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Pressemitteilung BoxID: 235905 (Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main)
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IHK Frankfurt am Main warnt vor Hauptwachen-Sperrung

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main hegt erhebliche Bedenken gegen die Sperrung der Hauptwache für den Autoverkehr ab 19. Februar 2009 und fordert die Stadt Frankfurt auf, umgehend die Verkehrspläne für die Innenstadt zu korrigieren.

"Es ist fraglich, inwieweit das umliegende Straßennetz, insbesondere der innere Anlagenring und der Knoten Eschenheimer Turm, die durch die Hauptwachensperrung verdrängten Verkehre aufnehmen können. Dauerstaus werden die Folge sein. Es geht letztlich nicht um eine autofreie, sondern um eine autogerechte Innenstadt. Der mögliche städtebauliche Nutzen durch die Einbeziehung der Hauptwache in die Fußgängerzone Zeil wird zunichte gemacht, wenn die Erreichbarkeit der Innenstadt nicht mehr gewährleistet ist", appelliert Dr. Hans-Peter Debling, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main.

"Das Verkehrskonzept der Stadt Frankfurt am Main ist Baustein eines Stadtmarketingkonzepts, das die Erreichbarkeit der Innenstadt stärker herausstellt. Dieser Ansatz ist unter dem Gesichtspunkt städtebaulicher Attraktivität nachvollziehbar. Die Attraktivität einer Innenstadt als Einkaufs- und Dienstleistungsstandort ist aber auch abhängig von der ständigen Erreichbarkeit mit dem Auto", sagt Dr. Debling.

Wie ernst die Sorge der IHK Frankfurt am Main ist, beweisen die Ergebnisse von zwei Verkehrsuntersuchungen. Bereits die erste Untersuchung von 1990 hat gezeigt, dass die Verlagerung der Verkehre in den vorhandenen Straßennetzen nur schwer möglich ist. Damals mussten werktags rund 9000 Fahrten von der Hauptwachenachse auf den Cityring verlagert werden, was dort zu einer Steigerung des Verkehrsvolumens um rund 17 Prozent führte. Diese Zunahme ist heute kaum zu verkraften.

"Voraussetzung für die Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus der Innenstadt ist ein leistungsfähiger äußerer Stadtring. Die Verkehrsentlastung in der City hängt von funktionsfähigen Lückenschlüssen ab, insbesondere der A 66 mit dem Bau des Alleentunnels", sagt Dr. Debling.