KWL tritt Umweltallianz Sachsen bei

Feierlicher Festakt im Leipziger KUBUS/Ministerpräsident Stanislaw Tillich nimmt KWL als neues Mitglied auf

(PresseBox) ( Leipzig, )
Im Rahmen einer Festveranstaltung im Leipziger KUBUS ist die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH der Umweltallianz Sachsen beigetreten. Als einziges Leipziger Unternehmen wurde die KWL durch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich am heutigen Donnerstag aufgenommen. "Wir bekennen uns damit explizit zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung im Bereich Umwelt und erhoffen uns durch die Arbeit in der Umweltallianz Sachsen einen verstärkten Austausch zu ökologischen Konzepten und Innovationen mit anderen Unternehmen sowie der sächsischen Staatsregierung", konstatiert Dr. Andreas Schirmer, technischer Geschäftsführer der KWL. Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie sei ein grundsätzliches Merkmal der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Die KWL unterstreiche dies mit naturverträglicher Wassergewinnung ebenso wie mit einer qualitativ hochwertigen Abwasserentsorgung.

Wassergut Canitz GmbH: Ökologischer Landbau seit 1994
"Dass ökologisch innovative Projekte und Lösungen nicht teuer sein müssen und sogar noch finanzielle Vorteile generieren, zeigt unser Tochterunternehmen, die Wassergut Canitz GmbH. Der ökologische Landbau dort ist nicht nur aktive Vorsorge, sondern auch günstiger als konventioneller Umgang mit der Trinkwasserressource", sagt Klaus Heininger, kaufmännischer KWL-Geschäftsführer. Wichtigstes Ziel der 1994 gegründeten Wassergut Canitz GmbH ist der Schutz der Trinkwasserressourcen im Einzugsgebiet der KWL. Auf ökologische Weise bewirtschaftet das hundertprozentige KWL-Tochterunternehmen in den Einzugsgebieten der Wasserwerke Canitz, Thallwitz sowie Naunhof 2 wichtige Bereiche nahe der Brunnenfassungen. Dort stellt das Unternehmen Öko-Produkte her und verzichtet dabei auf chemisch-synthetische Stoffe. Dadurch hat sich beispielsweise die Grundwassergüte im Bereich der Wasserwerke hinsichtlich der Nitratgehalte im Wasser deutlich stabilisiert.

KWL-Kanalnetzsteuerung: ökologisch wertvoll und effizient
Im Abwasserbereich unterstreicht die KWL ihre nachhaltige Unternehmenspolitik beispielsweise durch das Projekt Kanalnetzsteuerung. Denn: Unter Leipzigs Straßen liegt ein weit verzweigtes Netz von Abwasserkanälen. Es ist zu großen Teilen als Mischkanalisation angelegt. Übersteigt die anfallende Mischwassermenge in Zeiten starker Niederschläge die Kapazitäten des Klärwerks und das Speichervolumen der Kanalisation, wird der Überschuss zum Schutz vor Überflutungen und Rückstau in die Leipziger Flüsse eingeleitet. Mit der Kanalnetzsteuerung ist es der KWL möglich, aktiv in das Abflussgeschehen einzugreifen - und durch die optimale Ausnutzung der Kapazitäten in Klärwerk und Kanalisation möglichst wenig Mischwasser in die Leipziger Flüsse einzuleiten. "Das Projekt ist richtungweisend: Wir senken die Belastung der Leipziger Gewässer aus dem Kanalnetz um rund 50 Prozent und agieren dabei gleichzeitig wirtschaftlich effizient", erläutert Schirmer. Bislang investierte die KWL rund 12 Millionen Euro in die Kanalnetzsteuerung. So errichtete das Unternehmen vier Steuerbauwerke und schaffte die Voraussetzungen im Klärwerk Rosental. Zusätzlich modernisierte die KWL zahlreiche Hauptsammler, also große, dem Klärwerk vorgelagerte Abwasserkanäle, in denen das Mischwasser zwischengespeichert werden kann. Neben den positiven Effekten für die Umwelt zahlen sich die Investitionen auch wirtschaftlich aus: Um den gleichen Effekt mit einem konventionellen Ansatz zu erzielen, hätte die KWL rund 50 Millionen Euro zusätzlich in den Bau von Regenrückhaltebecken investieren müssen.

Hintergrund: Umweltallianz Sachsen
Der Freistaat Sachsen hat 1998 mit der freiwilligen Vereinbarung zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der sächsischen Wirtschaft - vertreten durch die sächsischen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Verbände - einen neuen Weg für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt eingeschlagen. Am 8. Juli 2003 und zuletzt am 6. November 2008 wurde die Umweltallianz für weitere fünf Jahre fortgeschrieben. Mittlerweile unterstützen fast 550 Unternehmen aus Industrie und Handwerk mit mehr als 800 freiwilligen Leistungen für die Umwelt den partnerschaftlichen Weg von Staatsregierung und sächsischer Wirtschaft.
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