Warum MINT-Bildung wichtig ist

(PresseBox) ( Würzburg, )
Die Initiative Junge Forscher richtete mit dem Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den Aktionstag „Europa in meiner Region“ in Würzburg aus
- Schülerinnen und Schüler experimentierten in Workshops
- Dialogforum bot Plattform zum Austausch
- Schirmherr Willi Weitzel führte durchs Programm

Am Aktionstag „Europa in meiner Region“ zeigte die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF), was sie zur Nachwuchsförderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) in Bayern beiträgt. Veranstalter und Unterstützer war das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, die als Behörde in Bayern den Europäischen Sozialfonds (ESF) verwaltet. Bei der offenen Veranstaltung bekamen alle Anwesenden einen Einblick, wie die Projekttage der Bildungsinitiative an Schulen ablaufen und welche Themen dabei vermittelt werden. Ziel des Aktionstags war, die öffentliche Wahrnehmung dafür zu schärfen, was MINT-Bildung gesellschaftlich leistet und wie wichtig es ist, sie zu fördern. Oberbürgermeister Christian Schuchardt und die Vizepräsidentin der Universität Würzburg, Professorin Barbara Sponholz, begrüßten 230 Schülerinnen und Schüler und 120 Ehrengäste aus Forschung, Bildung und Wirtschaft im Vogel Convention Center in Würzburg. Die Jugendlichen experimentierten in Workshops und setzten sich mit Phänomenen der Bionik, der Energie und des Leichtbaus auseinander. Im Dialogforum diskutierten Vertreter aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft über Chancen und Herausforderungen naturwissenschaftlich-technischer Bildung.

Europäischer Sozialfonds fördert Projekt
„Das vierjährige Konzept wurde zu einer Erfolgsgeschichte in Bayern, da junge Menschen auf Augenhöhe mit Naturwissenschaftler zusammenarbeiten und spannende Experimente erleben“, skizzierte Christoph Petschenka das aktuelle ESF-Projekt. Petschenka ist Geschäftsführer der IJF. Gemeinsam mit seinem Team stellte er vor, wie sie täglich mit Unterstützung des ESF das Interesse von Schülerinnen und Schülern an Naturwissenschaft und Technik stärken. Mit der Kampagne „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Bayern“ zeigt die Verwaltungsbehörde, welche Konzepte sie regional fördert und wie Menschen konkret von europäischen Fördermitteln profitieren. Dieses Jahr hatte man sich die IJF und daher Würzburg als Veranstaltungsort ausgesucht.

Experimente mit Bezug zum Lebensalltag
An der Veranstaltung probierten 180 Schülerinnen und Schüler Würzburger Schulen (David-Schuster-Realschule, Matthias-Grünewald-Gymnasium, Riemenschneider-Gymnasium) die verschiedenen Versuche zur Bionik, Energie und Leichtbau aus. Zwei Klassen des Rhön-Gymnasiums waren extra aus Bad Neustadt angereist. Mit seiner charmant-mitreißenden Art führte IJF-Schirmherr und Welterforscher Willi Weitzel durch das vierstündige Programm. Für Staunen und begeisterte Ausrufe sorgten die Physikanten & Co. in ihrer Wissenschaftsshow. Anhand eines Bechers erklärten sie zum Beispiel spielerisch die Zentrifugalkraft oder lösten das Rätsel der Vakuum-Kanone, die ein Kuscheltier in die Zuschauermenge katapultierte.

Einblicke in MINT-Berufe
Vor dem Hintergrund, dass sich laut einer Meta-Studie aus 2017 (acatech und Körber-Stiftung) nur 15 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen MINT-Beruf vorstellen können, beeindruckten zwei Doktorranden und Azubis. Sie erzählten aus ihrem Berufsalltag. Mechatroniker Simon Fröhling und Rafael Schneider, technischer Produktdesigner, berichteten von ihren Ausbildungserfahrungen bei Brose. Beide haben seit Kindesbeinen ein Faible für Technik. Ebenfalls mit einer frühkindlichen Begeisterung für MINT erzählten Katharina Leiter und Jan Häusler von ihrem Werdegang - von der Schule bis hin zu ihren aktuellen Doktorarbeiten der Astrophysik bzw. der Chemie. „Erfinderisch mit Problemen umgehen. Interessen fördern. Lösungsstrategien entwickeln. Das alles ist ein kreativer Prozess“, zeigte sich Leiter begeistert von ihrer Passion für Astrophysik. Alle vier MINT-Protagonisten hatten etwas mitgebracht, woran sie momentan arbeiten oder forschen. So konnte das Publikum neben einem zerlegten Fahrzeug-Fensterheber sogar einen echten Meteorit und phosphoreszierende Partikel bestaunen.

Naturwissenschaft anders erleben
Die Berichte kamen bei den Jugendlichen gut an. „Es ist sehr effektiv, wenn Menschen, wie wir sie hier soeben erlebt haben, zu uns an die Schulen kommen, um authentisch erzählen“, sagt Dr. Eleonore Hose, Oberstudienrätin am Friedrich-List-Gymnasium Gemünden. Dürfen junge Menschen anschließend noch selbst tätig werden und Versuche ausprobieren, bleibe noch mehr hängen. „Deshalb greifen wir gerne auf das Angebot der Initiative Junge Forscher zurück und holen uns Naturwissenschaftler in den Unterricht“, erklärt Hose im Dialogforum. Der Bedarf an solchen außerschulischen MINT-Programmen, wie die der IJF, sei da. Und die Nachfrage steigt: so verzeichnet die Würzburger Initiative seit ihrer Gründung im Jahr 2010 jährlich steigende Buchungsanfragen seitens der Schulen. „Im Unterricht müssen zukünftig verstärkt digitale Kompetenzen vermittelt werden“, lautete das Ergebnis der Live-Umfrage, in welchem Bereich der MINT-Bildung man besonders dringenden Verbesserungsbedarf sehe. Etwas mehr als die Hälfte der anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer hatten dafür abgestimmt.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.