Erfurter Kreuz - industrieller Motor Thüringens mit Produktivität auf Hamburger Niveau

IHK Südthüringen analysierte ökonomische Bedeutung des Industriegebiets

Suhl-Mäbendorf, (PresseBox) - Nördlich der Stadt Arnstadt beherbergt der Ilm-Kreis mit dem Erfurter Kreuz einen der industriellen Motoren Thüringens. Das zeigt eine Analyse der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK). Die Wirtschaftskraft von gerade einmal 45 Industriebetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten am Erfurter Kreuz ist höher als die der Gesamtindustrie der meisten Thüringer Landkreise. Die Produktivität des Industriegebiets liegt erheblich über dem Bundesdurchschnitt. Die Verdienstmöglichkeiten für die Beschäftigten sind im Thüringer Vergleich außerordentlich.

Die Industriebetriebe am Erfurter Kreuz erwirtschafteten im Jahr 2015 einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Das entspricht 6,7 Prozent der Thüringer Industrieumsätze. Wäre das Erfurter Kreuz ein Landkreis, dann stünde es mit dieser Umsatzstärke auf Rang 5 der Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte. Lediglich der Wartburgkreis, der Landkreis Gotha, der Landkreis Schmalkalden-Meiningen und die Stadt Eisenach verfügen, wenn man den Ilm-Kreis außer Acht lässt, über höhere Industrie-Umsatzanteile. Nur in der Stadt Eisenach übersteigen die Industrie-Umsätze je Betrieb das Niveau am Erfurter Kreuz. Das zeigen Daten, die das Thüringer Landesamt für Statistik exklusiv für die IHK Südthüringen gerechnet hat.

Auch die Produktivität kann sich sehen lassen. Im Jahr 2015 betrug der Umsatz je Beschäftigten 354.875 Euro. Eine vergleichbare Produktivität wurde nirgendwo sonst in Thüringen erreicht. Im Bundesvergleich verfügen lediglich die Städte Hamburg und Bremen mit ihren im Hafenumfeld angesiedelten Unternehmen der Hochtechnologie über höhere Produktivitätszahlen. Den Bundesdurchschnitt von 293.328 Euro Umsatz je Beschäftigten überschreitet man am Erfurter Kreuz spielend.

Aufgrund der hohen Produktivität ist den Unternehmen auch eine für Thüringen überdurchschnittliche Entlohnung möglich. Im Jahr 2015 erreichten die Beschäftigten ein durchschnittliches Jahresentgelt von 33.965 Euro. Damit verdienten die Beschäftigten am Erfurter Kreuz pro Jahr über 2.000 Euro mehr als der Thüringer Durchschnitt.

„Die Ansiedlungspolitik am Erfurter Kreuz ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Thüringen hat in der Entwicklung und Vermarktung dieses Industriegebiets vieles richtig gemacht und damit im europäischen Maßstab einen der konkurrenzfähigsten Standorte geschaffen. Andere Standorte wie das Industriegebiet Thüringer Tor im Landkreis Schmalkalden-Meiningen verfügen dagegen noch über Potential. Man würde sich daher zusätzliches Engagement des Landes auch für Standorte wünschen, die nicht direkt vor den Toren der Landeshauptstadt liegen“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

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