Erste deutsche Geophysikprofessorin hat in Hannover ihren Dienst aufgenommen

(PresseBox) ( Hannover, )
Frau Professor Dr. Charlotte M. Krawczyk hat in dieser Woche die Leitung der Sektion „Seismik und Potenzialverfahren“ am hannoverschen Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA-Institut) übernommen. In einer gemeinsamen Berufung von GGA-Institut und Technischer Universität (TU) Berlin setzte sie sich gegen die starke männliche Konkurrenz durch und wurde am 1.6.2007 zur Universitätsprofessorin ernannt. Damit ist sie die erste deutsche Frau, die eine Professur im Fachgebiet der Geophysik bekleidet.

Für ihre Forschungsarbeiten über die seismische Abbildung des Untergrundes und der quantitativen Interpretation von Gesteinseigenschaften und -verformung bietet das GGA-Institut als überregional tätige Forschungseinrichtung für angewandte Geowissenschaften eine ideale Plattform. Professor Krawczyk leitet in Hannover eine 28-köpfige Arbeitsgruppe und wird zusätzlich zwei Semesterwochenstunden Geophysik an der TU Berlin lehren.

Professor Krawczyk hat in Kiel Geophysik studiert und 1995 über die Entstehung des Atlantischen Ozeans vor dem galizischen Kontinentrand promoviert. Sie hat dabei neue seismische Berechnungsverfahren entwickelt und konnte die daraus abgeleitete Erdkrustenstruktur mit einer Bohrung überprüfen. In den folgenden Jahren hat sie ihre Forschungsergebnisse über das Deutsche Kontinentale Reflexionsseismische Programm (DEKORP), die Tiefenstruktur der Anden und die Struktur von Lagerstätten im Norddeutschen Becken in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften und Kongressen publiziert. Zuletzt war Frau Krawczyk als leitende Wissenschaftlerin am GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam tätig und hat etliche Nachwuchwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen betreut.

Die Seismik erforscht die Beschaffenheit des Erdinneren mit Hilfe von Wellen und bildet sie grafisch ab. Dabei werden künstliche Druckwellen (Schall) an die Erdkruste abgegeben und die reflektierten "Echos" aus der Tiefe registriert. Die Laufzeit der registrierten Wellen ist abhängig von den durchlaufenen Gesteinsschichten. So können Strukturen der Erdkruste abgebildet und geologisch interpretiert werden.

Potenzialverfahren messen das Magnet- und Schwerefeld der Erde.

Mehr über das GGA-Institut: www.gga-hannover.de
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