Intel ISEF 2014: 15-jähriger Deutscher gewinnt einen der drei Hauptpreise beim weltgrößten Forscherwettbewerb für Jugendliche

Lennart Kleinwort aus Würzburg erhält den mit 50.000 US-Dollar dotierten Intel Foundation Young Scientist Award - weitere Preise an deutsche und österreichische Jungwissenschaftler verliehen

(PresseBox) ( Feldkirchen/Los Angeles, )
.
- Im Rahmen der Abschlusszeremonie der 65. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) gestern Abend in Los Angeles/USA gingen insgesamt neun Preise nach Deutschland und Österreich.
- Als erster deutscher Intel ISEF-Teilnehmer überhaupt wurde der 15-jährige Lennart Kleinwort aus Zell bei Würzburg (Bayern) für die Entwicklung einer Mathematik-App mit einem der drei Hauptpreise ausgezeichnet.
- Ein Jungforscherteam aus Mödling (Niederösterreich) überzeugte die internationale Jury mit seiner Methode zur minimalinvasiven Entfernung von Darmkrebs und bekam dafür zwei Preise im Wert von 1.500 und 1.200 US-Dollar.

Lennart Kleinwort aus Zell bei Würzburg (Bayern) hat beim Finale der Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) den prestigeträchtigen Intel Foundation Young Scientist Award gewonnen. Der mit erst 15 Jahren jüngste deutsche Teilnehmer gehört zu den Hauptpreisträgern des weltgrößten Forscherwettbewerbs für Schülerinnen und Schüler, an dem in diesem Jahr insgesamt 1.780 Jugendliche aus rund 70 Ländern der Erde teilnahmen. Der bayerische Schüler wurde für die Entwicklung einer Mathematik-App für Android-Geräte mit einem Preisgeld von 50.000 US-Dollar ausgezeichnet. Der mit 75.000 US-Dollar dotierte Gordon E. Moore Award - benannt nach dem Mitgründer von Intel und ehemaligem Vorsitzenden und Geschäftsführer des Unternehmens - ging in diesem Jahr an den US-Amerikaner Nathan Han aus Boston für die von ihm entwickelte Methode zur Analyse gefährlicher Folgen von Genmanipulationen. Insgesamt wurden bei der Intel ISEF in Los Angeles Preisgelder in Höhe von 5 Millionen US-Dollar sowie zahlreiche Stipendien und Praktika bei renommierten Forschungseinrichtungen und Unternehmen vergeben.

Deutscher unter den besten drei Jungforschern der Welt

Lennart Kleinwort reiste mit seiner "FreeGeo" genannten Software-App für Android-Smartphones und -Tablets nach Los Angeles. Die App ist die erste dynamische Mathematikanwendung für Android und stellt unter anderem geometrische Figuren auf dem Display dar. Der Anwender kann die Figuren per Fingerzeig auf dem Touchscreen manipulieren und im Freihandmodus Strecken, Kreise, Quadrate oder Rechtecke zeichnen. Ideal ist die App als Ergänzung zum Mathematik-Unterricht: Sie visualisiert ohne Aufwand die Berechnungen des Schülers und macht das Ergebnis so grafisch sofort nachvollziehbar. Auch Lehrer können sich der App bedienen und die Resultate von Rechenwegen anschaulich grafisch darstellen. Lennart Kleinwort hat alle gängigen Funktionen aus Geometrie, Algebra, Statistik und Analysis in die App integriert und damit die internationale ISEF-Jury aus renommierten Wissenschaftlern überzeugt. Die hohe Auszeichnung kam für den Schüler überraschend: "Niemals hätte ich damit gerechnet, hier überhaupt einen Preis zu gewinnen. Umso toller ist es jetzt, dass ich einen der Hauptpreise mit nach Hause nehmen darf."

"Ich gratuliere Lennart sehr herzlich zu dieser großartigen Leistung", sagt Christian Lamprechter, Geschäftsführer Intel GmbH und Country Manager Deutschland und Österreich. "Dieser Sieg zeigt, dass unsere jungen Menschen hierzulande phantastische Ideen auf dem Gebiet der Elektronik und der Computer mit viel Kreativität umsetzen können. Das sollte Anlass sein, das Thema Computer mehr als heute in den schulischen Unterricht zu integrieren, um das Potenzial unserer Jugendlichen in diesem Bereich voll zur Entfaltung zu bringen."

Weitere Erfolge für Deutschland und Österreich

Neben Lennart Kleinwort gewannen noch weitere acht der insgesamt siebzehn Teilnehmer aus Deutschland und Österreich Preise. So wurden die drei aus Mödling in Niederösterreich stammenden Schüler Dominik Kovács, Thomas Steinlechner und Yuki Trippel für ihr selbstentwickeltes medizinisches Werkzeug namens Anastomose Robot Tool (ART) mit zwei Auszeichnungen geehrt: Das Trio nahm bei der Preisverleihung einen mit 1.500 US-Dollar dotierten Grand Award in der Kategorie Ingenieurswissenschaften sowie den Award der "China Association for Science and Technology" (CAST) über 1.200 US-Dollar entgegen. ART verhilft Operateuren zu mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit, um die Enden des menschlichen Darms nach einer Krebsoperation wieder zusammenzufügen. Da das Verfahren minimalinvasiv erfolgt, ist der Eingriff für Patienten besonders schonend.

Zu den deutschen Siegern zählen die 18-jährige Theresa Zeisner aus Bremen, der 19-jährige Daniel Pflüger aus Lüneburg, der 18-jährige Gabriel Salg aus Hösbach sowie das Zweierteam Leonard Bauersfeld (16) und Marcel Neidinger (17) aus Lörrach, die sich alle durch ihre Erfolge in den einzelnen Landeswettbewerben von Jugend forscht für die Reise zum Intel ISEF-Finale qualifiziert hatten. Theresa Zeisner wurde für ihre Arbeit rund um die dendritische Kristallisation von Salzen ausgezeichnet: Die Schülerin untersuchte unter dem Mikroskop, welche Salze dendritische Muster bilden. Daniel Pflüger überzeugte die ISEF-Preisrichter mit seiner physikalischen Methode, Wasserwellen präzise zu messen. Gabriel Salg, der vor zwei Jahren bereits gemeinsam mit seinem damaligen Forschungspartner Nicolas Scheidig einen Grand Award mit nach Hause nahm, bekam auch im Jahr 2014 einen mit 1.000 US-Dollar dotierten Award in der Kategorie Chemie. Der Schüler entwickelte ein Verfahren, um vom Krebs befallene Körperregionen durch ein Kontrastmittel noch erheblich besser kenntlich zu machen als bisher möglich. Leonard Bauersfeld und Marcel Neidinger erhielten ebenfalls einen Grand Award (zweiter Platz, 1.500 US-Dollar Preisgeld). Sie können durch ihr Projekt die Frage beantworten, warum bei ihrem Experiment - ein Wasserglas wird über ein schwimmendes, brennendes Teelicht gestülpt - der Wasserspiegel steigt.

Die Intel ISEF auf einen Blick

Die Intel ISEF ist ein Programm der Non-Profit-Organisation 'Society for Science & the Public' (SSP; Gesellschaft für Wissenschaft und Öffentlichkeit), die seit 1950 stattfindet. Zur weltgrößten Wissenschaftsmesse für Jugendliche treten Jahr für Jahr Schüler in den Wettbewerb um insgesamt mehr als fünf Millionen US-Dollar Preisgelder, Stipendien und Praktika. Intel unterstützt die ISEF im Rahmen der Intel® Bildungsinitiative seit 1997 als Titelsponsor. Ziel der Intel ISEF ist die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs sowie der Zusammenarbeit von jungen Forschern, um zukünftige Innovationen und globales wirtschaftliches Wachstum voranzutreiben. Alle Teilnehmer werden im Vorfeld aus rund 450 Regionalveranstaltungen weltweit ausgewählt - darunter der deutsche Wettbewerb "Jugend forscht" sowie das österreichische Pendant "Jugend Innovativ". Eine internationale Expertenjury, bestehend aus rund 1.200 Wissenschaftlern aller wissenschaftlichen Forschungsbereiche, bewertet die eingereichten Projekte und kürt die Sieger.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.