Startup`s plagen viele Probleme - neuerdings auch wieder Rip Deals!

Die Gründerszene ist wiederholt Ziel von Rip Dealern. Gründer haben oftmals gute Ideen und tolle Produkte oder Dienstleistungen und arbeiten hart am Erfolg ihrer Sache / Meistens fehlt es diesen Unternehmungen aber an ausreichender Kapitalisierung

(PresseBox) ( Gmunden, )
So geschehen beim Start up jobzDA.com im oberösterreichischen Gmunden im Jänner 2017.
Markus Schrangl, BA, Gründer und Geschäftsführer der Karriereplattform www.jobzDA.com aus Gmunden, wurde bereits zum 2. Mal Ziel von Rip Dealern – die er erkannte, bevor sie Schaden anrichten konnten. Deshalb kann er nur alle Gründer warnen, sich vor solchen Machenschaften zu schützen. Die Vorgehensweise beschreibt er wie folgt:
„Jemand ruft im Office an, stellt sich sehr spärlich vor und beginnt sofort und ohne Umschweife über das Thema Kredite zu sprechen. Der Anrufer stellt ein paar kurze einfache Fragen zum Projekt und zur Unternehmung. Letzten Endes – bereits im Gesprächsverlauf dieses ersten kurzen Telefonates (!!) wird ein Kredit so gut wie sicher in Aussicht gestellt.“ Er berichtet, dass es beim ersten Mal ein Italiener war der ihn anrief. Und beim zweiten Mal ein Holländer, aber mit wenig holländischem Akzent. Als der Gründer dem Holländer gegenüber hinweist, dass kein Kredit, sondern eine Beteiligung gesucht würde, schwenkt dieser sofort um. „Eine Beteiligung? Kein Problem, warum nicht“.
Anschließend wird es dubios: Der Anrufer lässt durchblicken, dass er selbst nicht der Investor wäre, aber im Auftrag eines Auftraggebers nach potentiellen Investments suchen würde. Daraufhin brachte Schrangl seine Vergangenheit in der Betrugsbekämpfung deutlich zur Sprache – und blockte weitere Fragen ab. Er wolle am Telefon einem Unbekannten keine Details preisgeben. Die Reaktion des holländischen Anrufers: natürlich, sehr gerne könne er persönlich vorbeikommen, um über eine Beteiligung zu sprechen. Terminvorschläge würde er, der Vermittler, in den nächsten Tagen telefonisch bekannt geben. Diese weiteren Gespräche gab es nie.
In beiden Fällen kontaktierte Markus Schrangl sofort das LKA OÖ; dort hieß es: „Finger weg!“ Auch die offensichtlich vertrauensbildende Maßnahme, zu einem persönlichen Treffen ins Büro des Gründers zu kommen, gehöre zur Betrugsmasche. Die LKA OÖ warnte ganz klar davor: wenn es tatsächlich zu einem Besuch kommt, wird hier wird nur geredet, bevor der tatsächliche Betrug irgendwo im Ausland begangen würde.

Wie kann man erkennen, dass es sich vermutlich um einen Rip Deal handelt?
Der Lebenslauf von Schrangl beinhaltet 7 Jahre berufliche Tätigkeit beim Finanzamt Grieskirchen Wels; während dieser Zeit war er auch in der Betrugsbekämpfungsabteilung KIAB (Kontrolle illegale Arbeitnehmerbeschäftigung = heutige Finanzpolizei) tätig. Eine sehr wertvolle Schule. Er ist wachsam und hält sich bedeckt, solange die Identitäten der Anrufer bzw. der Auftraggeber nicht einwandfrei geklärt sind. Solche Telefonate hält er kurz und gibt keine wesentlichen Informationen preis.
„In meinem Fall war es leicht, weder die Telefonnummern noch die genannten Namen lassen sich online nicht finden. Ich habe aber auch schon von perfekter ausgearbeiteten Rip Deals gehört (mit Internetauftritt und Fake-Identitäten etc.)“
Zwar hat Schrangl noch keine Erfahrung mit echten Kontaktaufnahmen für eine Firmenbeteiligung, skeptisch gemacht hat ihn die sofortige Zusage. Ein echter Interessent wird sich Unterlagen senden lassen, sich in einem späteren persönlichen Treffen ein Bild über den Gründer und dessen Know How bzw. über die Innovationskraft des Startups – und erst danach eine Entscheidung über eine Beteiligung treffen.

Wie haben die Verbrecher in diesem Fall vom Beteiligungsangebot erfahren?
„Auf einer seriösen österreichischen Plattform hatten wir den Wunsch einer Beteiligung deponiert. Diese Unternehmungen werden ohne Registrierung allen Internetnutzer präsentiert, so auch diesen Verbrechern. Spannend ist der Umstand, dass unser Angebot innerhalb weniger Tage von 4 Besuchern aufgerufen wurde - von denen 3 mittlerweile nicht mehr auf dieser Plattform aktiv sind.“

Wie ginge ein „erfolgreicher“ Rip Deal weiter?
Hier gibt es einige Szenarien, die man im Internet findet. Ein Beispiel: Es gibt einen Termin im Ausland, die Verbrecher verlangen eine Provision für die erfolgreiche Vermittlung; es wird ein weiterer Termin für eine Geldübergabe vereinbart. Oder die Geldübergabe findet gleich statt. Alles, was man bekommt sind Falschgeld und Papierschnitzel. Im schlimmsten Fall wurde auch von körperlichen Übergriffen berichtet.
„Ich gebe die Hoffnung nicht auf, den richtigen Partner doch noch zu finden. Wir haben so viel Energie, Zeit und Geld investiert“, so Schrangl. „Wir sind mit www.jobzDA.com seit Oktober online und können schon einiges Vorweisen, haben aber auch noch einiges „in der Pipeline“. Zum Schluss kann ich alle Gründer nur warnen: Seid wachsam! Überlegt Euch, was ein echter Geschäftsmann tun würde, bevor er sich zu einem Investment entschließt. Er würde prüfen, prüfen, prüfen…“
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