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Pressemitteilung BoxID: 592124 (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM))
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Die Medienscouts NRW machen sich bereit für die zweite Phase

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr sind die Kapazitäten verdoppelt

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Wo sich Lehrer vor ein paar Jahren lediglich über versteckte Schulbücher auf der Toilette und sorgfältig in Bonsaischrift beschriebene Spickzettel sorgen mussten, lauert die "Spickgefahr" mittlerweile in fast jeder Schülertasche. Mit Smartphones kann schnell und einfach auf Informationen aus dem Internet zugegriffen werden, die den Weg zur richtigen Lösung erleichtern. Computer, Internet und Smartphones sind mittlerweile auch in der Schule allgegenwärtig. Neben den angenehmen Effekten und Möglichkeiten für die Schüler, lauern allerdings auch Gefahren im Internet wie Cybermobbing oder ungewollte Urheberrechtsverletzungen. Um die Kinder und Jugendlichen mit diesen Gefahren nicht alleine zu lassen, gibt es das Projekt "Medienscouts NRW" von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM).

Das Projekt läuft seit der ersten Pilotphase 2011 so erfolgreich, dass erneut die Kapazitäten erweitert wurden. Anstatt bisher höchstens zehn, können nun bis zu zwanzig Kommunen mit jeweils maximal zehn Schulen an dem Projekt teilnehmen. Mit über dreißig Bewerbungen von Kreisen und kreisfreien Städten in NRW wurden die Kapazitäten bereits ausgeschöpft. "Der erneut so hohe Zulauf an Bewerbungen hat uns gefreut und zugleich bestätigt, dass wir mit unserem Angebot die Bedarfe von Schulen und Schulträgern treffen", so LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier. "Vor diesem Hintergrund werden wir zeitnah die Ausschreibung einer weiteren Bewerbungsphase prüfen."

In diesem Jahr nehmen folgende Kreise und kreisfreie Städte in NRW an dem Projekt Medienscouts teil: Bochum, Borken, Bottrop, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hochsauerlandkreis, Höxter, Köln, Minden-Lübbecke, Mülheim, Münster, Paderborn, Rhein-Erft-Kreis, Unna, Warendorf, Wesel und Wuppertal.

Schüler helfen Schüler: Die Medienscouts NRW setzen auf den Ansatz der "Peer-Education"

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Ansatz der "Peer-Education" besonders hilfreich bei der Vermittlung von Medienkompetenz ist. Das LfM-Projekt "Medienscouts NRW" verfolgt genau diesen Ansatz, der sich in der Vergangenheit bereits bewährte. Schüler werden von erfahrenen Medienexperten zu Medienscouts ausgebildet und stehen ihren Mitschülern mit einer Kombination aus Fachwissen und Soft Skills in Medienfragen kompetent zur Seite.

Das ähnliche Mediennutzungsverhalten hilft den Medienscouts, sich in die Lage ihrer Mitschüler versetzen zu können. Die Medienscouts werden dabei nicht alleine gelassen. In kniffligen Situationen können sie sich jederzeit an ihre speziell weitergebildeten Beratungslehrerinnen und -lehrer wenden. Diesen steht zudem ein Experten-Team für Fachfragen zur Verfügung.

Ob "Social Communities" oder "Handy": die Medienscouts und ihre Beratungslehrerinnen und -lehrer werden rundum ausgebildet. Das Projekt richtet sich an Schulen der Sekundarstufe I. Die Ausbildung setzt sich aus mehreren Modulen zusammen, die in Workshops durch die von der LfM qualifizierten Referentinnen und Referenten an die auszubildenden Medienscouts und die Beratungslehrkräfte vermittelt werden. Themen der Workshops sind zum Beispiel "Social Communities" und "Handy", aber auch Kommunikations- und Beratungstraining.

Mit der organisatorischen Durchführung hat die LfM das Grimme-Institut in Marl beauftragt. In Marl ist auch das Projektbüro für die "Medienscouts NRW" eingerichtet.

Materialien

Das in der Pilotphase entwickelte und erprobte Qualifizierungskonzept ist zudem in einer Praxishandreichung aufbereitet worden.

Neben der Handreichung stehen auf der Projektwebseite www.medienscouts-nrw.de über 70 zusätzliche Arbeitsmaterialien als Download bereit, die die Handreichung sinnvoll ergänzen. Auch Informationen zum Expertenteam sowie Checklisten zum Projekt sind hier zu finden. Ebenfalls erschienen ist die Evaluation zum Projekt "Medienscouts NRW".