Datenschutz und Datensicherheit in Medienunternehmen

Workshop des EMR erörtert interdisziplinär kommende Herausforderungen für den verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten

Berlin, (PresseBox) - Der verantwortungsvolle Umgang mit personenbezogenen Daten gehört heute zu den imagebildenden Faktoren eines Unternehmens. Ein Datenleck ist schlecht für das Ansehen, das Vertrauen und damit für das Geschäft. Zugleich wird unter dem Begriff des Datenschutzes aber auch immer öfter und dringlicher die Datensicherheit angesprochen. Die Relevanz der Datensicherheit ist durch jüngste Fälle von öffentlichkeitswirksam verbreiteter Erpressersoftware ebenso deutlich geworden wie durch politisch motivierte Angriffe auf digitale Kommunikation. Um diese Sachverhalte im Hinblick auf Medienunternehmen näher zu beleuchten, veranstaltete das Institut für Europäisches Medienrecht am 22.05.2017 in Berlin einen Workshop für Anbieter, politische Entscheidungsträger und weiteres interessiertes Fachpublikum.

In einem ersten Teil der Veranstaltung wurde der Bereich der Datensicherheit aus technischer Sicht aufgearbeitet: Nach ganz praktischen Einblicken in die Cybersicherheit eines Medienunternehmens durch Martin Neubauer, Head of Information Security im Bereich Corporate Security der ProSiebenSat.1 Media SE, informierte Prof. Dr. Sorge, Center for It-Security, Privacy and Accountability (CISPA), exemplarisch über Angriffsmethoden und möglichen Schutzmechanismen. Sorge konstatierte diesbezüglich: „Eine 100%ige Sicherheit kann nicht erreicht werden, es handelt sich immer um eine Abwägung zwischen Alltagstauglichkeit der Schutzmaßnahme und Schadensrisiko".

Im zweiten Teil des Workshops wurden die Auswirkungen der kommenden Datenschutzgrundverordnung erläutert. Prof. Dr. Mark D. Cole, Wissenschaftlicher Direktor des EMR, stellte insbesondere die sich aus den gesteigerten und veränderten Betroffenenrechten ergebenden neuen Unternehmenspflichten dar. „Die Verordnung ist mehr als alter Wein in neuen Schläuchen. Der europäische Datenschutz-Wein ist, um im Bild zu bleiben, gereift. Betroffene werden besser über die Datenverarbeitung informiert und bekommen mehr Mittel an die Hand, um die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten kontrollieren zu können", betonte Cole.

Dr. Dominic Broy, Juristischer Referent am EMR, arbeitete die datenschutzrechtlichen Herausforderungen heraus, welche die Medienunternehmen mit der Datenschutzgrundverordnung treffen werden. Datenschutz sollte als Prozess begriffen werden, der alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens erfasse. „Es gilt, vorhandene Prozesse jetzt anzupassen, um Risiken zu minimieren, Chancen zu nutzen und aktiv an der Entwicklung eines modernen unternehmensbezogenen Datenschutzes teilzunehmen", hob Broy hervor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich Medienvertreter, wie auch Vertreter der Aufsichtsbehörden einig, dass die sich abzeichnende und gleichwohl noch inhaltlich nicht finale e-Privacy-Verordnung weitere erhebliche Auswirkungen haben wird. Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren der mit der Datenschutzgrundverordnung auch die KMUs treffende bürokratische Aufwand und die möglicherweise hohen Sanktionen bei Verstößen.

Den ausführlichen Tagungsbericht finden Sie demnächst auf unserer Webseite unter www.emr-sb.de

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