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IHK-Gründerpreis 2014

(PresseBox) ( Nürnberg, )
Die Sieger: Eolotec GmbH, Nürnberg / Streetspotr GmbH, Nürnberg / TroFilms GmbH, Georgensgmünd

Innovative Wälzlagersysteme für Windräder, eine Online-Plattform für die Vermittlung von Mini-Aufträgen, die per Smartphone erledigt werden, sowie neuartige Folien für die Veredelung von Druckerzeugnissen: Für diese Geschäftsideen wurden Wolfgang Losert und Mathias Pick (Geschäftsführer der Eolotec GmbH, Nürnberg), Werner Hoier und Dorothea Utzt (Geschäftsführer der Streetspotr GmbH, Nürnberg) und Ralf Troyer (Geschäftsführer der TroFilms GmbH, Georgensgmünd) mit dem IHK-Gründerpreis 2014 ausgezeichnet.

Präsident Dirk von Vopelius, der Rother Landrat Herbert Eckstein und die Sponsoren gratulierten den Preisträgern bei einer Feierstunde in der IHK. Walter Greul (Geschäftsführender Gesellschafter der Astrum IT GmbH in Erlangen und selbst erster IHK-Gründerpreisträger im Jahr 1996), Ingrid Hofmann (Geschäftsführerin der I.K. Hofmann GmbH in Nürnberg) und Peter Kurz (Vorstand der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG in Fürth) hatten das Preisgeld von jeweils 10 000 Euro zur Verfügung gestellt. Walter Greul trat als Laudator für die Eolotec GmbH, Ingrid Hofmann als Laudatorin für die Streetspotr GmbH und Peter Kurz als Laudator für die TroFilms GmbH auf. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Kathrin Degmair (Leiterin des Studios Franken des Bayerischen Rundfunks), die auch Mitglied der achtköpfigen Experten-Jury war.

Bilanz IHK-Gründerpreis 2014

Die IHK schreibt den Gründerpreis seit 19 Jahren aus, um das Gründerklima in der Region weiter zu verbessern. In diesem Jahr hatten 34 junge Unternehmen ihre Geschäftskonzepte eingereicht, die bisher 307 Arbeitsplätze und zwölf Ausbildungsplätze geschaffen haben. Außerdem sind für die Bewerber rund 100 freie Mitarbeiter tätig. Teilnehmen konnten alle Mitgliedsunternehmen der IHK, die ihre geschäftliche Tätigkeit nach dem 31. Dezember 2008 begonnen hatten.

Eolotec GmbH, Nürnberg
Geschäftsführer: Wolfgang Losert und Mathias Pick

ln Windeseile erfolgreich

Wolfgang Losert und Mathias Pick, Gründer der Nürnberg Eolotec GmbH, haben sich auf hochpräzise Wälzlagersysteme für Windräder spezialisiert. Gemeinsam mit zehn Mitarbeitern berechnen und konstruieren sie sogenannte Main Bearing Units (MBU) - das sind abgeschlossene und einbaufertige Einheiten, die aus Welle, Gehäuse, Wälzlagern, Dichtungen und Umbauteilen bestehen. Eolotec verkauft dann je nach Kundenwunsch entweder die Pläne als Lizenz oder die fertigen Produkte. Hergestellt werden die rund 20 Tonnen schweren und 100 000 bis 300 000 Euro teuren Einheiten bei Partnerbetrieben.

Eolotec hat eine Sensorik für die Montage entwickelt, die sicherstellt, dass die Lager auf den hundertstel Millimeter genau eingebaut werden. Außerdem seien die Konstruktionen von Eolotec kompakter, sie kämen deshalb mit kleineren Lagern aus. Für eine Acht-Megawatt-Anlage werde fünf Mal weniger Wälzlager-Stahl benötigt als bei vergleichbaren Lösungen. Die Kunden von Eolotec sind Hersteller von Windturbinen und großen Generatoren weltweit. Eolotec konstruiert und fertigt auch Hebehilfen, mit denen die MBUs bis zu 140 Meter gehoben werden, um in Windkraftanlagen eingebaut zu werden. Diese Konstruktionen machen immerhin rund 20 Prozent des Umsatzes aus.

Wolfgang Losert und Mathias Pick hatten beide bei einem Wälzlagerhersteller in der Region gearbeitet. Kennengelernt haben sich die Jungunternehmer jedoch erst bei ihrem späteren gemeinsamen Arbeitgeber - einem Entwickler für Windkraftanlagen, der diesen Bereich jedoch aufgab. Losert und Pick übernahmen das Geschäftsfeld mit vier Mitarbeitern im Zuge eines Management-Buy-out und gründeten im Jahr 2012 die Eolotec GmbH. "Das ist eine einmalige Kombination in der Branche: Wir sind beide mit Wälzlagertechnik groß geworden und verfügen zusätzlich über umfangreiches Windkraft-Know-how", sagt Losert.

Die Eolotec GmbH - der Namen setzt sich zusammen aus den Begriffen "Aiolos" (griechischer Gott des Windes) und "Technik" - will in etwa fünf Jahren ein Zehntel der weltweit neu aufgestellten Turbinen mit ihren Lagern ausstatten - das sind jährlich etwa 1 000 Einheiten - und eine eigene Montage betreiben. Märkte für die Lagersysteme sehen die Geschäftsführer außer in Europa auch in Japan, Korea und Amerika. Außerdem sollen neue Kunden zum Beispiel im Baumaschinen- oder Schiffsbau gewonnen werden.

www.eolotec.com

Streetspotr GmbH, Nürnberg
Geschäftsführer: Dorothea Utzt und Werner Hoier

Arbeiten im Vorübergehen

Praktisch im Vorübergehen können die Nutzer der App "Streetspotr" bares Geld verdienen. Denn das junge Nürnberger Unternehmen Streetspotr GmbH vermittelt kleine Aufträge, die Smartphone-Nutzer in ihrer unmittelbaren Umgebung erledigen können. Beispielsweise überprüfen sie für Hersteller von Konsumgütern, wie deren Produkte in den Geschäften platziert sind oder ob deren Werbung wie vereinbart angebracht wurde. Für Branchenverzeichnisse kontrollieren sie Adressen und erfassen Firmen- oder Ortsdaten. Außerdem testen sie Produkte oder den Service von Unternehmen.

Die Auftraggeber stellen die Mini-Aufträge selbst in das Streetspotr-Portal ein oder erhalten auf Wunsch eine Rundumbetreuung. Den registrierten Nutzern werden diejenigen Spots angezeigt, die in ihrer näheren Umgebung abzuarbeiten sind. Die dafür notwendige Software für die Betriebssysteme iOS und Android steht kostenlos im App-Store und im Play Store zur Verfügung. Alle eingehenden Arbeitsergebnisse werden der Streetspotr GmbH auf Plausibilität überprüft, bevor sie an die Kunden weitergeleitet werden.

In der Regel zahlen die Auftraggeber je nach Aufwand zwischen einem und 30 Euro pro Auftrag. Die fleißigsten Streetspotr verdienen bis zu 1 500 Euro im Jahr, der durchschnittliche Nutzer bekommt rund zehn Euro pro Monat auf sein Paypal-Konto. Neben Geld erhalten die User auch Punkte und virtuelle Abzeichen, mit denen man sich für höher bezahlte Jobs qualifiziert. Rund 250 000 aktive Nutzer hat Streetspotr derzeit vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien und ist damit nach eigener Aussage Europas größte "mobile Workforce".

Erfahrung mit Smartphone-Programmen haben die Gründer reichlich: Dorothea Utzt, Werner Hoier und Holger Frank haben vorher bereits gemeinsam Apps entwickelt, beispielsweise einen Kalender für das iPhone oder Spiele. Ein Auftrag von BMW gab schließlich 2011 den Ausschlag, die Streetspotr GmbH zu gründen: Der Automobilhersteller hatte bei dem jungen Team nach einer App gefragt, mit der Daten von Parkhäusern (z.B. Name, Öffnungszeiten, Preise) für das Navigationssystem erfasst werden können. Es stellte sich bald heraus, dass dieser Dienst auch für andere Firmen interessant sein könnte. Heute beschäftigt Streetspotr 18 Mitarbeiter und will in fünf Jahren weltweit vertreten sein, außerhalb Europas möglicherweise über ein Franchise-System.

www.streetspotr.de

TroFilms GmbH, Georgensgmünd
Geschäftsführer: Ralf Troyer

Edle Oberflächen für Printprodukte

Kratz- und scheuerfeste Spezialfolien für die Druckveredelung sind die Produkte der TroFilms GmbH. Zum Einsatz kommen die Folien bei hochwertigen Druckerzeugnissen wie Bucheinbänden, Geschäftsberichten, Papiertaschen, Etiketten oder Verpackungen. Die hauchdünne Kunststoffschicht schützt die bedruckte Oberfläche und macht sie kratz-, bruch- und scheuerfest. Geschäftsführer Ralf Troyer hatte im März 2012 in Georgensgmünd zunächst eine Einzelfirma gegründet, kurz darauf wandelte er sie in die TroFilms GmbH um und etablierte das Produkt innerhalb kürzester Zeit am Markt.

Auf die "rohen" Polypropylen-Folien, die aus China, Japan oder Südkorea bezogen werden, bringt TroFilms eine Acrylat-Beschichtung auf. Die dadurch entstehenden zwei bis drei hundertstel Millimeter dicken Bahnen haben nach der Polymerisierung eine glasharte Oberfläche, sind aber trotzdem gut bedruckbar. "Die wesentlichen Teile der Maschine haben wir selbst entwickelt, das Verfahren beherrschen nur wir", sagt Troyer. Die Folien von TroFilms seien zwar teurer als Standardprodukte, machten dies jedoch durch Kosteneinsparungen im Druckprozess beim Kunden mehr als wett.

Troyers Kunden sind vor allem Händler, die wiederum die Druckereien und Druckveredler weltweit beliefern. Auf diese Weise werden die Produkte aus Georgensgmünd auch in China oder Australien verwendet. Seit der Gründung ist TroFilms schnell gewachsen: Waren es zu Beginn drei Mitarbeiter, so sind es heute 13, im kommenden Jahr sollen es bereits 20 sein. "Der Umsatz hat sich seit der Gründung verzehnfacht", sagt der Geschäftsführer, der nach eigenen Angaben seit dem zweiten Monat schwarze Zahlen schreibt. Um die große Nachfrage nach seinen Acrylfolien zu decken, investiert er in Kürze 1,8 Mio. Euro in weitere Produktionsanlagen.

Troyer sieht für sein Unternehmen weiterhin eine glänzende Perspektive, denn der Markt für die Veredelung von Druckerzeugnissen wachse weiter. Mit neuen innovativen Produkten will TroFilms an diesem Markttrend teilhaben und das weltweite Engagement ausweiten. Im nächsten Jahr will Troyer Folien mit Strukturen, 3D-Effekt und besonderen haptischen Eigenschaften auf den Markt bringen.

www.trofilms.de
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