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Pressemitteilung BoxID: 77523 (Industrie- und Handelskammer zu Schwerin)
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Bisher solide Konjunkturentwicklung

(PresseBox) (Schwerin, ) Im Herbst 2006 peilt der Konjunkturverlauf einen neuen Höhepunkt an. Der Auftragseingang nimmt zu und die Umsätze steigen. Die Investitionsintensität nimmt zu und die Beschäftigung wächst hauptsächlich in der Industrie. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK zu Schwerin, die 824 Unternehmen aus der Industrie, dem Bauhauptgewerbe, dem Einzelhandel, dem Verkehrs-, Kredit- und Dienstleistungsgewerbe befragte.

´Die Geschäftslage in Westmecklenburg hat sich verbessert. Ein knappes Drittel der Unternehmen schätzt sie jetzt gut und die Hälfte als befriedigend ein. Gegenüber dem Herbst 2005 stellt sich die wirtschaftliche Gesamtsituation deutlich solider und wesentlich günstiger dar´, so Dipl.-Ing. Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin. Die wachsende Umsatzentwicklung wirkt sich auch positiv auf die Ertragslage vieler Unternehmen aus.

Industrie – konjunktureller Schrittmacher
Den dynamischen konjunkturellen Rhythmus in der Wirtschaft bestimmt klar die Industrie. Leider lässt sich das positive Bild dieses Bereiches nicht ausnahmslos auf die anderen Wirtschaftszweige übertragen. Stärkste Bremse der Konjunktur bleibt die Binnennachfrage. Es gelang ihr letztlich nur ansatzweise, den Konsum mitzuziehen. Ohne steigende Nachfrage wird aber nach Einschätzung der Schweriner IHK die Investitionsdynamik in der Breite kaum zulegen. Deutliche Anreize für eine höhere Beschäftigung sowie Einkommenszuwächse fehlen. Da die vom Konsum abhängigen Wirtschaftsbereiche, wie beispielsweise der Handel und das sonstige Dienstleistungsgewerbe, einen erheblichen Anteil an der Wertschöpfung besitzen, wirkt sich die dort geringere konjunkturelle Dynamik selbstverständlich auf die gesamte Wirtschaftsentwicklung aus.

Wirtschaftliche Aussicht durch kommende Steuererhöhung gedämpft
Thiele weiter: ´Die Anzahl der in ihren geschäftlichen Erwartungen für die nächsten Monate optimistischen Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr gewachsen und die der Pessimisten wurde kleiner. Diese Entwicklung spricht für die verbesserte wirtschaftliche Dynamik seit dem Herbst 2005.´ Aber die kommenden steuerlichen Veränderungen des nächsten Jahres werfen schon deutlich ihren Schatten voraus. Die geschäftliche Situation und noch wesentlich stärker die konjunkturellen Erwartungen werden bereits von den kommenden Steuer- und Abgabenerhöhungen überlagert. Es wird in breiter Front zu Preisanpassungen kommen, da Polster so gut wie nicht vorhanden sind. Ihre Auswirkungen verschieben eventuell die Nachfrage und verändern den Wettbewerb. Diese Entwicklung hat durch möglicherweise sinkende Umsätze und geringere Erträge Konsequenzen für die Unternehmen.
Auf Grund dieser Besorgnisse befruchtet nach Auffassung der IHK die bisher eigentlich gute konjunkturelle Entwicklung zu wenig die Stimmung in der Wirtschaft. Skepsis und Unsicherheit fassen wieder vermehrt Fuß. Insbesondere durch das Gewicht der konsumnahen Unternehmen wird die gesamte konjunkturelle Aussicht im Herbst 2006 gegenüber dem Sommer 2006 kritischer.

Investitionsengagement nimmt zu
Trotzdem wird das Investitionsengagement der Wirtschaftszweige noch zunehmen. Breiten Raum räumen die Unternehmen insbesondere der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch Kostensenkungen und Arbeitszeiteinsparungen ein. Darauf scheint auch das teilweise Vorziehen von Anschaffungen wegen der kommenden Mehrwertsteuererhöhung bereits einen gewissen Einfluss auszuüben.

Beschäftigung ohne wesentliche Veränderung
´Da die Investitionsentwicklung der Personalplanung vorausläuft, kann angesichts der günstigeren Investitionsabsichten, trotz vieler Rationalisierungsvorhaben, insgesamt mit einer Konsolidierung und eventuell einer sporadischen Verstärkung der Beschäftigung – besonders in der Industrie - gerechnet werden. Für den Arbeitsmarkt können diese Entwicklungen jedoch kaum deutliche Entlastungen bringen´, äußert IHK-Präsident Jörgen Thiele.

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