Fahrplanung auf Hebräisch

IVU-Systeme modernisieren öffentlichen Verkehr in Jerusalem

(PresseBox) ( Berlin, )
Jedes Jahr zieht es Millionen von Touristen, Pilgern und Geschäftsleuten nach Jerusalem. Berühmt durch ihre Religionsvielfalt und die historischen Gebäude der Altstadt ist die mit rund 800.000 Einwohnern größte Metropole der Region ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Den höchsten Umsatz erbringt die Tourismusbranche, deren Ausbau durch die Investitionen in moderne Infrastrukturen stark gefördert wird. Um für schnellere Verbindungen zwischen den Sehenswürdigkeiten der Stadt sowie höheren Reisekomfort zu sorgen, beschloss die für den öffentlichen Verkehr zuständige Behörde JTMT (Jerusalem Transportation Master plan Team) im Frühjahr 2011 die Einführung der Planungs- und Fahrgastinformationssysteme der IVU.suite. Der Entscheidung voraus ging eine weltweite Ausschreibung, die der deutsche Softwarehersteller IVU Traffic Technologies AG für sich entscheiden konnte. Die Einführung wurde nur wenige Monate später erfolgreich abgeschlossen. Weitere Neuerungen sind in der Umsetzungsphase.

Bereits seit Juni 2011 planen und optimieren die Systeme der IVU.suite täglich bis zu 6.500 Fahrten auf 154 Linien für rund 1.000 Busse und 42 Straßenbahnen. Da das Stadtbild Jerusalems durch verschiedene Religionen geprägt wird, mussten diverse Sprachanforderungen sowie Planungsvorgaben beachtet werden. Speziell für Jerusalem haben die Software-Ingenieure der IVU englischsprachige Eingabemasken mit hebräischen Schriftzeichen und der umgekehrten Lese- und Schreibrichtung kombiniert.

Eine weitere Herausforderung bei der Planung stellten die besonderen Bedürfnisse der religiösen Besucher dar. So mussten beispielsweise die jüdischen, muslimischen und christlichen Wallfahrtsstätten entsprechend durch Linien verbunden werden. Um die fertigen Fahrpläne vom Ministerium an die privaten Betreiber und die Fahrgastinformation zu übermitteln, wurden zudem Schnittstellen geschaffen, über die der Datenaustausch in Hebräisch, Arabisch und Englisch möglich wird.

Nach erfolgreicher Projektumsetzung orderte JTMT noch im Sommer 2011 weitere Module der IVU.suite. Derzeit wird die Fahrplanung IVU.plan durch das geografische Informationssystem IVU.plan.map ergänzt. Zudem soll die Fahrgastinformation IVU.journey durch neue Apps für Apple- und Android-Systeme auch per Smartphone abrufbar sein. Geplant ist außerdem die Ausweitung der Fahrplanung von West- auf Ost-Jerusalem und damit verbunden die Integration der arabischen Sprache. Bis zum Frühjahr 2012 sollen dann auch die Dienstplanung, das Flottenmanagement sowie die Abrechnung und Leistungskontrolle von IVU-Systemen übernommen werden.

"Das öffentliche Verkehrsnetz in Jerusalem erlebt derzeit große Veränderungen", erklärt Nadav Meroz, Generaldirektor des JTMT. "Ein wichtiger Teil dieser Entwicklungen ist die Implementierung moderner und innovativer Informationstechnologien. Denn in einer kulturell so vielseitigen Stadt wie Jerusalem ist ein Fahrgastinformationssystem eine grundlegende Voraussetzung, um die Menschen im Veränderungsprozess mitzunehmen und ihre Gewohnheiten bei der Nutzung des ÖPNV zu verbessern. Bei der Lösung dieser Informationsaufgaben setzen wir auf die Systeme der IVU.suite und freuen uns schon auf zukünftige Erweiterungen."
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