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Pressemitteilung BoxID: 431012 (Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald)
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Verarbeitendes Gewerbe in der Region Nordschwarzwald legt 2010 zu

(PresseBox) (Pforzheim, ) "Der wirtschaftliche Aufschwung war 2010 in der Region Nordschwarzwald deutlich zu spüren und zeigt sich nun auch in der amtlichen Statistik", so Thomas Walter, Volkswirt der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald über die Zahlen des Verarbeitenden Gewerbes in der Region Nordschwarzwald für 2010. Die Zahlen beziehen sich auf Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten.

So erhöhte sich der Gesamtumsatz der regionalen Industrie von 9,9 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf 12,2 Milliarden Euro in 2010. Dass mit 64,3 Prozent fast zwei Drittel des Umsatzes im Inland erzielt wurde, unterstreicht die starke Verflechtung der regionalen Industrie als klassischer Zulieferer an andere inländische Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes.

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sind die meisten Menschen der Region in der Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen (15.079) und im Maschinenbau (14.914) beschäftigt. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von über drei beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro. Der Maschinenbau hat mit 61 Prozent dabei zudem die höchste Exportquote aller Wirtschaftszweige in der Region.

Im Stadtkreis Pforzheim erwirtschafteten die 30 Betriebe der Schmuckindustrie mit Ihren 1.995 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von knapp über 248 Millionen Euro bei einem Auslandsanteil von 99 Millionen Euro. Die 36 Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Herstellung von Metallerzeugnissen konnten dagegen mit ihren 4.788 Beschäftigen einen Gesamtumsatz von 689 Millionen Euro bei einem Exportanteil von 258 Millionen Euro realisieren. Insgesamt erwirtschaftete der Stadtkreis Pforzheim einen Anteil von knapp 23 Prozent des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.

Im Enzkreis erzielte der Wirtschaftszweig Herstellung von elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie elektrischen Ausrüstungen mit rund 901 Millionen Euro den höchsten Gesamtumsatz und der Maschinenbau mit rund 404 Millionen Euro den höchsten Auslandsumsatz. Mit 6.100 Beschäftigten arbeiten die meisten Beschäftigten innerhalb der Industrie in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Herstellung von Metallerzeugnissen. Im Enzkreis hat das Verarbeitende Gewerbe mit 38,3 Prozent die zweithöchste Exportquote innerhalb der Region. Mit einem Anteil von 33 Prozent erwirtschaftete der Enzkreis ein Drittel des gesamten Umsatzes im Verarbeiteten Gewerbe der Region.

Im Landkreis Calw ist die Verflechtung des Verarbeitenden Gewerbes mit den ausländischen Märkten am geringsten ausgeprägt. Die Exportquote von 26,6 Prozent liegt weit unter dem regionalen Durchschnitt von insgesamt 33,7 Prozent.

Mit 2.097 arbeiten die meisten Menschen im Fahrzeugbau. Der Umsatz der Branche wird aber aus Gründen des Datenschutzes von der amtlichen Statistik nicht ausgewiesen. Im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl folgt mit 1.680 Personen der Maschinenbau mit einem Umsatz von rund 247 Millionen Euro. Insgesamt erwirtschaftete der Landkreis Calw den geringsten Anteil mit 17,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.

Im Landkreis Freudenstadt ist der Maschinenbau mit 7.936 Beschäftigten mit Abstand der größte Arbeitgeber innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes. Diese erwirtschafteten mit 1.566 Millionen Euro auch den weitaus größten Gesamtumsatz. Der Maschinenbau erreicht darüber hinaus mit 65 Prozent die höchste Exportquote auf Kreisebene in der Region. Im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten sowie den erreichten Gesamtumsatz folgt der Wirtschaftszweig Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. 2.112 Beschäftigte erzielten hier einen Gesamtumsatz von rund 412 Millionen Euro. Der Landkreis Freudenstadt hat mit 44,8 Prozent die höchste Exportquote der Region und erwirtschaftet mit einem Anteil von 26,5 Prozent etwas mehr als ein Viertel des gesamten Umsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.

Eine ausführliche Übersicht mit detaillierten Zahlenangaben für den Stadtkreis Pforzheim, den Enzkreis, den Landkreisen Calw und Freudenstadt sowie für die gesamte Region Nordschwarzwald ist bei der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald unter der Telefonnummer: 07231 201-153 bzw. per E-Mail: sanktjohanser@pforzheim.ihk.de erhältlich oder im Internet unter der Dokumentennummer 27658 abrufbar.