George Soros hält Rede in Berlin zur "Tragödie der Europäischen Union"

Großinvestor will Deutschland als "wohlwollenden Hegemon" in Europa/ Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM

Berlin, (PresseBox) - Der Investor und Philanthrop George Soros wird sich am Montag (10. September) in einer Berliner Rede grundsätzlich zum Zustand der Europäischen Union äußern. Der 1930 in Budapest geborene Fondsmanager, der über seine Stiftungen auch weltweit erheblichen Einfluss auf die politische Meinungsbildung ausübt, tritt seit längerem für die Idee ein, Deutschland solle die Rolle eines "wohlwollenden Hegemon" in Europa offensiv annehmen. Soros, der sich selbst als "glühenden Anhänger der Europäischen Union" bezeichnet, die "ein Inbegriff einer offenen Gesellschaft" sein könne, geht davon aus, dass ein Auseinanderbrechen der Eurozone "ein Vermächtnis des gegenseitigen Misstrauens und der Feinseligkeit hinterließe" - vor allem zu Lasten Deutschlands. In seiner Berliner Rede wird Soros einige konkrete Vorschläge für eine neue, integrierte "Europäische Finanzbehörde" mit weitgehenden Befugnissen machen.

Soros, den die "Süddeutsche Zeitung" als "Staatsmann ohne Staat" bezeichnete, kommt auf Einladung des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) nach Berlin; die anschließende Diskussion im Palais am Festungsgraben wird moderiert von Mathias Müller von Blumencron, Mitglied der SPIEGEL-Chefredaktion. "Wir wollen mit der Einladung an George Soros den Zusammenhang von Kommunikation und Dezision gerade am derzeitigen Zustand der EU deutlich machen", sagte IfM-Direktor Lutz Hachmeister: "Bei aller Sympathie für Werbekampagnen zum Zusammenhalt Europas - jetzt geht es vor allem um realpolitische Entscheidungen und deren Vermittlung in einer klaren Sprache".

George Soros, der sein Milliardenvermögen seit den 1960er Jahren vor allem mit dem Hedgefonds Quantum aufbaute, wurde während seines Studiums in Großbritannien vor allem durch den kritischen Rationalismus Karl Raimund Poppers geprägt. Als Sohn des Esperanto-Schriftstellers Tividar Soros überlebte er die nationalsozialistische Besetzung Ungarns, 1956 zog er in die USA. Seine Bücher "Die Krise des globalen Kapitalismus" (1998) und "Die Vorherrschaft der USA - eine Seifenblase" (2003) erreichten ein großes Leserpublikum. Mit seinem "Open Society Institute" unterstützt er die demokratische Transformation in Osteuropa, zugleich gehört er zu den Förderern der Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen".

Die Veranstaltung kann im Live-Stream auf www.carta.info verfolgt werden.

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