Wirtschaftsverkehr ist Nabelschnur der Landeshauptstadt

Viele IHK-Mitglieder und Bürger von Fahrverboten betroffen

Stuttgart, (PresseBox) - „Die Mobilität von Gütern, Dienstleistungen und Mitarbeitern sowie die Erreichbarkeit für Kunden ist für viele der rund 160.000 IHK-Mitgliedsunternehmen maßgeblich für ihren Geschäftsbetrieb. Der Wirtschaftsverkehr ist aber auch die Nabelschnur der Landeshauptstadt, die sie am Leben hält", sagt Marjoke Breuning, Präsidentin der Industrie- und Handels-kammer (IHK) Region Stuttgart, angesichts der ab 2018 in Stuttgart drohenden Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Mithilfe ihrer Fahrzeuge sichern Betriebe unterschiedlichster Branchen die Versorgung Stuttgarts, halten die Produktion aufrecht und führen Dienstleistungen aller Art aus. So entstehen rund 25 bis 30 Prozent des Verkehrsaufkommens in Stuttgart durch den Wirtschaftsverkehr. Insbesondere dieser wäre von Diesel-Fahrverboten betroffen, denn 67 Prozent der gewerblich genutzten Pkw und 96 Prozent der Nutzfahrzeuge in Deutsch-land haben einen entsprechenden Motor.

Die IHK fordert daher Lösungen für den Wirtschaftsverkehr, um die Innenstadt funktionsfähig zu halten. Dafür werden nach den bisherigen Überlegungen von Land und Stadt nach Ansicht der IHK Ausnahmeregelungen erforderlich sein. „Rund 37.000 IHK-Mitgliedsunternehmen haben ihren Sitz in Stuttgart und sind dringend auf Ausnahmeregelungen angewiesen. Letztlich treffen Verbote jedoch jeden Unternehmer, der in die Stadt fahren muss, und somit die Region und ihre Unternehmen als Ganzes", so Breuning.

Zum Wirtschaftsverkehr tragen Betriebe unterschiedlicher Branchen und mit verschiedenen Aufgaben bei. Ein wichtiger Teil ist der Lieferverkehr, der von Transportdienstleistern ausgeführt wird – vom Fahrradkurier über den Paketdienst-leister bis zum Transportunternehmen. Rund 1.300 Mitglieds-betriebe mit Sitz im Stadtkreis Stuttgart, darunter auch die Betriebe für Personenbeförderung, zählen zu dieser Branche; rund 4.800 Mitgliedsbetriebe sind es in der gesamten Region. Da davon auszugehen ist, dass die Flotten nur schrittweise erneuert werden, ist von einem großen Bestand von Fahrverboten betroffener Pkw und Lkw auszugehen. Mittelbar sind aber fast alle Branchen von Transportdienstleistungen abhängig. So wären von Fahrverboten alleine in der Landeshauptstadt 7.900 IHK-Mitgliedsbetriebe aus Groß- und Einzelhandel, 1.900 Gaststätten und Hotels sowie 3.500 Betriebe des produzierenden Gewerbes betroffen. In der gesamten Region Stuttgart sind 38.000 Groß- und Einzelhändler, 6.900 Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie sowie 28.000 produzierende Unternehmen Kammermitglieder.

In Stuttgart sind zudem rund 20.000 Dienstleistungsbetriebe Mitglieder der IHK, in der gesamten Region mehr als 73.000. Diese müssen häufig ihre Leistungen direkt vor Ort beim Kunden erbringen oder vom Kunden gut erreichbar sein. Beispiele hierfür sind IT-, Ingenieur- und Finanzdienstleister, Servicetechniker oder Pflegedienste.

Weiterer Aspekt des Wirtschaftsverkehrs ist die Mobilität von Mitarbeitern, beispielsweise, wenn diese an verschiedenen Unternehmensstandorten oder zeitweise im Außendienst tätig sind. Schließlich sind viele Beschäftigte auf ihr Auto angewiesen, um den Arbeitsplatz zu erreichen, beispielsweise, wenn dieser außerhalb der Landeshauptstadt liegt. 40 Prozent des motorisierten Individualverkehrs in Deutschland stehen im Zusammenhang mit Beruf, Ausbildung oder Einkaufen. Rund 1,4 Millionen der insgesamt fast acht Millionen Wege, die täglich in der Region zurückgelegt werden, entfallen auf Arbeit und Ausbildung. 675.000 Wege dienen dem Einkauf.

„Für viele Unternehmen sind ihre Fahrzeuge Arbeitsmittel und Existenzgrundlage. Diese Betriebe, ihre Kunden und die Stadt insgesamt würden durch Fahrverbote beeinträchtigt", so Breuning. Das Regierungspräsidium Stuttgart und die Landeshauptstadt sollten hier schnell durch die Vorlage einer Konzeption für Klarheit sorgen.

Diese Pressemitteilung steht auf www.stuttgart.ihk.de, Nr. 3697374.

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