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Pressemitteilung BoxID: 376544 (Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold)
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Konjunktur in Lippe blüht auf

Sommer-Konjunkturumfrage der IHK Lippe

(PresseBox) (Detmold, ) In den letzten Monaten verzeichnete eine Vielzahl von lippischen Unternehmen einen lebhaften Auftragseingang. "Immer mehr Unternehmen sehen die Möglichkeit in diesem Jahr das Niveau von 2008 fast wieder zu erreichen", fasst Ernst-Michael Hasse, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), das Ergebnis der IHK-Sommer-Konjunkturumfrage zusammen.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator ist von 111,6 Punkten auf 129,3 Punkte geklettert. Er hat damit einen historischen Höchststand erreicht. An der IHK-Konjunkturumfrage beteiligten sich rund 210 Unternehmen aus Lippe mit 23.670 Beschäftigten.

"Die Konjunktur hat sich wesentlich besser entwickelt als wir es noch im Frühjahr erwartet haben", stellt Hasse fest. Die Investitionszurückhaltung der beiden vergangenen Jahre ist aufgehoben. Die Investitionsneigung zieht an.

Für die Zukunft hoffen die lippischen Unternehmen auf eine Stabilisierung der derzeitigen guten Marktlage und eine steigende Zahl interessanter Aufträge. Die Unternehmen erwarten, dass sich der Aufschwung zwar im letzten Quartal dieses Jahres abschwächt, aber dennoch moderat fortsetzt. So könnte ein Einbruch der Weltwirtschaft die Exporte treffen. Die derzeitige Situation auf den Rohstoffmärkten gefährdet den Aufschwung. Die Unternehmen sehen sich konfrontiert mit stark steigenden Preisen bei Rohstoffen und Materialien, die mit dem Ölmarkt in Verbindung stehen, sowie Lieferengpässen. Beschaffungsprobleme insbesondere bei elektronischen Bauteilen und angekündigte Tariferhöhungen bilden weitere Risiken für die geschäftliche Entwicklung.

Die Anzahl der Unternehmen, die ihre gegenwärtige Geschäftslage mit "gut" bewerten ist von 28,4 Prozent auf 38,6 Prozent stark angestiegen. Nur noch sieben Prozent der Antwortenden bezeichnen ihre Geschäftslage als "schlecht", im Frühjahr waren es noch mehr als doppelt so viele. Im Vergleich zur letzten Umfrage hat sich der Anteil der Unternehmen, die optimistisch in die Zukunft blicken, auf ein Drittel stabilisiert. Sechs Prozent (im Frühjahr 2010: 21 Prozent) sind skeptisch. Hintergründe dieser positiven Entwicklung sind die gestiegenen Auftragsbestände. Die lippische Wirtschaft ist auf den Wachstumspfad zurück gekehrt. Die Kapazitäten sind bei jedem zweiten Unternehmen zu mehr als 85 Prozent ausgelastet.

Die im Frühjahr geäußerten Umsatzerwartungen konnten realisiert werden. Für die nächsten Monate wird eine Fortsetzung des guten Geschäftsverlaufs von nahezu allen Antwortenden prognostiziert. Die Ertragslage konnte dem positiven Umsatzverlauf jedoch noch nicht angepasst werden. Für die Zukunft wird hierzu eine leichte Entspannung erhofft, die aber durch die globalen Risiken gefährdet werden könnte.

Die Lage auf dem lippischen Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. Entgegen den Prognosen haben drei von zehn Unternehmen in der Vergangenheit mehr Personal eingestellt. Knapp ein Viertel der Antwortenden musste den Mitarbeiterstab reduzieren. Für die Zukunft plant ein Sechstel den Personalbestand zu erweitern. Bei elf Prozent steht ein Rückgang bevor.