Klimaaktionstag: 60 Aktionen in ganz Deutschland gegen klimaschädliche Konzerne

Bürger fordern echten Klimaschutz statt hohle Worte

(PresseBox) ( Bonn, )
Unter dem Motto "Große Konzerne - kleines Verantwortungsbewusstsein" haben am heutigen Klimaaktionstag 60 Initiativen gegen die rückwärtsgewandte Klimapolitik vieler Konzerne protestiert. Von München bis Rostock fanden Aktionen vor den Zentralen und Filialen von RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, Audi und der CMA sowie auf vielen Weihnachtsmärkten statt. Mit dem Protest setzen die Bürger ein Zeichen, dass sie sich nicht länger von den Konzernen täuschen lassen, die sich in teuren Image-Kampagnen als Klimaschützer verkaufen, davon ungeachtet aber an ihrem Geschäftsmodell festhalten und auf Kosten der Allgemeinheit ihre Gewinne steigern. Die Klima-Allianz hatte im Vorfeld des Klimaaktionstags Plakatparodien von Werbeanzeigen der genannten Konzerne erstellt und bundesweit zu Aktionen aufgerufen.

"Die aktuelle Verhandlung des EU-Energie- und Klimapaketes zeigt, dass die Energie-und Autokonzerne mit ihrem Druck auf die Politik erfolgreich waren. Die CO2-Obergrenzen wurden aufgeweicht und beim Emissionshandel drängt das Bundeskanzleramt auf weitgehende Ausnahmen", so Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung und Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz. "Die Konzerne schädigen sich durch ihre Blockadepolitik langfristig nur selbst. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie in klimafreundliche Technologien investieren. Wir fordern die Auto-und Energiekonzerne zum Kurswechsel auf."

Bei der Gestaltung der Aktionen bewiesen die Gruppen Kreativität und Vielfalt: in Essen demonstrierten 500 Menschen vor der RWE-Zentrale, in Hamburg schoben sich "Kanzlerin Merkel und Vattenfall-Chef Josefson" gegenseitig Verschmutzungszertifikate zu, in München stiegen auf dem Odeonsplatz hunderte von Luftballons mit der Aufschrift CO2in die Luft; in Tübingen verlas ein Weihnachtsmann die Klimasünden der Konzerne und in Freiburg wird am Abend mit 300 Lichterkerzen der Schriftzug "Stopp CO2" auf einem Platz in der Innenstadt dargestellt. In Berlin gab es gleich mehrere Aktionen: vor dem Brandenburger Tor wurde eine riesige Puppe eines Konzernmanagers aufgeblasen und die Werbe-Parodien in der Ausstellung "Alles heiße Luft" präsentiert, in Kreuzberg wurde symbolisch ein Baum gefällt, um eine neue Sojaplantage anzulegen und vor der Vattenfall-Kundenzentrale wird am Abend das Vattenfall-Klimamärchen gelesen. Gruppen aus dem gesamten gesellschaftlichen Spektrum haben sich am Klimaaktionstag beteiligt: Umweltorganisationen, Kirchengemeinden, Tierschutzgruppen, Asten und Studentengemeinschaften, Ortsgruppen von Parteien, Bürgerinitiativen gegen Kohlekraftwerke und andere Initiativen.

Nicht nur in Deutschland fanden heute Aktionen statt - in mindestens 64 Ländern rund um den Globus gingen Menschen auf die Straße, um sich für konsequenten Klimaschutz einzusetzen. Auch in Posen, dem Tagungsort der UN-Klimaverhandlung, demonstrierten Verhandlungsteilnehmer und die Bevölkerung. Der Globale Klimaaktionstag wurde 2005 ins Leben gerufen und findet seither immer am Samstag während der UN-Klimakonferenz statt.
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