Das ITI vergibt André Schroeder-Forschungspreise 2017 an Antonio Liñares González und Vinay V. Kumar

Basel, (PresseBox) - Dr. Liñares González, Dr. Kumar und ihre Koautoren gewinnen mit ihren Artikeln zur histologischen Bewertung von Hart- und Weichgewebe, welches neue keramische Implantate umgibt, sowie zu freien Fibula-Transplantaten, welche die dentale Rehabilitation unterstützen.

 

Das Internationale Team für Implantologie (ITI), eine führende akademische Organisation auf dem Gebiet der dentalen Implantologie, die sich der Förderung von evidenzbasierter Ausbildung und Forschung verschrieben hat, verlieh die André Schroeder-Forschungspreise 2017 an Dr. Antonio Liñares González und Dr. Vinay V. Kumar. Die André Schroeder-Forschungspreise sind zwei der angesehensten Auszeichnungen auf dem Gebiet der dentalen Implantologie und werden einmal jährlich an unabhängige Wissenschaftler für Fortschritte in zahnmedizinisch-implantologischer Forschung vergeben. Dr. Liñares González, klinischer Direktor des Zentrums für Parodontologie und Implantologie Antonio Liñares in La Coruña in Spanien, und Dr. Kumar, Konsiliararzt am Institut für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Mazumdar Shaw Medical Center in Bangalore in Indien, erhielten die Auszeichnung am 6. Mai 2017 von ITI Präsident Dr. Stephen Chen im Rahmen des ITI World Symposiums in Basel. Beide Gewinner erhielten zudem ein Preisgeld in Höhe von je 10.000 Schweizer Franken sowie eine gravierte goldene Medaille.

 

Dr. Liñares González erhielt den André Schroeder-Forschungspreis für präklinische Forschung für seine Studie mit dem Titel “Histological assessment of hard and soft tissues surrounding a novel ceramic implant: a pilot study in the minipig”. „Das primäre Ziel meiner Koautoren Leticia Grize, Fernando Muñoz, Benjamin Evans Pippenger, Michel Dard, Olivier Domken und Juan Blanco-Carrión und mir war es, die Weichgewebs-Strukturen, welche keramische und Titan-Implantate umgeben, zu untersuchen”, sagte Dr. Liñares González. Die Resultate zeigen klar, dass sich das Weichgewebe, welches keramische und Titan-Tissue-Level-Implantate umgibt, bezüglich der biologischen Breite ähnelt. Gleichzeitig zeigt das Epithel bei keramischen Implantaten eine bessere Adaptation gegenüber den Titan-Implantaten. „Obschon die Studie darauf hindeutet, dass Keramikimplantate die Weichgewebeverhältnisse verbessern könnten, ist es wichtig, zu beachten, dass dies die erste präklinische Studie zum Straumann Pure Ceramic Implant war“, betonte Dr. Liñares González. „Unsere Studie bietet einen ausgezeichneten Ausgangspunkt für Studien, die nicht nur die ästhetischen Vorteile von Keramikimplantaten untersuchen, sondern auch deren Vorteile bezüglich Weichgewebe-Stabilität und Prävention von Komplikationen.”

 

Der diesjährige André Schroeder-Forschungspreis für klinische Forschung ging an Dr. Vinay V. Kumar und seine Koautoren Supriya Ebenezer, Peer W. Kämmerer, P.C. Jacob, Moni A. Kuriakose, Naveen Hedne, Wilfried Wagner und Bilal Al-Nawas für ihre Studie zu “Implants in free fibula flap supporting dental rehabilitation – implant and peri-implant-related outcomes of a randomized clinical trial”. „Ich habe mich schon immer leidenschaftlich dafür interessiert, die Kaufunktion von Patienten wiederherzustellen, die ihren Unterkiefer durch Tumore, Infektionen oder andere Traumata verloren haben und ich hatte das Glück, eine ganze Gruppe von Leuten zu finden, die sich genauso leidenschaftlich für dieses Thema interessieren wie ich“, sagte Dr. Kumar. „Wir wollten mit unserer Studie Behandlungsnormen und Erfolgskriterien für die dentale Rehabilitation von Patienten definieren, die sich einer segmentalen Unterkieferrekonstruktion mit freien Fibula-Transplantaten unterzogen haben.“ Die Resultate der Studie zeigen, dass das periimplantäre Gewebe von Patienten, deren Unterkiefer mit freien Fibula-Transplantaten rekonstruiert wurde, sich signifikant unterscheidet von Patienten, deren Unterkiefer nicht rekonstruiert wurde. Dementsprechend hat das Forscherteam ein Klassifikationssystem sowie Behandlungsnormen für die Rehabilitation von Patienten mit rekonstruierten Kiefern entwickelt. „Wir hoffen, dass diese Resultate die Ärzte zur erfolgreichen Behandlung von Patienten mit rekonstruierten Unterkiefern ermutigen, denn damit kann die Lebensqualität dieser Patienten gesteigert werden“, sagte Dr. Kumar.

 

Dr. Liñares González hält ein Lizentiat der Universität Santiago de Compostela in Spanien, einen Masterabschluss in klinischer Zahnmedizin und Parodontologie des Eastman Dental Institute University College London in Grossbritannien sowie einen Doktortitel der Universität Santiago de Compostela in Spanien.

 

Dr. Kumar erhielt seinen Bachelorabschluss in Dental Surgery von der Rajiv Gandhi University of Health Sciences Bangalore in Indien im Jahr 2003, gefolgt von einem Master in Dental Surgery (MDS, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie) von der Universität Mumbai in Indien im Jahr 2008. Von 2010 bis 2011 war er ITI Scholar an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, Deutschland, wo er 2013 auch seine Doktorarbeit abschloss.

 

Die zwei Gewinner bekamen ihre Auszeichnungen von ITI Präsident Stephen Chen am diesjährigen ITI World Symposium vor über 4.800 Teilnehmenden überreicht. „Wir waren sprachlos, als wir erfahren haben, dass das ITI Research Committee unsere Arbeiten mit den André Schroeder-Forschungspreisen gewürdigt hat“, sagten Dr. Liñares González und Dr. Kumar. „Wir und unsere Teams haben viel Arbeit und Leidenschaft in unsere Studien gesteckt und sind sehr dankbar, dass unser Einsatz von einem so renommierten Komitee belohnt wurde!“

ITI International Team for Implantology

Das Internationale Team für Implantologie (ITI) ist eine wissenschaftliche Organisation, die Experten aus aller Welt und aus allen Fachbereichen der dentalen Implantologie und verwandten Gebieten vereint. Das ITI fördert aktiv die Vernetzung und den Informationsaustausch unter seinen mehr als 15.000 Mitgliedern. ITI Fellows und Members tauschen regelmässig auf Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen ihr in Forschung und klinischer Praxis erworbenes Wissen aus. Ziel ist es, Behandlungsmethoden und -ergebnisse zum Wohl der Patienten kontinuierlich zu verbessern.

In den 37 Jahren seines Bestehens hat sich das ITI eine Reputation für wissenschaftliche Sorgfalt, verbunden mit Verantwortung für die Patienten, erarbeitet. Die Organisation setzt sich aktiv für die Aufstellung und Verbreitung genau dokumentierter Behandlungsrichtlinien ein, die auf umfassenden klinischen Untersuchungen und der Erfassung von Langzeitergebnissen basieren. Das ITI vergibt Forschungsgelder sowie Stipendien für junge Kliniker, veranstaltet Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen und betreibt mehr als 600 Study Clubs auf der ganzen Welt. Weiterhin publiziert das ITI Fachbücher wie die ITI Treatment Guide-Buchreihe und betreibt die ITI Online Academy, eine im Peer-Review-Verfahren begutachtete, evidenzbasierte E-Learning-Plattform mit einem einzigartigen, benutzerzentrierten Ansatz. www.iti.org.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.