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Pressemitteilung BoxID: 301186 (Industrie- und Handelskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim)
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IHK-Energieforum 2009: Erdöl wird an Bedeutung verlieren

(PresseBox) (Osnabrück, ) "Wir brauchen weiter einen ideologiefreien Mix aller verfügbaren Energieträger", kommentiert Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland, das Ergebnis des "Energieforum 2009". "Dies schließt aus Sicht der IHK-Organisation die Nutzung der Kernenergie sowie der Kohleenergie ausdrücklich mit ein."

Unter Federführung der IHK Osnabrück-Emsland hatte der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) nach Hannover eingeladen. Referent Prof. Bernhard Cramer von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe erläuterte den Teilnehmern, dass sich der bestehende Energiemix weltweit an neue Bedingungen anpassen muss. "Heute liefern Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran mehr als 85 % der Primärenergie für die Welt", so der Experte. Er machte deutlich, dass die derzeit vier wichtigsten Energierohstoffe auch in der näheren Zukunft weiterhin die Hauptlast der Versorgung tragen werden. Aus geologischer Sicht sei allerdings langfristig mit einer Verknappung des Erdöls zu rechnen. Dagegen seien Kohle und Uran noch sehr lange Zeit verfügbar.

Referentin Birgit Hutcheson, Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH, Stade, forderte aus Sicht der Wirtschaft eine standortbezogene Energiepolitik für Deutschland. "Gerade für die energieintensive Industrie ist eine kostengünstige Energieversorgung lebenswichtig".

Dr. Niels Kämpny, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, erläuterte abschließend die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen aus Sicht der Niedersächsischen Landesregierung. So stünden Klimaschutz und Energieversorgung nicht in einem Widerspruch. Niedersachsen sei hier das erste Bundesland, das eine eigene Regierungskommission Klimaschutz eingerichtet habe. "Wir erhoffen uns Anstöße und Handlungskonzepte, wie Niedersachsen angemessen auf den Klimawandel vorbereitet und zu einem innovativen Energiestandort entwickelt werden kann", so Kämpny.

Weitere Informationen: IHK, Juliane Hünefeld-Linkermann, Tel. 0541 353-519