Kyocera, Gaia Power, Kyudenko und Tokyo Century starten Bau eines 92-MW-Solarkraftwerks in Japan

Auf rund zwei Quadratkilometern Fläche wird ab 2020 Strom für rund 33.500 Haushalte erzeugt

Kyoto / Neuss, (PresseBox) - Die Fotovoltaik-Betriebsgesellschaft Kanoya Osaki Solar Hills LLC beginnt mit dem Bau eines 92-Megawatt-Solarkraftwerks. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der Kyocera Corporation, K.K. GAIA POWER, Kyudenko Corporation und Tokyo Century Corporation. Der Solarpark erstreckt sich auf einem zwei Millionen Quadratmeter großen Areal zwischen Kanoya City und Osaki Town in der japanischen Präfektur Kagoshima. Damit wird er einer der größten in der gesamten Region Kyushu sein[1] und in etwa die gleiche Größe wie Monaco besitzen. Der offizielle Spatenstich erfolgte am 27. April 2017.

Im Januar 2014 begann die Projektplanung, als die Gemeinden der Region Möglichkeiten suchten, ihren Standort effektiver zu nutzen. Zuvor war hier vor über 30 Jahren ein Golfplatz geplant worden, dessen Realisierung aber auf Eis gelegt wurde. Auf dem Gelände werden laut Planung nun 340.740 Kyocera-Solarmodule installiert, die jährlich rund 99.230 MWh Strom erzeugen sollen. Damit können etwa 33.500[sup][2][/sup] durchschnittliche Haushalte versorgt werden, was einer Einsparung an CO2-Emissionen in Höhe von 52.940 Tonnen[3] pro Jahr entspricht.

Gemäß der Vereinbarung betreibt Kanoya Osaki Solar Hills LLC das Fotovoltaik-Kraftwerk, während ein Gemeinschaftsunternehmen von Kyudenko und GAIA POWER die Planung, den Bau sowie die Instandhaltung übernehmen wird. Kyocera liefert die Hochleistungs-Solarmodule und Century Tokyo Leasing sorgt für die Finanzierung. Die geplante Investitionssumme liegt bei rund 35 Milliarden Yen (rund 315 Millionen US-Dollar[4]). Das Solarkraftwerk soll im Januar 2020 in Betrieb genommen werden.

Die Gemeinden Kanoya und Osaki erhoffen sich mehr Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen. Um die in Japan benötigte Genehmigung für eine langfristige Entwicklung des Waldbestandes zu erhalten, wurde eine einjährige Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Außerdem wird das Kraftwerk in einem umweltfreundlichen Design entstehen, um so wenig in die Natur einzugreifen wie möglich. Die Unternehmen arbeiten mit der Präfektur Kagoshima sowie den Städten Kanoya und Osaki zusammen, um eine umweltschonende Bauausführung zu gewährleisten. Sie werden sich für die Förderung erneuerbarer Energien, den Umweltschutz und die Schaffung einer nachhaltigen Gesellschaft engagieren.

[1] Stand 1. April 2017. Grundlage sind alle Solarkraftwerke in Betrieb (Eigenrecherche der vier Unternehmen)

2 Berechnung auf Grundlage des durchschnittlichen Jahresverbrauchs von 3.254,40 kWh pro Haushalt. Quelle: Japan Atomic Energy Relations Organization (Graphical Flip-chart of Nuclear & Energy Related Topics 2016)

3 Berechnung auf Grundlage von Standards der Japan Photovoltaic Energy Association (JPEA)

4 Bei einem Wechselkurs von 100 JPY = 1 US-Dollar vom 23. April 2017

Für weitere Informationen zu Kyocera: www.kyocera.de

KYOCERA FINECERAMICS GMBH

Die Kyocera Corporation mit Hauptsitz in Kyoto ist einer der weltweit führenden Anbieter feinkeramischer Komponenten für die Technologieindustrie. Strategisch wichtige Geschäftsfelder der aus 231 Tochtergesellschaften (31. März 2017) bestehenden Kyocera-Gruppe bilden Informations- und Kommunikationstechnologie, Produkte zur Steigerung der Lebensqualität sowie umweltverträgliche Produkte. Der Technologiekonzern ist weltweit einer der ältesten Produzenten von Solarenergie-Systemen, mit mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung. 2016 belegte Kyocera Platz 531 in der "Global 2000"-Liste des Forbes Magazins, die die größten börsennotierten Unternehmen weltweit beinhaltet.

Mit etwa 70.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,86 Milliarden Euro. In Europa vertreibt das Unternehmen u. a. Drucker und digitale Kopiersysteme, mikroelektronische Bauteile und Feinkeramik-Produkte. Kyocera ist in Deutschland mit zwei eigenständigen Gesellschaften vertreten: der Kyocera Fineceramics GmbH in Neuss und Esslingen sowie der Kyocera Document Solutions in Meerbusch.

Das Unternehmen engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet zurzeit ca. 360.000 Euro*).



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