Analyse der IHK zum Jahreswechsel: Unternehmen im Kreis Viersen gehen positiv gestimmt ins neue Jahr

(PresseBox) ( Krefeld, )
Die Aussichten der Wirtschaft im Kreis Viersen für das neue Jahr sind gut – dies zeigt eine Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein nach Auswertungen von eigenen Daten und amtlichen Statistiken von IT.NRW und der Arbeitsagentur. Bei der jüngsten Konjunkturumfrage meldeten die Betriebe im Kreis eine gute Lage, auch die Beschäftigung wächst weiter an. Sorge bereitet der IHK die Lage der kommunalen Haushalte.

Die jüngste Umfrage der IHK bei den Unternehmen im Kreis Viersen hatte gezeigt, dass die Lage der Betriebe gut ist. 39 Prozent der Unternehmen im Kreis Viersen bezeichnen ihre Geschäftslage als „gut“, 54 Prozent als „befriedigend“ und nur 8 Prozent als „schlecht“. „Die Lage im Kreis Viersen ist damit merklich besser als in der Gesamtregion“, erklärt Steinmetz. Die Wachstumsimpulse gehen derzeit allerdings insbesondere vom privaten Konsum aus. „Der Einzelhandel in der Region meldet eine so gute Geschäftslage wie seit dem Einheitsboom Anfang der 90er Jahre nicht mehr“, erklärt Steinmetz.

Die Industrie im Kreis Viersen musste im Jahr 2015 dagegen Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Umsätze bis Oktober um 3,0 Prozent gesunken – etwas stärker beim Inlandsumsatz (-3,6 Prozent) als beim Export (-1,7 Prozent). „In Nordrhein-Westfalen war der Rückgang des Gesamtumsatzes mit 2,1 Prozent etwas niedriger. Insbesondere die geopolitischen Krisen haben einen negativen Einfluss auf die verarbeitenden Branchen“, erklärt Steinmetz.

Für das Jahr 2016 sind die Betriebe optimistisch. 32 Prozent der Unternehmen gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus, 12 Prozent von einer Verschlechterung.

Die gute Lagebewertung korrespondiert auch mit der positiven Entwicklung des Arbeitsmarkts. Die Beschäftigtenzahl im Kreis lag im März 2015 bei 85.000. Damit wurden seit März 2014 gut 1.500 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Dies entspricht einem Plus von 1,7 Prozent. „Das Beschäftigungswachstum im Kreis war damit etwas schwächer als im Bund und im Land.“ Sowohl in Deutschland als auch in NRW betrug das Plus 2,0 Prozent. Mehr als 300 dieser Jobs entstanden im Bereich „Verkehr und Lagerei“. „Der Niederrhein ist aufgrund seiner Lage und seiner guten Erreichbarkeit ein idealer Standort für Transportbetriebe“, erklärt Steinmetz, der auf eine zügige Entwicklung des Gewerbegebiets in Niederkrüchten-Elmpt drängt. „Das wäre ein idealer Standort für Logistikunternehmen.“

Trotz der guten Beschäftigungsentwicklung sollte die Arbeitslosenquote nicht aus dem Blick geraten. Sie lag im November bei 6,7 Prozent. „Damit liegt die Quote zwar unter dem Landesdurchschnitt von 7,6 Prozent, allerdings ist die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Jahr nicht weiter gesunken“, so Steinmetz. In NRW (-1,6 Prozent) und in Deutschland (-3,1 Prozent) entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen dagegen günstiger. „Das ist ein weiteres Argument für die Entwicklung neuer Gewerbeflächen wie zum Beispiel in Elmpt.“

Sorgen bereitet der IHK die Lage der Kommunalfinanzen. So verhängten die Kämmerer in Grefrath, Nettetal und Willich im Jahresverlauf Haushaltssperren, und in Tönisvorst wurden Steuererhöhungen beschlossen. „Die Unternehmer haben ein großes Interesse an soliden Kommunalfinanzen. Nur Städte und Gemeinden mit ordentlichen Finanzen können in die Infrastruktur investieren“, erklärt Steinmetz, der Steuererhöhungen als falsches Instrument zur Haushaltskonsolidierung bezeichnet. „Dadurch werden die Standortkosten in die Höhe getrieben. Das führt dazu, dass ansiedlungsinteressierte Unternehmen fernbleiben“, argumentiert der Hauptgeschäftsführer.
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