Der Blinker ist kein Luxus

KS kritisiert fahrlässigen Umgang mit Fahrtrichtungsanzeiger

(PresseBox) ( München, )
Im Straßenverkehr den Blinker nicht zu benutzen, scheint immer mehr in Mode zu kommen. Nach Beobachtungen des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) führt das nicht selten zu gefährlichen Situationen, denn andere Verkehrsteilnehmer verlassen sich auf dieses Signal. Immerhin ist der Blinker - oder offiziell Fahrtrichtungsanzeiger - das wichtigste Kommunikationsmittel der Verkehrsteilnehmer untereinander. Er muss beim Abbiegen, Überholen, Wechsel des Fahrstreifens auf mehrspurigen Straßen etc. eingesetzt werden. Wer nicht blinkt, riskiert ein Verwarnungsgeld. Kommt es zum Unfall, können die finanziellen Folgen weit höher sein.

Der Blinker soll anderen Verkehrsteilnehmern zeigen, dass das Fahrzeug in Kürze seine Fahrtrichtung oder Geschwindigkeit deutlich ändern wird. Dies soll Überraschungseffekte, also hektische oder panische Reaktionen der anderen vermeiden. Daher muss die Anzeige auch früh genug (in der Regel fünf Sekunden vorher) einsetzen, damit sich jeder darauf einstellen kann.

In diesem Zusammenhang weist der KS ausdrücklich darauf hin, dass die Straßenverkehrsordnung vorschreibt, den Fahrtrichtungsanzeiger beim Anfahren und Abbiegen rechtzeitig und deutlich (mindestens dreimaliges Aufleuchten) zu betätigen. Das gilt auch für abknickende Vorfahrt. Fährt man allerdings geradeaus weiter, verlässt also die Vorfahrtstraße, soll man nicht blinken. Auch das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen sowie Fahrstreifenwechsel auf mehrspurigen Straßen und Autobahnen müssen durch entsprechende Blinksignale angekündigt werden. Dasselbe gilt für das Einfahren und Verlassen der Autobahn, das Ein-/Ausfahren aus Grundstücken oder anderen Straßenteilen (Gehweg), aus Fußgängerzonen oder verkehrsberuhigten Bereichen. Beim Einfahren in den Kreisverkehr darf man nach § 9a StVO nicht blinken, dafür aber beim Ausfahren.
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