Total Balance Untersuchung zu Transparenzberichten: Potenziale werden nicht genutzt

(PresseBox) ( Köln, )
Erstmals mussten deutsche Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in diesem Jahr Transparenzberichte vorlegen. Im Rahmen ihrer Total Balance Studienreihe haben die Kölner Agentur für Wirtschaftskommunikation Kuhn, Kammann & Kuhn und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kleeberg aus München die Transparenzberichte der größten deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften unter die Lupe genommen. Ergebnis:

Das kommunikative Potenzial wird nicht genutzt.

Die Verpflichtung zur Veröffentlichung von Transparenzberichten gibt der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in Gesellschafts-, Aufsichts- und Qualitätsstrukturen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Insgesamt 29 Transparenzberichte, deren veröffentlichende Gesellschaften 94 Prozent der in den Auswahlindices des Prime Standards der Deutschen Börse AG notierten Unternehmen betreuen, wurden untersucht. Formale, qualitative und kommunikative Gesichtspunkte kamen auf den Prüfstand.

Fokus auf Informationsvermittlung Bei ihrem ersten Anlauf sehen die meisten Gesellschaften den durchschnittlich etwa 15 Seiten starken Transparenzbericht als notwendige Pflicht an. Seine Funktion als primär informatives Medium spiegelt sich stark in der Umsetzung wider. Formal inhaltliche Dimensionen - von der Angabe zur Teilnahme an der externen Qualitätskontrolle über Fortbildungsmaßnahmen bis zu Vergütungsgrundlagen - werden in der Regel korrekt, im Umfang sehr unterschiedlich, aber den Vorgaben konform, wiedergegeben. Die Art der Präsentation und Aufbereitung der Daten ist dagegen sehr nüchtern und nicht leserfreundlich. Tabellen und Texte dominieren - Bilder, Infografiken und ein "aufgeräumtes" Layout sind Mangelware.

Ein Unternehmen hat diese Art der reinen Pflichterfüllung auf die Spitze getrieben: Der Transparenzbericht der UHY Deutschland AG hat die Qualität eines gedruckten Word-Dokuments, das in Gestaltung und Lesbarkeit nicht viel schlechter umgesetzt werden kann. Dass es aber auch anders geht, zeigt dagegen die KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft. Ihr Transparenzbericht weist mit einer klaren Gestaltung und dem Einsatz sinnvoller grafischer Elemente alle Aspekte auf, wichtige Informationen in eine adäquate leserfreundliche Form zu bringen.

Die kommunikativen Potenziale, über formale und inhaltliche Aspekte den Transparenzbericht als Image bildendes Medium zu nutzen, bleiben im ersten Jahr ihres Erscheinens weitgehend ungenutzt. Fehlende Imageseiten zum Selbstverständnis des Unternehmens und nur selten vorhandene persönliche Kontaktdaten lassen darüber hinaus den Schluss zu, dass es den Unternehmen eher um die Erfüllung einer Pflicht als um den aufrichtigen Willen geht, in der Öffentlichkeit Transparenz zu vermitteln.

Die ausführliche Untersuchung steht unter www.totalbalance.de zum Download bereit.

Zu der Studienreihe Total Balance Mit der Reihe Total Balance untersuchen die Kooperationspartner Kuhn, Kammann & Kuhn AG und die Dr. Kleeberg & Partner GmbH das Reporting von ausgewählten Unternehmen einer Branche aus einer ganzheitlichen Perspektive. Ganzheitlich heißt, dass sowohl die faktischen und bilanziellen als auch die kommunikativen und inhaltlichen Aspekte der Berichterstattung betrachtet werden.
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