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Pressemitteilung BoxID: 237244 (KRAFTFAHRER-SCHUTZ e.V.)
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Was tun beim Führerscheinentzug?

KS: In vielen Fällen kann man den Zeitpunkt selbst wählen

(PresseBox) (München , ) Im Straßenverkehrsrecht gibt es einige Verstöße, die außer Geldbuße und Flensburgpunkten mit einem Fahrverbot geahndet werden. Dazu gehören Missachtung von Rotlicht, Geschwindigkeitsüberschreitung (über 30 km/h innerorts/ 40 km/h außerorts), Abstandsunterschreitungen sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch. Nach Auskunft des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) haben "Ersttäter" in der Regel die Möglichkeit, den Zeitraum des Fahrverbots innerhalb von vier Monaten frei zu wählen. So lässt sich die führerscheinlose Zeit zum Beispiel in die Ferien legen.

Voraussetzung für ein Fahrverbot ist ein rechtskräftiger Bußgeldbescheid. Dies ist normalerweise der Fall, wenn zwei Wochen nach Zustellung kein Einspruch eingelegt wird. Ein Sprecher des KS wies darauf hin, dass ein Fahrverbot grundsätzlich alle Kraftfahrzeugarten umfasst, selbst Mofas, für die keine Fahrerlaubnis erforderlich ist. Ausnahmen sind denkbar bei Landwirten zum Führen von Zugmaschinen oder wenn damit besondere berufliche, wirtschaftliche oder persönliche Härten verbunden wären.

Der Führerschein wird in der Regel bei der Polizeidienststelle des Wohnortes gegen Empfangsbescheinigung abgegeben. Die Fahrt zur Polizei sollte man allerdings ohne Auto antreten, weil man danach nicht mehr nach Hause fahren dürfte. Anders allerdings beim Abholen: Ist die Frist abgelaufen, darf der Fahrer mit dem Fahrzeug zur Polizei fahren. Die Empfangsbescheinigung gilt dabei als Nachweis der gültigen Fahrerlaubnis. Der Führerschein kann auf Wunsch aber auch zugeschickt werden. Dann fallen aber zusätzliche Gebühren für Porto und Einschreiben an.

Obwohl ein Fahrverbot nur im Inland gilt, rät der KS, der Versuchung zu widerstehen, während Urlaub oder Geschäftsreisen im Ausland ein Kraftfahrzeug zu führen, da dies strafrechtliche Folgen haben kann.

KRAFTFAHRER-SCHUTZ e.V.

Der Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) ist mit 450.000 Mitgliedern einer der vier großen Automobilclubs in Deutschland. Mit seinen Töchtern Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen, von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen, die aufgrund von Leistung und Preis viele Rankings in den letzten Jahren gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in zehn Bezirksdirektionen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei circa 100 Millionen Euro. Der Vertrieb erfolgt über 10.000 unabhängige Makler und Mehrfachagenten.