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Pressemitteilung BoxID: 123983 (Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main)
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Misstrauen durch Online-Durchsuchungen

IT-Ausschuss der IHK lädt zur Diskussion

(PresseBox) (Offenbach am Main, ) Richtet der Bundestrojaner mehr Schaden an, als er Nutzen stiftet? Die bloße Ankündigung von Online-Durchsuchungen seitens des Bundesinnenministeriums beschert deutschen Behörden, Ämtern und Institutionen derzeit eine Welle des öffentlichen Misstrauens. Fraglich ist, wie nützlich und notwendig ein solches Überwachungsinstrument tatsächlich ist.

Der IT-Ausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main wird sich deshalb in einer öffentlichen Sitzung am 13. September 2007, von 8:30 bis 11:00 Uhr (1. OG, Raum 115), des Themas annehmen. Unter Vorsitz des IHK-Vizepräsidenten Hans-Joachim Giegerich soll ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion geleistet werden. Professor Dr. Thomas Wilmer, Mitglied der Rechtsanwälte BDH und Leiter des Instituts für Informationsrecht an der Hochschule Darmstadt, wird die rechtlichen Problematik darstellen. Die technische Machbarkeit erläutert Ausschussmitglied Christian Schülke von schuelke.net aus Langen.

Obwohl fertige Pläne für die praktische Umsetzung angeblich bereits beim BKA liegen, scheinen diese aber noch nicht endgültig abgestimmt. Der Vorschlag, im Namen einer Behörde offizielle E-Mails samt eines beigefügten Trojaners zu verschicken, schürt daher vor allem das Misstrauen in öffentlichen Institutionen.

Gerade deshalb wird kein Thema derzeit öffentlich so hitzig diskutiert wie das geplante heimliche Schnüffeln des Staates in fremden Computern. Datenschützer befürchten das Ende der Privatsphäre, BKA und Bundesinnenministerium verweisen hingegen auf die praktische Notwendigkeit des Instruments zur Terrorbekämpfung.

Weitere Informationen und Anmeldungen zu der kostenlosen Veranstaltung „Online-Durchsuchung - Wie weit darf der Staat gehen?“ sind bis 10. September 2007 möglich.

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