Rede des IHK-Präsidenten Helmut Sorg zum Neujahrsempfang 16.01.2009

Fulda, (PresseBox) - Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Zum traditionellen Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Fulda heiße ich Sie herzlich willkommen!

Ich freue mich über die wiederum sehr hohe Zahl von Gästen, die heute unserer Einladung gefolgt sind und damit einmal mehr eine ermutigende Anteilnahme an der Arbeit unserer Kammer bekunden.

Schön, dass Sie gekommen sind und mir die Möglichkeit geben, Ihnen persönlich - und im Namen der Kammer - ein friedvolles, glückliches und erfolgreiches Jahr 2009 zu wünschen, das Ihnen die Erfüllung, Ihrer an das neue Jahr geknüpften Erwartungen, bringen möge.

Wie alljährlich sind erfreulicherweise auch diesmal zahlreiche führende Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft zu uns gekommen, die ich aus einsehbarem Grund bedauerlicherweise nicht alle namentlich begrüßen kann. Ich setze dafür Ihr Verständnis voraus!

Wir können heute unter anderem Abgeordnete des Europaparlaments, des deutschen Bundestages und hessischen Landtages, Mandatsträger der Gebietskörperschaften und der staatlichen Behörden, zahlreiche Repräsentanten aus Schule und Hochschule, befreundeter Kammerorganisationen und des Handwerks sowie der Medien, und nicht zuletzt Sie, meine Damen und Herren Mitglieder der IHK, das heißt: nahezu die gesamte Führungsmannschaft der heimischen Wirtschaft begrüßen.

Stellvertretend für alle gestatten Sie mir, einige Ehrengäste namentlich willkommen zu heißen.

Ich freue mich außerordentlich, heute unseren Diözesanbischof, Seine Exzellenz Heinz Josef Algermissen bei uns begrüßen zu können. Ich glaube zu wissen, Herr Bischof, dass Sie ein ausgeprägtes persönliches Interesse an Wirtschaftsfragen haben. Sie waren nämlich bereits bei einer unserer Vollversammlungen unser Gast und beweisen dies heute mit Ihrem Grußwort.

Gleichermaßen herzlich begrüße ich den Dekan der evangelischen Kirche, Herrn Bengt Seeberg. Auch mit der Evangelischen Kirche pflegen wir enge Kontakte, ich erinnere nur an unsere Diskussion über das von der Kammer entwickelte Schulungsprogramm "Ökonomische Bildung".

Herzlich begrüße ich einen uns seit Jahren wohlvertrauten, geschätzten Stammgast: Herrn Staatsminister Dr. Alois Rhiel. Wir danken Ihnen, Herr Dr. Rhiel, dass Sie auch nach Ihrem Wechsel vom Amt des Fuldaer Oberbürgermeisters in die Landespolitik unserer Region immer eng verbunden geblieben sind. Sie personifizieren sozusagen unseren guten Draht zur hessischen Landesregierung

Mein herzlicher Gruß gilt auch dem Hausherrn des Stadtschlosses , der auch in diesem Jahr den Fürstensaal für unseren Neujahresempfang zur Verfügung gestellt hat. Ich begrüße Herrn Oberbürgermeister Gerhard Möller. Danke, dass wir wieder hier sein dürfen!

Zugleich heiße ich auch Herrn Landrat Bernd Woide willkommen! Beiden, Oberbürgermeister und Landrat gleichermaßen, danke ich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der IHK und nenne hier als überzeugendes Beispiel das regionale Standortmarketing.

Sie alle haben sicherlich vor einigen Wochen der Presse entnommen, dass wir beabsichtigen auf diesem Gebiet einen weiteren wichtigen Schritt zu unternehmen. Wir möchten die Wirtschaftsregion Fulda zu einer "Marke" machen. Wir wollen im Wettbewerb mit anderen Städten und Regionen nicht nur bestehen, sondern Unternehmer und Investoren, Kongressbesucher, Touristen und Bürger intensiver mit der "Marke Wirtschaftsregion Fulda" vertraut machen.

Mit besonderer Freude begrüße ich Herrn Ludwig Georg Braun, den Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Herr Braun, ich freue mich, dass Sie heute wiederum zu uns nach Fulda gekommen sind und sich bereit erklärt haben, den Festvortrag auf diesem Neujahrsempfang zu übernehmen.

Während Ihrer Amtszeit fand vor einigen Jahren der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bei uns in Fulda statt. Ich werte dies als eine besondere Anerkennung der Kammerarbeit in unserer Region.

Dass wir auch im Vorstand des DIHK 2 Jahre lang eng zusammen gearbeitet haben, soll hier ebenfalls dankbar erwähnt werden. -

Was ich an Ihnen, sehr geehrter Herr Braun, wirklich sehr schätze, ist, dass Sie es nie bei Worten belassen, sondern ihnen Taten folgen lassen, das heißt durch unternehmerisches Handeln überzeugen.

Ihr Unternehmen hat sich ein Investitionsprogramm in Höhe von 1,4 Mrd. Euro vorgenommen, von dem allein 50% in den Ausbau des Standorts Deutschland fließen. Das wagt heutzutage nur jemand, der fest an die Zukunft glaubt - und dieser Glaube, dieser Optimismus verbindet nicht nur uns beide, sondern auch viele hier im Saal miteinander.

Schon vor Jahren haben Sie gefordert, unser Volk müsse sich von einer Nehmer-Kultur zu einer Geber-Kultur entwickeln. Das gilt bei den sich abzeichnenden Entwicklungen - dramatisch steigende Staatsverschuldung und immer mehr Staat - heute mehr denn je. Wir sind gespannt auf Ihre Ausführungen!

Meine Damen und Herren, das Jahr 2008 war ein ungewöhnlich turbulentes Jahr. Die Weltöffentlichkeit wurde mit Ereignissen und Entwicklungen konfrontiert, die nicht vorausschaubar waren und die wir in dieser Form noch nicht erlebt hatten.

Während es im Frühjahr 2008 noch so aussah, als fände der wirtschaftliche Aufschwung ein vergleichsweise normales, das heißt ein gemächliches Ende, kam im Herbst mit und nach dem milliardenschweren Zusammenbruch der amerikanischen Investment Bank Lehman Brothers alles anders, als wir gedacht hatten.

Aus Furcht vor einem "Domino Day" des globalen Finanzsystems sahen sich Politiker vieler Länder gezwungen, einen Schutzschirm über das Bankensystem zu spannen. Dieser staatliche Schutzschirm in Form von Bürgschaften war eine absolut notwendige Maßnahme, nicht nur zur Festigung der Finanzmärkte, sondern auch zur Wiederherstellung des Vertrauens der Bürger in das Bankensystem.

Entscheidende Verantwortung haben in der gegenwärtigen Situation die Banken. Natürlich müssen die Banken den teilweise eingetrübten Geschäftsperspektiven Rechnung tragen. Wenn sie dies aber zu restriktiv tun und aus vermeintlichem Selbstschutz den Kredithahn zudrehen, kann das auf die Betroffenen strangulierende Wirkung haben.

Die Versorgung der Wirtschaft mit notwendigen Krediten ist tatsächlich die wichtigste Voraussetzung, um dieser Krise erfolgreich begegnen zu können.

Kommen die Banken ihrer Verantwortung nach, wäre ein Rettungsschirm des Staates von angedachten 100 Mrd. für Unternehmen, die wegen der Bankenkrise keine oder zu wenig Kredite erhalten, hoffentlich überflüssig.

Komplett abzulehnen sind Überlegungen, dass sich der Staat im Falle der Bürgschaftsinanspruchnahmen direkt an den Firmen beteiligen will. Ludwig Erhard, der Vater der sozialen Marktwirtschaft, lässt grüßen!

Meine Damen und Herren, wir wissen alle, dass die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute, des Sachverständigenrates und auch der Bundesregierung für das gerade begonnene Jahr 2009 ungünstig sind.

Die Vorhersagen über das Wirtschaftswachstum bewegen sich für 2009 zwischen minus 2 und minus 4 Prozent. Dabei bedeutet ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um einen Prozentpunkt laut Bundesanstalt für Arbeit 500.000 zusätzliche Erwerbslose.

Jeder Krise wohnen jedoch auch Chancen inne. Wir alle können dazu beitragen, dass man später einmal über die Finanzkrise 2008/2009 wird sagen können, dass es die Welt gerade noch einmal geschafft habe, das Ruder herumzureißen und mutig der negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Dass man sich nicht der weit verbreiteten Weltuntergangsstimmung hingegeben, sondern die Ärmel hochgekrempelt hat und dadurch die Wende herbeigeführt hat.

Denn es gibt unübersehbar auch Positives zu vermelden. Die Inflationsrate lag im vierten Quartal 2008 beispielsweise unter 2 Prozent Der Barrel Öl vor wenigen Monaten noch mit 148 Dollar gehandelt, kostet aktuell 38 Dollar.

Und die beste Nachricht überhaupt: Deutschland hatte 2008 ungefähr 3 Millionen Arbeitslose. Vor drei Jahren waren es noch über 5 Millionen. Und das hat damals kaum jemandem im Glauben an die Zukunft erschüttert.

In der Region Fulda haben wir im vergangenen Jahr auf dem Arbeitsmarkt wieder besonders gut abgeschnitten: Mit einer Arbeitslosenquote im Dezember von 5,0 Prozent lagen wir weit unter dem hessischen Durchschnitt von 6,3 Prozent und noch weiter unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 7,4 Prozent.

Die Stabilisierung der Erwerbstätigenzahl muss weiterhin oberste Priorität haben. Die Konjunkturprogramme der einzelnen EU-Länder, der Landesregierung und insbesondere auch die der Bundesregierung zielen im Kern in die richtige Richtung.

Da passt es sehr gut, dass die Bundesanstalt für Arbeit mit ihren hohen Rücklagen (von rund 14 Milliarden Euro) auch für negative Entwicklungen am Arbeitsmarkt relativ gut gerüstet ist. Sie kann es sich daher leisten, das Kurzarbeitergeld auf 18 Monate zu verlängern, um so Arbeitslosigkeit möglicherweise zu vermeiden. Dafür reichlich Geld in der Hinterhand zu haben, kann man als Glück im Unglück bezeichnen.

Auch die demografische Entwicklung erweist sich in diesem Fall als hilfreich, nämlich insofern, als mehr Menschen in den Ruhestand gehen als auf den Arbeitsmarkt drängen.

Positive Effekte erwartet die deutschen Wirtschaft von dem gerade beschlossenen Konjunkturpaket ll in Höhe von 50 Mrd.. Vor allem von dem 17 Mrd. Euro starken Investitionspaket, das Maßnahmen wie den Ausbau der Infrastruktur, die Sanierung von Bildungseinrichtungen umfasst, werden sicherlich positive Impulse ausgehen.

Auch die niedrigeren Beiträge zur Krankenversicherung werden nachhaltig wirken. Ich denke auch, dass Abwrackprämien für Altfahrzeuge, vor allem aber die ab 01.07.2009 geplante neue Kfz-Steuer auf Basis des CO2 Ausstoßes, der Wertschöpfung der Automobilbranche dienen werden.

Über dies kann die deutsche Wirtschaft mit ihrer hohen Dynamik, ihrer beispielhaften Innovationskraft und hohen Flexibilität viel zur Entspannung beitragen.

Besonders unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft im Kammerbezirk Fulda sehe ich als großen Vorteil, weil sie auf einem soliden Fundament aufbaut. In unserer Region haben wir nicht nur hervorragend qualifizierte Unternehmer und Manager, sondern auch gut ausgebildete und im positiven Sinne bodenständige, leistungsbereite Mitarbeiter.

Und weil unsere Unternehmen nicht von Erfolgserwartungen der Analysten unter Druck gesetzt werden wie große Aktiengesellschaften, die stets ihre Quartalszahlen im Auge haben müssen, denken und handeln Mittelständler sicherlich langfristiger und weniger spekulativ.

Wir haben also gute Chancen mit heilbaren Blessuren davonzukommen.

Kurzum, Gefahren und eine deutliche Delle im Wirtschaftswachstum sind zur Zeit nicht zu übersehen. Die konjunkturelle Entwicklung der Bundesrepublik wie der Weltwirtschaft ist jedoch immer zyklisch verlaufen.

Wir haben auch in der Vergangenheit schon schwerwiegende Einbrüche überstanden und sind sogar gestärkt daraus hervorgegangen. Ich erinnere an die Ölkrise im Jahre 1974, an den Knick nach der Wiedervereinigung und an das Platzen der IT-Blase.

Meine Damen und Herren, der heutige Neujahresempfang bedeutet für uns gewissermaßen eine Zäsur, denn es handelt sich um dem letzten Empfang der amtierenden Vollversammlung, des amtierenden Präsidiums und auch des amtierenden Präsidenten der IHK Fulda.

Ab dem 21. Januar 2009 sind unsere Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung aufgerufen, für die nächsten fünf Jahre eine neue IHK-Vollversammlung zu wählen. In der Januarausgabe unserer Kammerzeitung wurden die Kandidaten vorgestellt. 62 Damen und Herren bewerben sich um die 33 Plätze in der Vollversammlung. Auch diese zahlenmäßig starke Kandidatenliste beweist, dass sich die heimische Wirtschaft der Bedeutung ihrer IHK bewusst ist.

Die neu gewählte Vollversammlung wird dann ihrerseits aus ihrer Mitte das Präsidium wählen. Das ist ein transparenter demokratischer Prozess mit offenem Ergebnis. Insofern fragen Sie mich nachher bitte nicht, wer der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin sein wird. Niemand weiß dies schon heute - und das ist auch gut so. Ich weiß allerdings bestimmt, dass ich es nicht mehr sein werde!

Vor diesem Hintergrund erlauben Sie mir sicherlich, eine kurze Bilanz zu ziehen sowie unsere Aufgabenfelder kurz zu umreißen.

Einige wichtige Zahlen möchte ich Ihnen gleich zu Beginn nennen:

- Vor 14 Jahren, also im Jahre 1995, hatte die IHK Fulda etwa 8.500 Mitgliedsunternehmen. Mittlerweile können wir auf ca. 13.000 Unternehmen verweisen!
- Damals waren wir stolz auf rund 800 Ausbildungsverträge pro Jahr, heute sind es fast 1.200.
- Der Kammerbezirk mutierte von einer Auspendlerregion zu einer Einpendlerregion. 7000 Thüringer kommen täglich zur Arbeit nach Fulda.
- Das IHK Gebäude wurde saniert und die Arbeitsvoraussetzungen optimiert.
- Die hauptamtliche Mitarbeiterzahl der IHK ist trotz vielfältiger Mehraufgaben nicht gestiegen.
- Während der letzten Jahre wurden viermal die Mitgliedsbeiträge gesenkt.
- Und: Ihre Industrie- und Handelskammer ist finanziell wohl geordnet und gesund.

Als die Institution der heimischen Wirtschaft ist die IHK in verschiedenen vom Gesetzgeber definierten Bereichen Dienstleister für ihre Mitglieder. Diesen Serviceaspekt haben wir in den vergangenen Jahren stark kunden- und leistungsorientiert ausgebaut.

Das wissen Sie, meine Damen und Herren, und haben es - so hoffe ich - schon selbst positiv erfahren dürfen. Einige dieser Servicebereiche möchte ich nochmals etwas intensiver beleuchten.

(1)Eine wichtige Funktion der IHK ist die Mitarbeit an den unterschiedlichsten Projekten.

Die IHK vertritt die regionale Wirtschaft in verschiedenen Arbeitsgruppen, zum Beispiel im regionalen Standortmarketing, im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und im Hochschulrat der Hochschule Fulda.

Ein weiteres wichtiges Projekt mit hoher Außenwirkung ist die seit 14 Jahren alljährliche Durchführung des Fuldaer Wirtschaftstages, der sich ungebrochen großer Beliebtheit erfreut.

Überregionales Interesse fand auch unser Langzeitprojekt "Ökonomische Bildung", mit dem wir auf verschiedenen Ebenen in den Schulen das Bewusstsein für wirtschaftliche Zusammenhänge stärken wollen.

Beispielhaft geworden ist unser Lehrstellenprojekt für Lernbehinderte. Hier werden in Zusammenarbeit mit "Grümel" Jugendliche zur Fachkraft für Verkaufsvorbereitung ausgebildet, die ohne unsere Unterstützung kaum Aussicht gehabt hätten, in der Wirtschaft unterzukommen. Darüber hinaus haben wir die Einführung neuer Berufsbilder wie zum Beispiel Textilfachreiniger oder Beikoch aktiv unterstützt. Wir haben damit bereits 71 Jugendlichen den Einstieg ins Erwerbsleben eröffnet.

Allein im Jahre 2008 wurden etwa 600 Existenzgründer beim Start beraten und anschließend unterstützt. Darüber hinaus beteiligt sich die Kammer derzeit an einem Pilotprojekt in Hessen mit dem Thema: "Unternehmensneugründung in nur 7 Tagen".

(2) Der zweite Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Bereich Ausbildung/Weiterbildung.

Es ist allgemein bekannt, dass unsere Region seit Jahren überdurchschnittlich hohe Ausbildungsleistungen vorzuweisen hatte. So auch im vergangenen Jahr! Die Ausbildungsquote - die Zahl der Azubis im Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten - liegt in unserem Kammerbezirk bei 7,1%. Das ist das beste Ergebnis in ganz Hessen. Der Landesdurchschnitt beträgt nur 5,1%.

Im Jahre 2008 sind im Verantwortungsbereich der IHK Fulda genau 1.128 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das ist wieder ein hervorragendes Ergebnis, wie wir mit Befriedigung feststellen können.

Allen Unternehmern, die zu diesem großartigen Resultat beigetragen haben, möchte ich auch heute nochmals aufrichtig danken.

Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang auch bei allen Teilnehmern der Arbeitsmarktkonferenz, vor allem bei der Stadt Fulda, dem Landkreis Fulda, der Agentur für Arbeit, dem Amt für Arbeit und Soziales, dem Handwerk und der örtlichen Presse. Danken möchte ich auch den 22 Seniorberatern, die die Unternehmen besuchten und zur Ausbildung junger Menschen motiviert haben.

(3) Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist das kontinuierliche Bemühen der Industrie- und Handelskammer Fulda, Menschen zusammenzuführen.

Hier kann man zum einen nennen, dass die IHK durch ständige Kontakte mit der Politik auf allen Ebenen das Gesamtinteresse von Industrie, Handel und Dienstleistung in der Region vertritt.

Die IHK Fulda sieht sich zudem bewusst als Kontaktforum. Bei unseren zahlreichen Veranstaltungen - zum Beispiel der heutigen - ermöglichen wir zwanglose Begegnungen und schaffen menschliches Miteinander und die Möglichkeit, Netzwerke aufzubauen und zu verstärken.

So betrachtet, wirkt jede einzelne Veranstaltung in unserer Region als eine vertrauensbildende Maßnahme. Unser Erfolg hierbei lässt sich nicht mit Zahlen belegen - aber ich bin mir sicher, dass die Stärkung der Netzwerke ganz bestimmt zu unseren wichtigsten Aufgabengebieten zählt - und das ist keine Selbstverständlichkeit.

Mit diesen stichpunktartig umrissenen Aufgabenfeldern, die wir seit Jahren intensiv bearbeitet haben, zusammen mit den täglich zu erbringenden Leistungen verschiedenster Art, ist die IHK Fulda für ihre Mitglieder und die gesamte Region zu einer Institution herangereift, die aus dem Wirtschaftsleben von Fulda Stadt und Land nicht mehr wegzudenken ist.

Meine Damen und Herren, die Zustimmung, die unsere Dienstleistungen bei Ihnen finden, ist auch darin begründet, dass wir uns auf zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter stützen können.

Über 700 Menschen setzen sich unter der Schirmherrschaft der IHK in den verschiedensten Ausschüssen und Funktionen für die Belange der Wirtschaft, und damit mittelbar für die heimische Region ein. Auch dies möge als Beweis für die Lebendigkeit unserer IHK gelten.

Erneut möchte ich deshalb auch heute den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IHK Fulda meinen ausdrücklichen Dank aussprechen für ihre vorbildhafte Leistungsbereitschaft und ihre freiwillig erbrachte exzellente Zusammenarbeit zum Wohle ihrer Mitmenschen.

Ebenfalls möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen herzlich danken, die mir in der Vollversammlung und im Präsidium treu und zuverlässig zur Seite gestanden haben, vor allem aber den Herren Dr. Christian Gebhardt, Wolfgang Gutberlet, Bernhard Juchheim und Wolfgang Wehner für die freundschaftliche, kooperative, zielorientierte - ja großartige Zusammenarbeit - über all die vielen Jahre.

Nicht zu vergessen sind die beiden Vizepräsidenten meiner ersten Legislaturperiode, die Herren Dr. Walter Arnold und Herrn Heinrich Herzog. Vielen Dank auch Euch beiden.

Und es ist mir ein besonderes Anliegen, Herrn Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck und Herrn Geschäftsführer Hermann Vogt und allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammer meine hohe Anerkennung und meinen aufrichtigen Dank für ihre engagierte Arbeit auszusprechen.

Wer auch immer im Frühjahr das Amt des Präsidenten ausüben wird, er oder sie übernimmt ein erprobtes Team, auf das man sich stützen, auf das man bauen kann.

Ich selbst verlasse Ende März das Schiff der IHK Fulda, als deren langjähriger Präsident mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit und mit der Versicherung, dass mir die Arbeit sehr viel Freude bereitet hat. Negatives färbt die Bilderflut in meinem Inneren nicht ein, sondern es sind überwiegend angenehme Farben, die Schönes, Beglückendes, Erinnerungswertes und zufrieden Machendes sichtbar werden lassen.

Zum Schluss wünsche ich Ihnen allen nochmals alles Gute für 2009 und Gottes reichen Segen. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

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