Regionale Wirtschaft behauptet sich in wachsendem Risikoumfeld

Zuliefererfunktion als wichtiges Standbein

(PresseBox) ( Pforzheim, )
Trotz wachsender Ansteckungsgefahren infolge der Schuldenkrise in Europa kann sich die Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald nach wie vor gut behaupten. Dies hat die aktuelle Befragung der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei rund 340 Unternehmen aus der Region ergeben. 47 Prozent berichten nach wie vor von einer guten, weitere 46 Prozent noch von einer befriedigenden Geschäftslage. Nur sieben Prozent geben schlecht laufende Geschäfte an. Damit schätzen die regionalen Firmen die aktuelle Lage zwar etwas schlechter ein als noch bei der letzten Befragung im Frühsommer des Jahres, aber immerhin besser als die Unternehmen im Landesdurchschnitt. "Die Tatsache, dass einige Länder aus dem Euroraum derzeit eine Lungenentzündung durchmachen, während sich bei unseren Unternehmen lediglich ein leichter Schnupfen abzeichnet, spricht für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft", so Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald.

Bei mehrheitlich befriedigenden Erträgen sind aktuell die Kapazitäten zu 83 Prozent ausgelastet. 44 Prozent der regionalen Unternehmen geben gleichbleibende Bestellungen an, 20 Prozent berichten sogar noch von steigenden Auftragseingängen. Sowohl im Vergleich zur letzten Befragung im Frühsommer 2012 als auch gegenüber dem Vorjahr hat die Dynamik bei den Bestellungen allerdings etwas nachgelassen.

Geschäftserwartungen passen sich Risikoumfeld an

Die Unternehmen sind sich bewusst, dass sie nach wie vor in einem herausfordernden Risikoumfeld agieren. Dementsprechend vorsichtiger fallen die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate aus. Mit 56 Prozent rechnen jedoch die meisten Firmen aus der Region mit einer gleich bleibenden Geschäftsentwicklung. "Unsere Unternehmen, die eine wichtige Zulieferfunktion für die heimische Wirtschaft erfüllen, blicken dennoch selbstbewusst in die Zukunft", betont IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler. Ein Fünftel erwartet auch in der nahen Zukunft eine dynamische Geschäftsentwicklung.

Höhere Kosten und Schuldenkrise dämpfen Geschäftserwartungen

Die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise erhöhen die Betriebskosten der Unternehmen und können angesichts des hohen Wettbewerbsdrucks nicht immer an die Kunden weitergegeben werden. Dämpfend auf die Geschäftserwartungen wirkt sicherlich auch die wachsende Sorge um die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise in Europa. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum europäischen Rettungsschirm ESM hat sich die Lage an den Finanzmärkten allerdings etwas beruhigt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Begrenzung der deutschen Haftungssumme sowie die demokratische Legitimation über die parlamentarische Kontrolle durch den Bundestag.

Unternehmen bei ihrer Investitions- und Personalplanung vorsichtig abwartend

Unter der Unsicherheit über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leidet auch die Investitionsbereitschaft im Inland. 55 Prozent der befragten regionalen Unternehmen gehen in den kommenden zwölf Monaten zwar weiterhin von gleichbleibenden Investitionen aus. Allerdings planen weniger Unternehmen als noch im Frühsommer, mehr im Inland zu investieren. Dominierendes Investitionsmotiv bleibt die Deckung des Ersatzbedarfs. Ebenso vorsichtig abwartend zeigen sich die regionalen Firmen bei der Planung ihrer zukünftigen Beschäftigtenzahl. Zwei Drittel rechnen hier mit einem gleich bleibenden Personalbestand.

Export als Konjunkturstütze

Nachdem sich die Exportwirtschaft bislang trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage gut halten konnte, rechnen 32 Prozent der regionalen Unternehmen auch in den nächsten zwölf Monaten mit weiteren Impulsen durch die Ausfuhren. 26 Prozent erwarten eine gleich bleibende Entwicklung. Über ihre Zulieferfunktion profitiert die regionale Wirtschaft zudem nach wie vor von der weltweiten Güternachfrage.
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