Wohin mit gebrauchten Mobiltelefonen?

Handynutzer sind verunsichert über richtige Entsorgungswege

(PresseBox) ( Berlin, )
Die vielen "Schubladenhandys" in Deutschland sind nicht zuletzt Ergebnis von mangelnder Transparenz bei der Entsorgung. Handynutzer in Deutschland bewahren ihre ausrangierten Handys nicht nur als Ersatz für den Notfall, sondern vielfach auch aus Unsicherheit und Unkenntnis über die Entsorgungsprozesse auf. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das imug Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF) durchgeführt hat. Befragt wurden 1.004 Personen älter als 14 Jahre.

38 Prozent der befragten Handybesitzer gaben an, ihr zuletzt genutztes Handy bzw. Smartphone aufbewahrt zu haben. Die große Mehrzahl von ihnen (zwei Drittel derjenigen, die aufbewahren) hütet sogar mindestens zwei Geräte. Als Motiv gaben 63 Prozent an, ihre alten Geräte als Ersatz für den Notfall aufzuheben. Für genauso viele ist aber die Intransparenz der Entsorgungswege ein wichtiges Motiv für die Aufbewahrung (62 Prozent). Unwissenheit über Abgabemöglichkeiten spielt bei immerhin 44 Prozent eine entscheidende Rolle. "Offensichtlich ist, dass Unsicherheiten und Informationsdefizite über das Recyceln - also das Wie, Wo, Warum und Bei wem - für viele, die Geräte aufbewahren, von zentraler Bedeutung sind", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF das Ergebnis.

80 Prozent der Handynutzer haben nach eigenen Angaben ihr aktuell genutztes Gerät neu erworben, der Anteil gebrauchter Geräte liegt bei relativ geringen 16 Prozent. Nutzen wollen die Befragten die Geräte aber nur eine relativ kurze Zeit. Für die Hälfte der Befragten beträgt der Nutzungshorizont gerade einmal bis zu zwei Jahren. Bei den unter 45-Jährigen sind es sogar fast zwei Drittel, die spätestens in zwei Jahren einen Wechsel planen. "Damit ist absehbar, dass die Stückzahl der nicht mehr genutzten, gebrauchten Geräte in naher Zukunft weiter deutlich ansteigt und der Bedarf an Aufklärung noch wächst", bewertet Wiebusch das Ergebnis.

Die repräsentative Umfrage wurde im September 2013 als Omnibus-Befragung (Mehrthemenbefragung) vom imug Institut aus Hannover durchgeführt. Die vollständige Studie kann als PDF-Datei von der Website des Informationszentrums Mobilfunk unter dem Link www.izmf.de/de/content/infomaterial heruntergeladen werden.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.