Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland sinkt

(PresseBox) ( Hannover, )
Die Erdöl- und die Erdgasförderung in Deutschland hat 2012 abgenommen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Jahresberichts "Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2012", den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt veröffentlicht hat (Anlage).

So sank beim Erdgas (Rohgas) die Fördermenge um 9,1 Prozent von 12,9 Milliarden Kubikmeter (2011) auf 11,7 Milliarden Kubikmeter (2012). Ursache für den Rückgang ist der natürliche Förderabfall der Lagerstätten. Damit werden nur noch 11 Prozent des Bedarfs mit heimischem Erdgas abgedeckt - 2011 waren es noch 13,7 Prozent. Gründe sind höhere Gasverbrauchswerte und eine gleichzeitig niedrigere inländische Erdgasförderung. Das förderstärkste Bundesland war im vergangenen Jahr Niedersachsen mit einem Anteil von 94,5 Prozent. Insgesamt befanden sich 2012 in Deutschland 81 Erdgasfelder in Produktion.

Beim Erdöl nahm die Produktion nach dem Anstieg im Jahr 2011 um 2,1 Prozent und damit 56 000 Tonnen auf etwa 2,6 Millionen Tonnen (2012) ab. Dies ist vor allem auf die geringeren Fördermengen in einigen der produktionsstärksten Erdölfelder zurückzuführen. Deutsches Erdöl trägt mit circa 2,8 Prozent zur heimischen Versorgung bei. Etwa 89 Prozent dieses Erdöls stammen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Insgesamt befanden sich 49 Erdölfelder in Produktion.

Zugenommen hat - wie schon in den vergangenen Jahren - die Gesamtfläche der Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Erdöl und Erdgas. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Fläche um fast 4 000 Quadratkilometer auf 113 000 Quadratkilometer angewachsen. Neue Erlaubnisfelder wurden von den zuständigen Genehmigungsbehörden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz vergeben. Die Anzahl der aktiven Explorationsbohrungen hingegen ist nochmals gesunken, und zwar von zehn in 2011 auf neun in 2012.

Eine Erhöhung ist beim nutzbaren Arbeitsgasvolumen der Untertage-Erdgasspeicher in Deutschland zu verzeichnen. Es ist um 2,3 Milliarden Kubikmeter auf 22,7 Milliarden Kubikmeter angestiegen. Nach gegenwärtigen Planungen soll das Arbeitsgasvolumen um weitere 8,2 Milliarden Kubikmeter - vorwiegend in Kavernenspeichern - ausgebaut werden.
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