Interroll-CEO Zumbühl: "Der digitale Wandel darf kein Selbstzweck sein"

(PresseBox) ( Sant'Antonino / München, )
Paul Zumbühl, Chief Executive Officer (CEO) der Interroll Worldwide Group, betonte in seiner Rede am Dienstag auf dem Münchner Management Kolloquium die Bedeutung der Digitalisierung für die Wirtschaft. Um die Wachstums- und Produktivitätschancen zu nutzen, die der digitale Wandel biete, seien nicht allein technische Lösungen, sondern auch eine unternehmerische Gestaltung von Innovationsprozessen nötig, die das ganze Unternehmen und seine Geschäftspartner einbezieht.  

Zumbühl sprach unter dem Themenschwerpunkt „Smarte Services & Produkte & Fertigung“ über die Frage, wie Individualisierung und Geschwindigkeit zum globalen Markterfolg eines Unternehmens beitragen können. Anschließend diskutierte er mit Prof. Dr.-Ing. Hubert Waltl, Mitglied des Vorstands Produktion und Logistik der Audi AG, mit Michael E. Heidemann, dem stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH, und mit Prof. Dr. Claudia Peus von der Technischen Universität München über die Herausforderungen, die das Zusammenwachsen von Logistik und Produktion im Zeitalter der „Industrie 4.0“ mit sich bringen werde.

 

Für Zumbühl bietet der digitale Wandel große Chancen, aber stellt die Wirtschaft auch vor große Herausforderungen. So gelte es etwa, die Digitalisierung nicht als reinen Trend und Selbstzweck zu verstehen, sondern für den Kunden und das eigene Unternehmen konkret nutzbar zu machen. „Die intelligente Fördertechnik der Zukunft wird mehr Verantwortung für den Materialfluss übernehmen. Von einem vernetzten und flexibleren Materialfluss werden Planer und Anwender gleichermaßen profitieren. Dabei werden modulare Geräteplattformen, die offene Schnittstellen für die Industrie 4.0 bieten, unterschiedlichste Kundenbedürfnisse befriedigen können“, so Zumbühl. Er erwarte, dass das nahtlose Zusammenspiel von Sensorik und intelligenten Steuersystemen in wenigen Jahren zu komplett autonomen Fördersystemen und einer exakten Planung von Wartungsprozessen führen werde.

 

„Um die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen, muss der Innovationsprozess das ganze Unternehmen umfassen. Gleichzeitig ist es wichtig, die eigenen Forschungsanstrengungen zu fokussieren, Kunden und Lieferanten noch enger in die Produktentwicklung einzubeziehen und Technologiepartnerschaften zu intensivieren", sagte Zumbühl.

 

Das 24. Münchner Management Kolloquium an der Technischen Universität München findet in diesem Jahr am 14. und 15. März statt. Das diesjährige Thema der Veranstaltung lautet: „Neue Geschäftsfelder, neue Geschäftsmodelle, neue Technologien – Müssen Unternehmen sich neu erfinden?“ Zu den Referenten und Teilnehmern gehören hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien.
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