Robustes Düngemittelgeschäft

K+S Gruppe bestätigt Ausblick für 2012

(PresseBox) ( Kassel, )
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- Bestes erstes Quartal bei Kali- und Magnesiumprodukten
- Auftausalzgeschäft wie erwartet witterungsbedingt deutlich unter den hohen Vorjahreswerten
- Quartalsumsatz mit 1,44 Mrd. € um 12 % unter Vorjahr
- Operatives Ergebnis EBIT I erreicht im ersten Quartal 281,1 Mio. € (Q1/11: 368,4 Mio. €)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie bei 1,01 € (Q1/11: 1,37 €)
- Ausblick für das Geschäftsjahr 2012 unverändert: Stabiler Umsatz und moderater Rückgang beim operativen Ergebnis erwartet

Während das Düngemittelgeschäft gut ins Jahr 2012 gestartet ist, hat das witterungsbedingt außergewöhnlich schwache Auftausalzgeschäft wie erwartet dazu geführt, dass die K+S Gruppe bei Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal 2012 die hohen Vorjahreswerte nicht erreichen konnte.

"Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres hat unser Kalidüngemittelgeschäft ein sehr gutes Ergebnis erzielt", sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft anlässlich der Hauptversammlung des Unternehmens in Kassel. "Wir waren dadurch in der Lage, den ausschließlich witterungsbedingt starken Rückgang bei Auftausalzen deutlich abzumildern. Da sich die Ende des ersten Quartals begonnene Belebung der Düngemittelnachfrage im Jahresverlauf weiter fortsetzen dürfte, sehen wir weiterhin gute Perspektiven und halten an den Prognosen für das Gesamtjahr 2012 unverändert fest. Auch in diesem Jahr sollten wir eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen", so Steiner weiter.

Steigende Düngemittelnachfrage zum Ende des ersten Quartals

Im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise disponierte der Handel bei Voreinlagerungen von Düngemitteln Ende des Jahres 2011 und Anfang des laufenden Jahres vorsichtiger. Außerdem führten Auswinterungsschäden infolge einer sehr trockenen und kalten Witterung zu einer zeitlichen Verschiebung der europäischen Frühjahrssaison. Während des gesamten ersten Quartals bot das Preisniveau für Agrarrohstoffe jedoch unverändert attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und damit einen hohen Anreiz, ihren Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Vor diesem Hintergrund belebte sich gegen Ende des ersten Quartals die Nachfrage nach Kalidüngemitteln, insbesondere nachdem Mitte März auch die Vertragsverhandlungen mit China für das erste Halbjahr 2012 zu unveränderten Konditionen abgeschlossen wurden. Das Weltmarktpreisniveau für Kaliumchlorid lag im ersten Quartal 2012 spürbar über dem des Vorjahresquartals. Im Vergleich zum Durchschnitt des vierten Quartals 2011 kam es regional zu moderaten Preisrückgängen; seit dem Vertragsabschluss in China tendieren die internationalen Kalipreise allerdings wieder fester.

Auch bei Stickstoffdüngemitteln waren die ersten beiden Monate des Jahres in Europa durch eine gewisse Kaufzurückhaltung geprägt, bevor gegen Ende des ersten Quartals eine Belebung der Nachfrage einsetzte. Die Preise für Stickstoffdüngemittel lagen moderat über dem Durchschnitt des Vorjahresquartals, gingen im Vergleich zum Durchschnitt des vierten Quartals 2011 infolge niedrigerer Einstandskosten für Ammoniak allerdings leicht zurück.

Außergewöhnlich schwache Auftausalznachfrage

Aufgrund der sehr milden und zum Teil trockenen Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres war die Nachfrage nach Auftausalz in Westeuropa insbesondere im Vergleich zum überdurchschnittlichen ersten Quartal 2011, aber auch zum langjährigen Mengendurchschnitt, außergewöhnlich schwach. Das Preisniveau lag im ersten Quartal 2012 leicht über dem des Vorjahresquartals und zeigte sich im Vergleich zum Durchschnitt des vierten Quartals 2011 relativ stabil.

Auch an der Ostküste der Vereinigten Staaten war die Auftausalznachfrage aufgrund des außergewöhnlich milden Winters sehr schwach, in den Auftausalzregionen in Kanada war sie unterdurchschnittlich. Auf hohe Lagerbestände reagierten die meisten Produzenten mit Produktionskürzungen. Ein leichter Preisrückgang war vor allem an der US-Ostküste und in anderen Auftausalzregionen der Vereinigten Staaten zu beobachten.

Umsatz im ersten Quartal witterungsbedingt unter Vorjahreswert

Der Umsatz des ersten Quartals lag mit 1.438,1 Mio. € um 188,8 Mio. € bzw. 12 % unter dem Vorjahreswert; dieser Rückgang ist ausschließlich auf witterungsbedingt niedrigere Umsätze im Geschäftsbereich Salz zurückzuführen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte lag leicht über dem Wert des Vorjahres, der Umsatz des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel stieg um rund 10 %. In den ersten drei Monaten entfielen 40 % des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz (32 %) und Stickstoffdüngemitteln (25 %). In Europa erzielte K+S einen Umsatzanteil von rund 50 % gefolgt von Nordamerika (25 %), Südamerika (12 %) und Asien (11 %).

Operative Ergebnisse aufgrund des Salzgeschäfts unter Vorjahr

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des ersten Quartals 2012 ging um 21 % auf 337,0 Mio. € zurück (Q1/11: 424,9 Mio. €).

Das operative Ergebnis EBIT I erreichte 281,1 Mio. € und lag damit um 87,3 Mio. € bzw. 24 % unter dem Vorjahresquartal. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnte sein Ergebnis verbessern und erzielte sein bisher bestes Ergebnis in einem ersten Quartal. Im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel lag das Ergebnis hingegen leicht unter dem Spitzenwert des Vorjahres. Bedingt durch das schwache Auftausalzgeschäft ging das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz gegenüber dem außergewöhnlich guten Vorjahresquartal sehr stark zurück.

Bereinigte Ergebnisse vor und nach Steuern entsprechend niedriger

Das bereinigte Ergebnis vor Ertragssteuern erreichte im ersten Quartal 266,1 Mio. € und lag der operativen Ergebnisentwicklung folgend um 87,1 Mio. € bzw. 25 % unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte Konzernergebnis ging im ersten Quartal um 68,2 Mio. € bzw. 26 % auf 193,4 Mio. € zurück.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie im ersten Quartal bei 1,01 € (Q1/11: 1,37 €)

Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsquartal 1,01 € und lag damit rund 26 % unter dem Vorjahreswert von 1,37 €. Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,40 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Q1/11: 191,20 Mio. Stückaktien).

Ausblick unverändert: Umsatz stabil, moderater Rückgang beim operativen Ergebnis

Der Umsatz der K+S Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Während im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf Basis des derzeit erreichten Kalipreisniveaus von einer moderat und im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Umsatzentwicklung auszugehen ist, wird im Geschäftsbereich Salz ein spürbar (bisher: moderat) niedrigerer Umsatz erwartet. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR (bisher: 1,32 USD/EUR; 2011: 1,39 USD/EUR).

Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe sollte im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreswert moderat zurückgehen. Dabei ist im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem operativen Ergebnis auszugehen, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen könnte. Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel sollte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen können. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz dürfte im Vergleich zum Vorjahr - das durch überdurchschnittliche Auftausalzmengen begünstigt war - stark zurückgehen.

Moderat rückläufiges Konzernergebnis erwartet

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2012 ebenfalls moderat zurückgehen. Diese Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u. a. auf:

- der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise,
- der üblichen, rein technischen Prognosepolitik, die das derzeit erreichte Kalipreisniveau für die verbleibenden Monate des Jahres 2012 unverändert fortschreibt,
- einer in etwa auf Vorjahresniveau liegenden Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (2011: 6,9 Mio. t),
- einem Festsalzabsatz von weniger als 19 Mio. t (bisher: gut 19 Mio. t; 2011: 22,7 Mio. t), davon weniger als 10 Mio. t Auftausalz (bisher: rund 10 Mio. t; 2011: 13,3 Mio. t). Für das vierte Quartal ist hierbei wie üblich der Durchschnitt langjähriger Auftausalzabsätze unterstellt,
- einem weitgehend unverändertem Finanzergebnis,
- einer mit 27 bis 28 % leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2011: 26,1 %).

Dieser Ausblick beinhaltet noch den Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel, da der Verkauf von K+S Nitrogen nach der Aufstellung des Ausblicks (2. Mai 2012) bekannt gegeben wurde. Die Aussagen des Ausblicks haben jedoch auch unter Berücksichtigung des Verkaufs von K+S Nitrogen Bestand: Nach Pro-Forma-Anpassung der Vorjahreswerte ist für das Jahr 2012 weiterhin von einem stabilen Umsatz und einem moderaten Rückgang des operativen Ergebnisses auszugehen.

Wachstum erleben

K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Standard- und Spezialdüngemitteln. Im Salzgeschäft ist K+S mit Standorten in Europa sowie Nord- und Südamerika der führende Hersteller der Welt. K+S bietet ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum schafft. Weltweit beschäftigt die K+S Gruppe mehr als 14.000 Mitarbeiter. K+S - der Rohstoffwert im deutschen Aktienindex DAX - ist an allen deutschen Börsen notiert (ISIN: DE000KSAG888, Kürzel: SDF). Weitere Informationen über K+S finden Sie unter www.k-plus-s.com.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Presseinformation enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in dieser Presseinformation enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
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