Nächste EEG-Umlage: Rückgang auf das Niveau von 2012

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Im Vergleich zu diesem Jahr wird sich die EEG-Umlage nach bislang vorliegenden Informationen für 2022 mit 3,72 Cent pro Kilowattstunde in etwa halbieren. Wie vom Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE) stets prognostiziert, wird die Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse immer preiswerter - wovon die Verbraucher profitieren.

Mit ihrem im vergangenen Jahr beschlossenen Konjunkturpaket hatte die Bundesregierung die EEG-Umlage für das kommende Jahr auf 6,0 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt. Nach ersten vorliegenden Medienberichten wird die Bundesnetzagentur diesen Obolus, den alle privaten Verbraucher und die meisten Industrieunternehmen mit ihrer Stromrechnung zu zahlen haben, für 2022 aber auf 3,72 Cent pro Kilowattstunde senken. Für dieses Jahr war die Höhe der EEG-Umlage auf 6,5 ct/kWh festgelegt worden. Zum Vergleich: 2012 lag der Zuschlag bei 3,59 ct/kWh.

„Krass“, nennt Christian Mildenberger, Geschäftsführer beim LEE NRW, diesen Rückgang, „wir sehen uns mit unseren Vorhersagen bestätigt, dass die Erneuerbaren Energien der Billigmacher bei der Stromerzeugung werden.“ Wind- und Solarenergieanlagen können den Strom dank technischer Innovationen längst preiswerter erzeugen als jedes neue fossile Kraftwerk auf Kohle- oder Gasbasis. Außerdem fallen immer mehr Wind- und Solarkraftwerke nach 20-jähriger Förderung aus der EEG-Förderung und entlasten damit das sogenannte EEG-Konto.

Angesichts der seit Monaten steigenden Energiepreise bei Öl, Gas und Strom bedeutet die anstehende Senkung der EEG-Umlage eine Entlastung für viele Verbraucher. „Bei einem Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden kommen gut 100 Euro Ersparnis zusammen“, so Mildenberger. Genauso wichtig ist dem LEE NRW -Geschäftsführer das Signal an Politik und Bevölkerung: „Wir kommen endlich weg vom dem Negativimage, dass die erneuerbaren Energien den Strom immer nur teurer machen.“ Dieses Negativimage hat nach Einschätzung des LEE NRW auch die Energiewende in Misskredit gebracht.

Bei der derzeitigen Entwicklung an den Strommärkten gibt es für den LEE NRW-Geschäftsführer einen dicken Wermutstropfen: „Wenn wir Wind und Solar in den letzten Jahren so hätten ausbauen dürfen, wie wir es gekonnt hätten, wäre der preisbremsende Effekt der Erneuerbaren noch viel größer.“ So habe es die Politik mit zu verantworten, dass die Strompreise für Verbraucher und Unternehmen ständig gestiegen seien.

Hinzu kommt: „Die alten, längst abgeschriebenen Kohlekraftwerke, die mit ihren Treibhausgasemissionen besser heute als morgen abgeschaltet werden müssten, verdienen angesichts der aktuell hohen Börsennotierungen am Ende ihrer Laufzeiten noch richtig viel Geld.“ Daher haben die Kraftwerksbetreiber trotz gestiegener Preise für die CO2-Zertifikate aktuell keinen Anlass, ihre Kraftwerke vorzeitig vom Netz zu nehmen.
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