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Pressemitteilung BoxID: 123522 (Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein)
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"Qualitätsprodukt aus Schleswig-Holstein" - Schäuble und Stegner informieren sich über moderne Software bei der Polizei

(PresseBox) (Kiel, ) Während die Einführung des Digitalfunks seit Wochen bundesweit die Öffentlichkeit beschäftigt, hat eine hochmoderne Kommunikationstechnik fast geräuschlos Einzug in die Dienstellen der schleswig-holsteinischen Landespolizei gehalten. @rtus heißt das neue EDV-System, das polizeiliche Vorgänge wie Strafanzeigen, Verkehrsunfälle, Vernehmungen oder Einsatzberichte schneller und einfacher erfasst. Mehrere Dienststellen können sich mit einem Vorgang zur gleichen Zeit beschäftigen. Außerdem können Vorgänge elektronisch an andere @rtus-Dienststellen zur Bearbeitung weitergegeben werden. @rtus bietet darüber hinaus die Möglichkeit einer intensiveren Auswertung und Analyse von Daten. @rtus ist seit gut einem halben Jahr Standard in der Landespolizei. Annähernd 7.000 Polizeibeamte in über 500 Dienststellen arbeiten mit dem System. Selbst kleinere Polizeistationen auf dem Lande sind mit der Software ausgestattet.

@rtus ist auch in Berlin auf Interesse gestoßen. Seit Februar läuft die Einführung bei der Bundespolizei. Bis zum Jahresende soll sie abgeschlossen sein. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble informierte sich über das Projekt am Donnerstag (30. August) in Kiel. Schäubles Amtskollege Ralf Stegner nahm den Besuch zum Anlass, auf die gute Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und dem Bund bei der Fortentwicklung von @rtus hinzuweisen. "Ausgeprägte Fachlichkeit und kreativer Teamgeist bestimmen das Arbeitsklima", sagte Stegner. Er sei überzeugt, dass @rtus die Notwendigkeiten polizeilicher IT-Unterstützung heute und in der Zukunft erfüllen werde. @rtus sei ein Qualitätsprodukt aus Schleswig-Holstein. Es setze Maßstäbe für die Polizei in Deutschland.

Mitarbeiter der Landespolizei und die Firma Dataport haben @rtus seit 1999 gemeinsam entwickelt. 2004 gingen die schleswig-holsteinische Landespolizei und die Polizei des Bundes eine Entwicklungskooperation ein. Vorausgegangen war die Entscheidung des Bundes, auf die Entwicklung einer eigenen Software zu verzichten und stattdessen bei den Ländern nach Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der EDV Ausschau zu halten. Die Pflege der Software und ihre Weiterentwicklung kosten jedes Jahr rund 1,2 Millionen Euro, die sich das Land und der Bund je zur Hälfte teilen.