IHK Lippe: Insolvenzen weiter rückläufig

(PresseBox) ( Detmold, )
64 Unternehmen stellten im ersten Quartal 2012 beim Detmolder Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) mitteilt, waren dies 3 Prozent (NRW - 1,7 Prozent) weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. "Der gute Konjunkturverlauf hat für die Fortsetzung der positiven Entwicklung gesorgt", kommentiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe, dieses erfreuliche Ergebnis.

In erster Linie waren Handelsunternehmen (zwölf Fälle) von der Insolvenz betroffen, das entspricht einer Zunahme von einem Drittel. Neun Insolvenzen (Vorjahresquartal 3 Fälle) meldeten die "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen", hierzu gehört zum Beispiel der Garten- und Landschaftsbau. Acht Insolvenzen (- 11,1 Prozent) betrafen das Verkehrsgewerbe. Sieben Anträge kamen aus dem Bereich der Freiberufler (- 30 Prozent). Jeweils sechs Anträge stellten Industrie (+ 20 Prozent) und Baugewerbe (- 45,5 Prozent).

228 Arbeitsplätze waren durch diese Insolvenzen betroffen. Knapp ein Drittel der Unternehmen, die eine Insolvenz beantragen mussten, hatten keine Beschäftigten.

Neben den Unternehmen beantragten in den ersten drei Monaten diesen Jahres 79 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Verbraucherinsolvenzen. Auch diese Zahl war rückläufig (- 15,3 Prozent).

Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Lippe war mit 143 Verfahren um 8,3 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die hieraus resultierenden Forderungen summierten sich nach vorläufigen Ergebnissen auf 42,7 Mio. Euro.
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