ELA Award 2019: Europäischer Logistik-Preis geht an KOMSA

(PresseBox) ( Brüssel, )
Kürzeste Wege, kleinste Fläche, größte Leistung Brüssel: Die KOMSA-Gruppe ist Träger des Europäischen Logistik-Preises 2019 der European Logistics Association. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des Galaabends in Brüssel, der am 23.05.2019 stattfand. KOMSA erhielt 2018 bereits den Deutschen Logistik-Preis, der von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) verliehen wird.

Die offizielle Pressemitteilung der European Logistics Association finden Sie unter http://elalog.eu/komsa-wins-ela-awards-2019-project-year. Nachfolgend die deutsche Übersetzung.

Ausschlaggebend für die hochrangige Jury war, wie stringent KOMSA als mittelständisches Unternehmen die logistischen Abläufe auf die Bedürfnisse seiner Industrie- und Handelspartner ausrichtet: Durch den sinnvollen Einsatz automatisierter und manueller Wege erzeugt der Großhändler an den entscheidenden Stellen Schnelligkeit und kann trotzdem individuelle Wünsche realisieren.

"Wir wollten eine flexible Logistiklösung für unsere Kunden schaffen, mit der wir jederzeit auf das reagieren können, was der Markt verlangt", so KOMSA-Produktionsvorstand Sven Mohaupt. "Dass es dieses Projekt bei der starken Konkurrenz bis ins Finale schafft und nun nach dem Deutschen Logistik-Preis auch mit dem Europäischen Logistik-Preis ausgezeichnet wird, rührt uns sehr und ist ein schönes Zeichen an unsere Partner aus Industrie und Handel".

Effekte des Preisträgerprojektes:


Geringe Lagerhaltungs- und Kommissionierungskosten: Die prozentuale Kostenersparnis liegt pro Auftrag bei der Kommissionierung und in der Lagerhaltung im zweistelligen Prozentbereich.
Kurze Durchlaufzeiten: Parallel zu den erreichten Einsparungen hat KOMSA die Qualitätsparameter der Logistik merklich verbessert. So konnte im Ergebnis des Logistikprojektes die Durchlaufzeit für mehr als 50 Prozent der Aufträge von 3,5 auf weniger als eine Stunde gesenkt werden.
Hohe Flexibilität: Im ausgebauten Versandlager ist KOMSA jetzt in der Lage, die Versandleistung von durchschnittlich 10.000 auf rund 25.000 Paketsendungen am Tag zu steigern.


Höchste Flexibilität, Automatisierung und Digitalisierung - das sind Elemente des Projektes "RELOAD - Digitalisierung der KOMSA-Intralogistik", welches KOMSA im Rahmen einer Standorterweiterung an seinem Hauptsitz realisiert hat. Für insgesamt 30 Millionen Euro, der größten Investition der Unternehmensgeschichte, hat KOMSA in Hartmannsdorf (Sachsen, Deutschland) ein dreigeschossiges "Haus der Dienstleistungen" und ein neues Logistikzentrum inklusive Hochregallager sowie einem Automatiklager errichtet.

Ziel des 2017 eingeweihten Erweiterungsbaus war es, sämtliche Logistikprozesse unter einem Dach zusammenzuführen und damit Kapazität und Durchlaufzeit für die Aufträge von Industrie- und Handelspartnern zu steigern. Die Herausforderung bestand darin, effiziente Abläufe zu schaffen und höchste Flexibilität zu gewährleisten, um auf neue Marktanforderungen schnell reagieren zu können. Die Antwort, die KOMSA gemeinsam mit seinem Partner LogistikPlan aus Dresden fand, folgte der Logik "kürzeste Wege, kleinste Fläche, größte Leistung".

Durch das neu erbaute Logistikzentrum werden nun alle Lagerungs- und Versandprozesse gebündelt, die zuvor auf fünf verschiedene Orte in Hartmannsdorf verteilt waren. Das "Haus der Dienstleistungen" bietet Raum für bis zu 800 Arbeitsplätze in unmittelbarer Logistiknähe. Rund 14.500 Paletten finden seit 2017 im benachbarten Logistikzentrum im 21 Meter hohen Regallager einen Stellplatz. Ein zentraler Verbindungsbau integriert alle Logistikfunktionen - von der Wareneingangs- und Servicelogistik über die Lager-, Repair- und Retourenbereiche bis zur Versandlogistik. Im Zentrum des Logistikkonzepts steht die Automatisierung aller zeitkritischen Prozesse der Intralogistik: automatische Materialflüsse für alle Retouren- und Reparatur-Aufträge, automatische Ausschleusung von Leerkartons, automatische Kleinteilelagerung und Kommissionier-Bereitstellung nach dem Prinzip Ware-zum-Mann, automatische Bereitstellung von Versandkartons, automatische Förderung der Kommissioniereinheiten zur Verpackung und die automatische Förderung der Versandkartons zur Verladung.

Dabei setzt KOMSA auf eine starke IT: Eine integrierte Digitallogistik verknüpft durchgängig Warenwirtschaft, Lagerlogistik sowie die Transport- und Auftragssteuerung. Zusätzlich sind automatisierte und manuelle Prozesse intelligent miteinander verbunden. Dank Automatiklager sind Artikel in weniger als drei Minuten für den Versand verfügbar, Reparaturaufträge können dank automatisierter Materialflüsse taggleich bearbeitet werden.

Durchlaufzeiten von weniger als einer Stunde für mehr als die Hälfte der Aufträge ermöglichen hohe Flexibilität. Bis in die späten Abendstunden können Expressaufträge bearbeitet werden. Die Versandleistung kann binnen kurzer Zeit mehr als verdoppelt werden. In der Informations- und Telekommunikationsbranche, in der KOMSA zuhause ist, ist dies eine wichtige Voraussetzung, um die Markteinführung neuer Produkte oder saisonale Spitzen wie das Weihnachtsgeschäft reibungslos zu stemmen.
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