft ver.di haben sich am 19. November auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die Vereinbarungen gelten für alle tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen des LBS, der mehr als 400 Firmen der Speditions-, Transport- und Logistikbranche in Bayern vertritt.

„Mit Blick auf die angespannte wirtschaftliche Situation im Land und auf die Unwägbarkeiten, die sich aus dem bisherigen und künftigen Verlauf der Corona-Krise ergeben, ist uns in dieser Verhandlungsrunde ein guter Abschluss gelungen“, so LBS-Präsident Heinrich Doll. „In sehr harten Verhandlungen mit ver.di konnte am Ende ein Verhandlungsergebnis erreicht werden, das, wie jeder gute Kompromiss, beiden Seiten Zugeständnisse abverlangt und Schmerzgrenzen berührt.“ Die gewonnene Planungssicherheit für Unternehmen und Mitarbeiter rechtfertige aber aus Sicht des LBS die eingegangenen Kompromisse.

Der Tarifabschluss umfasst folgende Vereinbarungen:

1. Für alle Arbeitnehmer/innen, ausgenommen Auszubildende, werden die Tariflöhne und Gehälter mit Wirkung zum 01. April 2021 um 1,4 % erhöht.
2. Eine weitere Erhöhung von 2,0 % erfolgt für die unter 1. genannten Arbeitnehmer/innen zum 01. März 2022.
3. Die Zeiten vom 01. Dezember 2020 – 31. März 2021 gelten als Leermonate, d.h. die vereinbarte prozentuale Erhöhung erstreckt sich nicht auf diesen Zeitraum.
4. Die Auszubildendenvergütungen erhöhen sich um 36,00 Euro ab dem 01. April 2021 und um weitere 37,00 Euro ab dem 01. März 2022.
5. Die Laufzeit des Lohn- und Gehaltstarifvertrages beginnt am 01. Dezember 2020 und endet am 30. November 2022.
6. Die bereits vor dem 1.10.2020 in einem Unternehmen beschäftigten gewerblichen Arbeitnehmer/-innen und Angestellten, sowie die Auszubildenden, erhalten im Dezember 2020 eine „Corona-Prämie“ in Höhe von 225 Euro (anteilig für Teilzeitkräfte), die sozialversicherungs- und steuerfrei ist.

„Wir können unter diesen Vorzeichen die Leistungen unserer Mitarbeiter so weit würdigen, wie es die angespannte wirtschaftliche und operative Lage zulässt“, erklärt Doll. „Aus unternehmerischer Sicht ist es für uns wichtig, damit qualifizierten und engagierten Mitarbeitern unsere Anerkennung zu zeigen. Gleichwohl müssen wir weiterhin finanziellen Spielraum sichern, um schnell und flexibel auf die weitere Entwicklung der Wirtschaftskrise reagieren zu können.“ Unter diesem Aspekt sei verständlich, dass mancher Wunsch, der seitens ver.di in die Verhandlungen eingebracht wurde, nicht erfüllt werden konnte.
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