LBS fordert schnelle Umsetzung des angekündigten Mobilitätsfonds durch die Bundesregierung

(PresseBox) ( München, )
Der Dieselgipfel des Kanzleramtes unter Beteiligung von Kommunen und Ländern hat ein Milliarden-Programm für die Luftreinhaltung in deutschen Städten zum Ergebnis. Ziel des Fonds soll die Verminderung der Stickstoffdioxidwerte sein, die in vielen Städten regelmäßig überschritten werden. „Der LBS begrüßt das Programm der Bundesregierung, denn der Landesverband Bayerischer Spediteure setzt sich auch für eine verbesserte Luftqualität ein. Diese darf aber nicht auf Kosten der Versorgungssicherheit der Innenstädte gehen. Pauschale Fahrverbote können hier keine Lösung sein. Wichtig ist es den Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche daher, dass die geplanten Gelder schnell und unbürokratisch für die Nachrüstung von Fahrzeugen zur Verfügung stehen, denn beispielsweise in München stehen Fahrverbote unmittelbar im Raum und die Mittel aus der ersten Aufstockung des Fonds im September sind noch nicht abgeflossen“, erklärt Sabine Lehmann, Geschäftsführerin des LBS - Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS).

Das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ zielt auf die Förderung des urbanen Wirtschaftsverkehrs, die vor allem leichte Nutzfahrzeuge betreffen soll, auf die Nachrüstung von Dieselbussen im ÖPNV, auf die Elektrifizierung von Busflotten im ÖPNV und auf die Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ab. „Hier setzen wir uns im Namen der LBS-Mitglieder vor allem für eine großzügige Unterstützung der Fahrzeugklassen ein, die in den Verteilerverkehren für die Innenstadt benötigt werden. Dabei sehen wir im Fokus nicht nur leichte Nutzfahrzeuge, sondern auch schwerere Lkw, die die Versorgung sicherstellen. An dieser Stelle appellieren wir an die Nutzfahrzeugindustrie, die Innovationszyklen zu verkürzen, um unserer Branche marktreife Produkte zu präsentieren, die wirtschaftlich sind. Zugleich benötigen unsere Unternehmen eine flächendeckende Infrastruktur zur Betankung. Die Nachrüstung der ÖPNV-Flotten sehen wir positiv, denn damit wird der Kreis der zum Grenzwert Beitragenden verbreitert“, so Lehmann.

Die Speditions- und Logistikbranche hat in den letzten Jahren sehr nachhaltig ihre Fahrzeugflotten modernisiert. Etwa 87 Prozent der Lkw der LBS-Mitglieder halten die Euronormen 5 und 6 ein. Sie sind damit fast ausschließlich mit den modernsten und schadstoffärmsten Fahrzeugen unterwegs, die der Markt bietet. Im Vergleich zur Euro 0-Klasse aus dem Jahr 1990 sind die vom Gesetzgeber geforderten Stickstoffoxid-Emissionen bei schweren Lkw der Euro 5-Klasse, die 2013 eingeführt wurde, bereits um 86 Prozent zurückgegangen. Bei der Euro 6-Klasse beträgt dieser Wert 97 Prozent. „Mit unter Zeitdruck eingeführten Fahr-verboten wird das unternehmerische Handeln unserer Branche, die Investitionen in die Technik und in die Einhaltung von Umweltnormen nicht honoriert, daher befürworten wir den eingeschlagenen Weg der Bundesregierung“, bezieht Lehmann Stellung.
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