IHK Siegen informiert zu Energiemanagementsystemen

(PresseBox) ( Siegen/Olpe, )
Nicht erst seit der Energiewende nimmt der Stellenwert der Energiekosten in Unternehmen des produzierenden Gewerbes weiter zu. Um eine systematische Optimierung der Energiekosten zu ermöglichen, kann die Einführung eines Energiemanagementsystems eine große Hilfe sein. Kürzlich informierten sich 60 Unternehmer über "Energiemanagement in der betrieblichen Praxis" und über Aufwand und Nutzen von Energiemanagementsystemen. Diese bekommen größere Bedeutung ab 2013, weil sich die Voraussetzungen für Steuererstattungen für energieintensive Betriebe ändern.

Um die Energiekosten in Unternehmen nachhaltig zu senken, ist die systematische Erfassung und Bewertung der Energieströme von zentraler Bedeutung. Hilfestellung bei der Einführung eines Energiemanagementsystems bieten entsprechende Normen, die DIN EN 16001 auf europäischer Ebene beziehungsweise die ISO 50001 als künftiger internationaler Standard.

Die Teilnehmer diskutierten mit den Experten die Inhalte und Anforderungen dieser Normen. Wolfgang Fechner (TÜV Rheinland Cert GmbH): "Die Normen sind in weiten Teilen sehr allgemein gehalten. Das bietet den Unternehmen den Vorteil, dass sie die Rahmenbedingungen selbst definieren können." Aber es werden auch Mindestanforderungen formuliert. Dazu zählen laut Fechner vor allem die Bestandsaufnahme, die Definition von strategischen und operativen Zielen, sowie die Überwachung und die interne Auditierung. "Die Anzahl und die Art der erforderlichen Messstellen ist in der Norm aber nicht detailliert festgelegt" betont Fechner. Dadurch haben die Unternehmen die Chance, das System zur Messung des Energieverbrauchs Schritt für Schritt aufzubauen.

Einen Leitfaden, zur Annäherung an die Norm, stellte Herr Gerald Orlik von der EnergieAgentur.NRW vor. Das "Modulare Energie-Effizienz-Modell" (mod.EEM) ist eine Onlineplattform, welche die Anforderungen der Normen abbildet. Diese sind als Checkliste hinterlegt und können von den Unternehmen sukzessive abgearbeitet werden. Man habe bei der Entwicklung der Plattform vor allem auf den praktischen Nutzen für die Unternehmen geachtet. So finden sich zu allen Punkten der Norm Beispiele aus der Praxis und nützliche Vorlagen, um die Bearbeitung zu erleichtern. Interessierte Unternehmen haben die Möglichkeit sich kostenlos an dem Projekt zu beteiligen.

Beide Referenten waren sich einig, dass im Unternehmen vor allem die "Energie-Verantwortlichkeit" klar geregelt sein muss. "Der Energiemanager hat die Aufgabe den gesamten Prozess im Unternehmen zu strukturieren und fachlich zu begleiten", so Fechner. Orlik ergänzte: "Dies kann unter Umständen auch ein externer Energieberater sein, die Norm macht hier keine Vorgaben."

Ein weiteres Argument für mehr Engagement beim Energiemanagement: Die Aspekte Umwelt- und Klimaschutz gewinnen auch in der externen Kommunikation und beim Image des Unternehmens mehr und mehr an Bedeutung. Abschließend stellte Stefan vom Schemm, gemeinsamer Energieexperte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammern, Angebote vor: Neben weiteren Veranstaltungen zum Thema, bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) ihren Mitgliedern unter anderem die Möglichkeit einer kostenlosen Einstiegsberatung. Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer können mit Herrn vom Schemm einen Gesprächs- oder Besuchstermin vereinbaren (Telefon 02331 390-245). Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.ihk-siegen.de.
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