Kulturstiftung Essen ermöglicht die Anschaffung eines Simulationssystems zur virtuellen Herzkatheteruntersuchung im Universitätsklinikum Essen

(PresseBox) ( Essen, )
Das Universitätsklinikum Essen beschreitet jetzt neue Wege in der Diagnostik von Herz- und Gefäßerkrankungen. Sichergestellt wurde dies durch die Anschaffung eines Simulationssystems zur virtuellen Herzkatheteruntersuchung. Die Anschaffung des Systems erfolgte mit maßgeblichem Einsatz von Fördermitteln der Kulturstiftung Essen.

Jährlich werden in Deutschland über 600.000 Herzkatheteruntersuchungen, 200.000 Eingriffe und 100.000 Herzoperationen durchgeführt. Immer mehr Erkrankungen können mittels Herzkatheter behandelt werden. Nach wie vor treten selten, aber in diesen Fällen dann zum Teil schwerwiegende Komplikationen beim Herzkathetereingriff auf. Ziel muss es daher sein, die Komplikationsrate so niedrig wie möglich zu halten und die Patientensicherheit zu erhöhen. Mit Hilfe des Simulationssystems können solche Eingriffe erlernt, die Kenntnisse überprüft und erweitert werden.

Neben der reinen Herzkatheteruntersuchung gelingt auch die Darstellung der Herzkranzgefäße, die Simulation einer Dilatation und Stentimplantation. Selbst die virtuelle Darstellung einer Herzklappenimplantation mittels Kathetertechnik erlaubt das realistische Training endovaskulärer Techniken.Katheter, Ballonkatheter, Führungsdrähte und anderes werden in ein Simulationssystem eingebunden und die Bewegung aus einem virtuellen Herz- und Gefäßmodell am Bildschirm projiziert. Bei der Bewegung des Systems spürt der Untersucher einen sich ändernden, an die Situation angepassten Widerstand. Ziel ist, möglichst reale Bedingungen zu simulieren, die von der Vorbereitung bis zum Abschluss der Untersuchung reichen. Typische Fallbeispiele, z.B. eines akuten Herzinfarktpatienten, können vorgegeben werden. Die Kontrolle der Einwilligungserklärung, der Blutwerte und Medikation vor dem Eingriff, aber auch während des Eingriffs werden abgefragt und zur Überwachung des Patienten dokumentiert. Nicht nur die Interpretation des Röntgenbildes der Gefäße, sondern auch die genaue Ausmessung und Auswahl der passenden Ballon-/Stentgrößen werden eingeübt und Ergebniskontrollen eingebaut. Besonders wertvoll ist die Einübung der Erkennung von Komplikationen und ihrer Beherrschung, entscheidend für das Wohl der Patienten, wie die Auswahl des richtigen Medikamentes zum richtigen Zeitpunkt.

Das Training mit Simulationssystemen an einem virtuellen Patienten wird helfen, die Untersuchungs- und Behandlungszeiten zu reduzieren, was auch eine Reduktion der Strahlenbelastung bedeutet. Das virtuelle System eignet sich, um junge Ärzte zu trainieren und erfahrene Ärzte in neue Techniken einzuarbeiten.
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