PerMediCon 2012: Volkskrankheit Diabetes: ein Fokus der PerMediCon

(PresseBox) ( Köln, )
Personalisierte Medizin wird als Strategie verstanden, Medikamente und Therapien zu entwickeln, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Ziel sind eine optimale Wirksamkeit sowie die deutliche Reduktion von Nebenwirkungen. Doch wo beginnt personalisierte Medizin? Welchen Einfluss haben die neuen Methoden der Diagnostik und Therapie bei der Behandlung von Volkskrankheiten wie Diabetes? Die PerMediCon, in Deutschland die führende Kongressmesse zum Thema personalisierte Medizin, greift dieses Thema in einer Expertenrunde auf. Dieses Jahr findet die 3. Auflage der PerMediCon vom 19. bis 20. Juni 2012 statt.

Von Wissenschaft und Industrie über die Ärzteschaft und Patientenorganisationen bis hin zu Behörden, Politik und Investoren treffen sich Vertreter aller Gruppen, die für die Entwicklung der Branche relevant sind. Die PerMediCon bietet in Köln zwei Tage lang eine interdisziplinäre Plattform für Diskussionen zum aktuellen Thema der Gesundheitsversorgung, wobei politische, ökonomische, ethische und regulatorische Rahmenbedingungen Gehör finden. Der erste Kongresstag behandelt vor allem die Fragen, wie die Vertreter unterschiedlicher Indikationsgebiete voneinander lernen können und wie sich diese neue Ausrichtung der Medizin ganzheitlich tragfähig in der Gesellschaft etablieren kann.

Der zweite Tag setzt einen Schwerpunkt auf die Volkskrankheit Diabetes. Hier stellt Prof. Dr. Dr. Alexander P. F. Ehlers, Facharzt für Allgemeinmedizin und Fachanwalt für Medizinrecht, einer Expertenrunde die Frage: Wo fängt personalisierte Medizin an und welchen Einfluss hat sie auf die Behandlung von Volkskrankheiten wie Diabetes? Für die interdisziplinäre Diskussion stehen ihm neben Vertretern aus den Bereichen Patientenorganisation und Kassen auch Vertreter der Diagnostik wie Prof. Dr. Dr. Harald Mischak, mosaiques diagnostics GmbH, der Mediziner Professor Dr. Dr. Diethelm Tschöpe, Herz- und Diabeteszentrum NRW, sowie für die Wissenschaft Dr. Karsten Müssig, Universitätsklinikum Düsseldorf, zur Seite. "Die personalisierte Medizin stellt einen neuartigen Ansatz in der Behandlung von Menschen mit Diabetes dar. Durch die Definition von Krankheitssubtypen und Biomarkern gilt es, Patienten zu identifizieren, die von einer spezifischen Therapie profitieren", so Dr. Müssig.

Erstmals hat die PerMediCon in diesem Jahr auch einen "Call for Projects" initiiert. Eine Fachjury hat aus den zahlreichen Einsendungen 19 innovative und marktorientierte Projekte ausgewählt, die sich an beiden Tagen mittels Kurzvorträgen dem Fachpublikum vorstellen. Der Aufruf an Wissenschaft und Industrie zur Teilnahme an dieser Projektvorstellung erfuhr großen Zuspruch aus allen Richtungen der personalisierten Medizin. Die eingereichten Vorträge reichen von verschiedenen Ansätzen zur Diagnostik von Darm- und Brustkrebs bis hin zur Einleitung spezifischer Krebs-Therapien auf Grundlage von Tumor-Stammzellen. Weitere Themen stellen die Verarbeitung von Patientendaten und die Bereitstellung der Daten für zukünftige klinische Forschungsprojekte, eine molekulardiagnostische Parodontose-Diagnostik oder eine neuartige auf den Patienten zugeschnittene Hernienmedizin dar.

Im Rahmen der begleitenden Ausstellung etabliert sich die PerMediCon zunehmend als eine Plattform, auf der das Zusammentreffen von Diagnostik und pharmazeutischer Industrie eine wesentliche Rolle spielt. Dieses Jahr sind rund 50 Unternehmen und Institutionen vor Ort präsent. Unter ihnen Konzerne der Pharma- und Diagnostikbranche wie Roche Pharma, Sanofi Aventis oder Roche Diagnostics, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen wie die beiden Frankfurter Diagnostik-Unternehmen bio.logis und humatrix. Zudem nutzen Cluster wie der Münchner M4, BioRiver e.V., Cluster MedizinTechnik.NRW, Netzwerk Diagnostik Berlin-Brandenburg e.V. oder die Gesundheitsregion KölnBonn e.V. die Kongressmesse, um sich einem breiten Publikum vorzustellen. Auch die an der Einführung der personalisierten Medizin maßgeblich beteiligten Verbände Vfa (Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.), BPI (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.), VDGH (Verband der Diagnostica-Industrie) und BIO Deutschland e.V. sind wieder mit ihren Experten vor Ort vertreten.

Die PerMediCon 2012 verfolgt erneut das Ziel, den Zeitgeist der personalisierten Medizin, national wie international, zu erfassen und Impulse für eine gemeinsame Zukunft zu setzen. Hardy Müller vom WINEG (Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen) und Geschäftsführer des Aktionsbündnis Patientensicherheit APS e. V. bringt den Auftrag der PerMediCon auf den Punkt: "Die Potentiale der stratifizierenden Medizin sind derzeit durch oftmals einseitige Verheißungen oder durch ablehnende Kritik verschüttet. Um die möglichen Vorzüge für die Patienten und Patientinnen morgen zu realisieren, bedarf es heute intensiver Diskussionen der Chancen und Risiken dieser neuen Technologien."

Weitere Informationen zur PerMediCon unter www.permedicon.de

Was ist personalisierte Medizin?

Der Überbegriff "personalisierte Medizin" beschreibt die Strategie, Medikamente und Therapien zu entwickeln, die sich an der körperlichen Konstitution des individuellen Patienten orientieren. Auf Basis von routinemäßigen Gentests werden medizinische Behandlungen individuell auf das genetische Profil des einzelnen Patienten zugeschnitten. Ziel ist es, eine optimale Wirksamkeit mit einer deutlichen Reduktion von Nebenwirkungen und damit auch eine Einsparung von Kosten zu erreichen.
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