Digitaltechnik am Münchner Gärtnerplatz

Zwei vernetzte mc²66 ersetzen analoges Mischpult im Staatstheater

(PresseBox) ( Rastatt, )
Einer der schönsten Plätze in der bayerischen Landeshauptstadt und zentraler Anlaufpunkt für ein ganzes Stadtviertel: der Gärtnerplatz in München. Hier befindet sich mit dem 1865 gegründeten "Staatstheater am Gärtnerplatz" ein wahres Schauspieljuwel. In warmes Rot gefasst, bieten die hohen Ränge und das Parkett in diesem Traditions-Schauspielhaus heute Platz für etwa 900 Zuschauer, die in einem wunderschönen Ambiente in erster Linie Operetten, Musicals und Tanztheater genießen können. Mit 400 m² Bühnenfläche sind dort auch größere Produktionen realisierbar.

Seit den 90er-Jahren ist das Staatstheater am Gärtnerplatz mit einem computergestützten Audiosystem ausgestattet. Ein Austausch der Tonregie war über mehrere Jahre in Planung und wurde schließlich im März 2007 ausgeschrieben. "Das Vorgängerpult war ein analoges Mischpult, das technisch veraltet war", beschreibt Dirk Buttgereit, Leiter der Tonabteilung des Theaters, die Situation vor der Erneuerung der Technik. Liegt der Schwerpunkt eines Hauses auf Musiktheater und Musicals, wie im Falle des Gärtnerplatztheaters, sind "die Ansprüche an die Tonqualität hoch. Jetzt war ein modernes Pult nötig".

Auftragsvergabe an Lawo

Bei einem Besuch der Pro Light und Sound in Frankfurt kommen die Münchner am Lawo Messestand zu der Überzeugung, "dass das mc²66-Mischpult eine klare und übersichtliche Oberfläche bietet und eine gute Bedienung gewährleistet." Der gute Ruf von Lawo im Broadcastbereich führte zu der Überlegung, dass die Ansprüche an Qualität und Zuverlässigkeit bei Lawo-Pulten sicher erfüllt werden. Zudem erkannte man die Langlebigkeit der Pulte, was besonders wichtig ist für ein Theater, das sich nur in langen Zeitabständen eine Renovierung und einen Austausch der Technik leisten kann. "Das vorhergehende Pult war 15 Jahre im Einsatz", erläutert Buttgereit weiter. Auch vom Preis her musste man den Vergleich mit den direkten Wettbewerbern nicht scheuen, und so ging nach einer weiteren individuellen Produktpräsentation und Beratungen mit dem Consulting Partner Müller BBM der Auftrag im Juni 2007 an Lawo.

Zwei vernetzte mc²66 im Einsatz

Im September 2007 wurden zwei mc²66 geliefert und vom "Staatstheater am Gärtnerplatz" vor Ort abgenommen. Mit jeweils 192 DSP-Kanälen, zwei 3k-Routerkarten und 2 DSP-Karten für die Raumentzerrung (mit ca. 400 parametrischen Filter für die Lautsprecherwege) lassen sich auch umfangreichste Produktionen realisieren. "Ein fest installiertes Lawo-Pult steht nun im Regieraum, der sich auf Höhe des zweiten Ranges befindet und eine versenkbare Scheibe besitzt. Mit einem mobilen Pult werden im Saal während der Proben die Einstellungen für die späteren Aufführungen erarbeitet", so Buttgereit. Das besondere Schmankerl (wie der Münchner sagen würde): Beide Pulte sind vollständig vernetzt. Die Einstellungen können auf das Pult im Regieraum übertragen werden. Auch paralleles Arbeiten ist möglich. So kann zum Beispiel eine Show im Saal gemischt werden, während das zweite mc²66 für den Mitschnitt im Regieraum zuständig ist. Das mobile, in ein Flightcase verbaute Pult ist dabei äußerst flexibel an verschiedenen Positionen einsetzbar. Ein weiterer Vorteil: Ü-Wagen des Bayerischen Rundfunks, die ebenfalls mit dem mc²66 ausgestattet sind, können die Daten direkt übernehmen.

Ein ganz besonderes Projekt

Am Gärtnerplatz handelt es sich um die erste Installation von vernetzten Lawo-Pulten in einem Theater. Diese Lösung war von den Münchner Kunden als die ideale vorgegeben worden. Nun stehen im Staatstheater zwei identische Mischpulte, die miteinander vernetzt sind.

Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 im Oktober diesen Jahres sind die beiden mc²66 im Einsatz. Im Vorfeld war nicht allzu viel Zeit für die Umsetzung des Projekts verfügbar. "Der Zeitfaktor spielte bei diesem Projekt eine bedeutende Rolle – die Zeit war ausgesprochen knapp: Die Ausschreibung wurde Ende März veröffentlicht, die Projektvergabe an Siemens und von dort an Lawo dauerte allerdings bis Juli", erläutert Buttgereit. Bei einem derart eng gesteckten Zeitrahmen sind Probleme nicht vollkommen auszuschließen. "Lawo hat jedoch immer schnell reagiert, Lösungsvorschläge unterbreitet und diese auch umgesetzt", führt Buttgereit weiter aus und kommt zu einem rundum zufriedenen Fazit: "Für die Kürze der Zeit wurde dieses Projekt mit all seinen Herausforderungen problemlos gelöst!"
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