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Pressemitteilung BoxID: 238822 (Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim)
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IHK: Regional Unternehmen investieren weniger im Ausland

Kostenvorteile treten in den Hintergrund

(PresseBox) (Osnabrück, ) Die Finanz- und Wirtschaftskrise bremst offenbar auch die Expansionspläne der regionalen Unternehmen im Ausland. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der IHK Osnabrück-Emsland hervor. Demnach werden 21 % der Unternehmen in diesem Jahr ihre Auslandsinvestitionen zurückfahren, nur 5 % rechnen mit steigenden Beträgen. Im Vorjahr waren die Unternehmen mit expansiven Investitionsplänen noch in der Mehrheit.

Neben den verschlechterten weltwirtschaftlichen Perspektiven sind nach IHK-Einschätzung auch die sinkenden Kostenvorteile der Auslandsproduktion ein Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen. Nur noch 20 % der Unternehmen, die in diesem Jahr im Ausland investieren, wollen damit vor allem günstigere Produktionskosten realisieren. 2008 traf dies noch auf 27 % der Betriebe zu. Aktuell im Vordergrund steht dagegen der Aufbau von Vertriebs- und Kundendienststrukturen im Ausland. Auf diese Weise möchten die Unternehmen die Exportentwicklung stabilisieren, zumal knapp die Hälfte eine in den kommenden Monaten sinkende Auslandsnachfrage befürchtet.

Steigende Arbeitskosten in bisherigen Niedriglohnländern, teilweise schlechte Erfahrungen mit Bürokratie und der bisweilen unzureichende Schutz vor Produktpiraterie lassen immer mehr Unternehmen auch über Rückverlage-rungen nach Deutschland nachdenken. So plant jedes zwanzigste Unternehmen, das in der Vergangenheit im Ausland investiert hat, einen Teil der Aktivitäten wieder nach Deutschland zu holen. Länder im EU-Raum sind dabei ebenso betroffen wie Märkte in Osteuropa und Asien.